SmartWin – als Newbie in die Königsklasse des Fensterbaus

Jörg Vollmer und Peter May (v.re., mit Pro Passivhaus-Geschäftsführer Franz Freundorfer; unser Bild – Foto: Kober) sind zu Beginn des Jahrzehnts junge Unternehmer im Holz- und Passivhausbau, als sie auf die im Entstehen begriffene Kooperation SmartWin von Fenster-Daniel Düsentrieb Franz Freundorfer treffen. Für ihre Häuser kaufen sie Elemente zu, „im Finish top“, wie Vollmer im Rückblick sagt, „aber halt Standardfenster“. Als sie im Dunstkreis der Passivhausszene auf Freundorfers Vorträge stoßen, sind sie vom SmartWin infiziert – und wollen es zunächst einkaufen.

Warum sie damit gescheitert sind und was die damaligen Lieferanten sagten, als die Franken ihnen eröffneten, dass sie als Newbies nun mal eben in die Passivhausfensterfertigung einsteigen wollten, lesen Sie garantiert nur in GFF 3/19 – und auf www.gff-magazin.de gibt’s den Film dazu, ebenso wie in der aktuellen Ausgabe des Emailnewsletters GFF Report.


„Wir müssen über Reparaturverglasungen reden“

Die Glaser-Innung Niedersachsen hat einen Vorstoß unternommen, eine Maßgabe für den Umgang mit dem Normentwurf zur DIN 18008-1 zu erstellen. Dazu traf sich der Technische Informationsausschuss am Vormittag in Hannover. Mit von der Partie waren auch Dipl-Ing. (FH) Eberhard Achenbach, Fachberater der Glaser-Innung Niedersachsen, sowie Andreas Willing, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht aus Lüneburg.

Im Dezember 2018 hatte der zuständige Normen-Arbeitskreis die umstrittene 0,8-Meter-Regelung gekippt und folgenden Änderungsvorschlag vorgelegt: „Wenn die Verkehrssicherheit es erfordert, sind bei frei zugänglichen Verglasungen Schutzmaßnahmen zu treffen. Das kann z.B. durch Beschränkungen der Zugänglichkeit (Abschrankung) oder Verwendung von Gläsern mit sicherem Bruchverhalten erfolgen.“

Achenbach wertete den Vorschlag als Riesenerfolg: „Damit ist die Kopplung an ESG und VSG vom Tisch“, sagte der Sachverständige. Um dem Glaserhandwerk eine verbindliche Vorgabe an die Hand zu geben, die keinen Interpretationsspielraum zulässt, müsse die Formulierung konkretisiert werden. Die Prüfung der Verkehrssicherheit sei gemäß VOB-Vertrag Planungsaufgabe und obliege dem Bauherren bzw. Architekten „Wir müssen über Reparaturverglasungen reden“, waren sich die Sitzungsteilnehmer einig. Am Ende verständigten sie sich auf einen Passus, der als rechtssichere Grundlage für Verglasungsarbeiten im Bestand wie Bleiverglasungen, Fusing-Glas, Innentüren oder Drahtglas dienen soll.

Mehr über den genauen Wortlaut der Formulierung sowie die weiteren Aktivitäten der Glaser-Innung Niedersachsen im Hinblick auf die DIN 18008 lesen Sie in der Märzausgabe von GFF.

Foto: Friedrichs



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Bau 2019: mit Warema ästhetisch übers Eck verschatten

Warema präsentiert auf der Bau mit Raffstores ohne Führungselemente an der Ecke eine ästhetische Verschattungslösung für Ganzglasecken. Die technische Ausführung über verbindende Clips ist raffiniert wie einfach zugleich. Auch sein Fenstermarkisen- Programm hat Warema modifiziert. Die Besonderheit: Ab April 2019 gibt es die neue einteilige Führungsschiene, die für die Führungsarten easyZIP, Schiene und Markisolette verwendet wird. Die identisch aufgebauten Führungsschienen sind für verschiedene Montagesituationen und unterschiedliche Baugrößen einsetzbar. Daraus ergibt sich für Architekten maximale Planungsfreiheit.


Bau 2019: Glaser des Jahres kümmert sich um Digitalisierung

Jürgen Simon (re., mit Chefredakteur Reinhold Kober – unser Bild; Foto: Metzger) hat im großen Messefilm zur Bau über seine Beweggründe für den Besuch in der bayerischen Landeshauptstadt gesprochen: „Ich habe einen Tag für die Messe eingeplant und suche gezielt nach Lösungen, zeitintensive Abläufe in unserem Betrieb zu digitalisieren“, verriet der Glasermeister aus Mannheim; der auch in anderer Hinsicht Herausforderungen proaktiv angeht: „Wir haben die Betriebsnachfolge frühzeitig als Aufgabe erkannt, dazu habe ich seit diesem Jahr einen R+S-Handwerker im Unternehmen, der in Kürze seine Fortbildung zum Glasermeister in Angriff nimmt und Schritt für Schritt mehr Verantwortung übernehmen soll.“ Auch dessen junges Alter von 22 Jahren trage dazu bei, dass die Digitalisierung in der ältesten Glaserei Mannheims immer wichtiger wird.

