Fassade 19: Standsicherheit im Fokus

Die Anforderung an die Standsicherheit einer Fassade ist elementar, auch bei hohem Eigengewicht der Bauteile, geringer Materialstärke, wechselnden Windlasten und komplexen Geometrien. Wie diese teils erheblichen Anforderungen erfüllt werden können, darum ging es heute auf der Tagung Fassade 19 in Augsburg. Die Referenten betrachteten das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln. Eine Auswahl: Holger Hinz vom Büro Werner Sobek stellte die multifunktionale Fassade des ThyssenKrupp Testturms in Rottweil am Neckar vor, Falk Beckmann vom DIBt ging auf Zulassungsverfahren von thermsich getrennten Befestigungen aus Kunststoff ein und Prof. Michael Lange sprach in Theorie und Praxis über die Montage von Vorhangfassaden. „Die meisten Fehler passieren in der Ausführung“, sagte der Fachmann im Gespräch mit GFF. Oft mangele es an der Dichtigkeit der Elemente.

Eine Zusammenfassung der Fassadentagung lesen Sie in der GFF-Aprilausgabe.


Lisec: CEO spricht über Entwicklungskooperationen

Als Nadelöhr im Glasverarbeitungsprozess ist das Gasfüllen und Verpressen seit jeher Gegenstand von versuchten Prozessverbesserungen, das ist bei Lisec nicht anders. CEO Ing. Gottfried Brunbauer sagte im Exklusivinterview mit GFF in Seitenstetten (Niederösterreich), das Unternehmen arbeite mit Partnern aus der Wertschöpfungskette – er nannte die Themenfelder Glas, Abstandhalter, Versiegelung – an einer Neuentwicklung. Als Zeitkorridor sprach der 58-Jährige von einem bis drei Jahren, schloss aber zugleich aus, exklusive Partnerschaften einzugehen: „Das Ziel ist es, dass jeder den Beitrag, den er im Projekt leistet, auch für seinen Bereich vermarktet.“

GFF veröffentlicht in der Aprilausgabe den Gesprächsinhalt, u.a. zum Glaston/Bystronic-Deal, als Wortlautinterview und morgen einen Videomitschnitt auf www.gff-magazin.de – das Bild (Foto: Kober) zeigt den ganz speziellen Wegweiser zum Global Player am nächstgelegenen Kreisverkehr.



Walter Fensterbau: Neustart für PVC-Fensterproduktion

Mit seinen 325 Jahren dürfte Walter Fensterbau in Augsburg wohl Deutschlands ältester Fensterhersteller sein. Heute und morgen feiert das Traditionsunternehmen sein Jubiläum zusammen mit Architekten, Wohnbaugesellschaften und Fachhandelspartnern. Damit verbunden ist die Einweihung der neuen Halle für die PVC-Fensterproduktion. Die 3.600 Quadratmeter große Halle ist mit einer komplett neu konzipierten, optimal auf die einzelnen Produktionsschritte abgestimmten Rotox-Fertigungslinie ausgestattet. „Bis zu 200 Fenstereinheiten pro Tag können wir hier produzieren“, sagt Geschäftsführer Markus Walter im Gespräch mit GFF. Das Unternehmen verarbeitet dabei ausschließlich das Profilsystem S9000 von Gealan in verschiedenen Varianten.

Die in der alten Halle freigewordene Fläche kommt der Fertigung der Holz- und Holz/Alu-Elemente zugute. Der optimierte Produktionsprozess mit einer zusätzlichen Anlage von Weinig ermöglicht die Herstellung von bis zu 50 Fenstereinheiten pro Tag. Walter Fensterbau konzentriert sich insbesondere auf das Objektgeschäft, nimmt aber über Fachhandelspartner auch Endkunden ins Visier.

Details zur neuen PVC-Fertigungslinie und ein Kurzinterview mit Geschäftsführer Markus Walter lesen Sie in der GFF-Aprilausgabe.


LIM Strobl: Fühle mich dem BIV nicht mehr verpflichtet

GFF hat heute einen Interviewtermin mit dem aus dem BIV-Präsidium gewählten bayerischen Landesinnungsmeister Thomas Strobl (li., mit Reinhold Kober – unser Bild; Foto: Strobl) in dessen Betrieb in Donauwörth wahrgenommen. Im zweistündigen Gespräch sagte der mehrjährige Bundesinnungsmeister-Stellvertreter, habe er den BIV während seiner Amtszeit u.a. gegen Angriffe, auch aus dem heimischen bayerischen LIV, stets entschieden verteidigt, so fühle er, Strobl, sich dazu nun nicht mehr verpflichtet. Gleichzeitig kündigte er an, auf dem offiziellen Weg Fragen an den Bundesinnungsverband stellen zu wollen, die es im LIV-Präsidium am 1.3. abzustimmen gelte. Nach unbestätigten GFF-Informationen spielen auch die Finanzen eine Rolle.

GFF berichtet noch im März aktuell und im Wortlaut auf anderthalb Seiten über das Gespräch mit Thomas Strobl in Donauwörth.


Praxisseminar: Kleben auf beschichtetem Holz

Am Leitz-Standort in Riedau, Österreich machte heute die Seminarreihe der Kooperationspartner Otto-Chemie, Lohmann, Remmers und Leitz Halt. Thema war die Scheibenverklebung auf beschichteten Holzoberflächen. Diese ist nach der ift-Richtlinie VE/08-4 Teil 5 neuerdings möglich. Otto, Remmers und Lohmann bieten hierfür – bislang mit Alleinstellungsmerkmal – aufeinander abgestimmte Komponenten an – das ift-Prüfzeugnis liegt vor.

Nach der theoretischen Einführung lernten die 51 (!) Teilnehmer an vier Praxis-Inseln, wie das Verfahren genau funktioniert. Ein fachmännisch durchgeführter Einbruchversuch an einem entsprechend verklebten RC3-Fenster zeigte spektakulär: Das System funktioniert – und hält, was es verspricht. Andere Marktteilnehmer sind jetzt im Zugzwang, auch ihre Produkte für die Verklebung beschichteter Oberflächen prüfen zu lassen.

GFF berichtet in Ausgabe 3/19 über das Seminar.