Unseren großen Messefilm, für den wir neben dem Glaser des Jahres Jürgen Simon Schüco-CEO Andreas Engelhardt und Alumat-Chefin Claudia Rager-Frey vor die Kamera geholt haben, erleben Sie ab dem 16.1. exklusiv auf www.gff-magazin.de sowie in der kommenden Ausgabe des Emailnewsletters GFF Report.


Bau 2019: Wicona goes green

Die Wicona-Geschäftsführung setzt sich seit dem 1. Januar 2019 aus einem Triumvirat zusammen: Ralf Seufert, Vorsitzender der Geschäftsführung, Dr. Werner Jager, Geschäftsführer Technisches Marketing, Geno Shulew, Geschäftsführer Finanzen.

Inhaltlich hat sich das Systemhaus vorgenommen, bis Ende 2019 40 Prozent der Produktion auf Infinite Aluminium basieren zu lassen. Also einem Material, das zu mindestens 75 Prozent aus recyceltem Aluminium besteht. Vor allem bei Architekten sei dies aus Nachhaltigkeitsgründen sehr gefragt. Wicona werde mit der Maßnahme 20.000 Tonnen an CO2 einsparen. Bei den Produkten legt der Hersteller einen Fokus auf großflächige Elemente wie Wicslide oder Wictec EL Evo mit schmalen Ansichtsbreiten.


Bau 2019: Barrierefreiheit in Bewegung

Das Thema Barrierefreiheit (unser Bild; Foto: Kober) ist an vielen Ständen auf der Münchner Leitmesse präsent. Dabei mutet es kurios an, dass just in dem Augenblick, da die viel diskutierte Nullschwelle – wenngleich mit abweichender thermischer Performance – das Sortiment so gut wie aller Lösungsanbieter bei Profilen erreicht hat, das ift auf Ergebnisse eines öffentlich finanzierten Forschungsprojekts verweist, nach denen stattdessen nun die sog. Überrollbarkeit als conditio sine qua non an deren Stelle trete; mit anderen Worten: Wurde jahrelang die in der DIN 18040 genannte Voraussetzung technischer Machbarkeit als Feigenblatt für Pseudobarrierefreiheit mit zwei Millimeter hohen Schwellen genutzt, werden Lösungen wie die Magnetdoppeldichtung von Alumat nun ausgebremst, indem die Schwellenhöhe als Kriterium gleich ganz in den Hintergrund zu rücken scheint.

Claudia Rager-Frey von Alumat hat dazu im offiziellen Messefilm von GFF zur Bau 2019 Stellung genommen, sie finden diesen ab dem 16. Jänner auf www.gff-magazin.de sowie in der nächsten Ausgabe unseres Emailnewsletters GFF Report.


Bau 2019: Alukon verpasst sich Facelifting

Am Abend des ersten Messetages präsentierte die Hörmann Gruppe auf einer Pressekonferenz Informationen zu Unternehmen und Produktneuheiten. Persönlich haftender Gesellschafter Martin J. Hörmann (unser Foto) zeigte sich mit der Unternehmensentwicklung in den vergangenen Jahren zufrieden bzw. – das gilt immer dann, wenn er einen guten Tag gehabt habe – sehr zufrieden; er ließ sich aber keine Details entlocken. Insgesamt erwirtschaftet Hörmann einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro. Produktseitig konzentriert sich das Unternehmen auf der Bau u.a. auf SmartHome-Lösungen. Insgesamt gibt es 77 Neuheiten zu entdecken.

In der Sonnenschutzsparte sprach Alukon-Geschäftsführer Klaus Braun u.a. über die Entwicklung des Unternehmens am Standort Konradsreuth. Neben Baumaßnahmen gibt es auch Änderungen nach außen. Seit heute tritt Alukon mit neuem Logo auf.


Bau 2019: bei Kneer Holz im Kommen

„Wir haben ein Umsatzplus von fünf Prozent erwirtschaftet“, blickt Florian Kneer (unser Bild; Foto: Kober) auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück. Dabei gilt die gleiche Einschränkung wie – in anderer Größenordnung – bei Schüco: einen besser funktionierenden Bauablauf bei den Vorhaben vorausgesetzt, an denen Kneer beteiligt war, hätte es ein noch besseres Ergebnis sein können. Übrigens: In Sachen HR legt der Fensterproduzent selbst die Basis für die personellen Ressourcen der Zukunft, mit einer beeindruckenden Ausbildungsquote von 45 Lehrlingen bei 700 Beschäftigten. „Besonders freut mich persönlich, mein Großvater Alois war Schreiner, dass die Holzelemente 2018 überproportional zu unserem Plus beigetragen haben“, sagt der Unternehmensinhaber und verweist stellvertretend auf die Haustürrange HT 82.

Wir berichten in unserer Märzausgabe über die Topthemen von der Bau und drucken ein ausführliches Exklusivinterview mit Florian Kneer.


Bau 2019: Bayerwald drückt aufs Gaspedal

Die Firma Bayerwald stellt auf der Bau u.a. eine Fensterscheibe aus eigener Produktion mit einer Beschichtung vor, die schlechte Gerüche etc. bindet und aus der Raumluft entfernt. Ein Staubsauger für das Fenster sozusagen. Wie Geschäftsführer Jürgen Hartrampf sagt, habe Bayerwald 2018 zum zweiten Mal in Folge ein Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich erzielt. Derzeit investiert das Unternehmen umfangreich in die Weiterentwicklung der Fertigung, um der Nachfrage gerecht zu werden.