glasstec: Lattuada feiert 40. Geburtstag

Am ersten Messetag hat Adelio Lattuada (re., mit Sergio Cosano von Mappi – unser Bild; Foto: Kober) Kunden, Vertriebspartner und Lieferanten, Journalisten und Freunde des Unternehmens eingeladen, das 40-jährige Bestehen des Familienbetriebs zu feiern. Mit dem Bus ging es zur Eventlocation Classic Remise, wo Dutzende auf Hochglanz polierter Oldtimer bestaunt und fotografiert wurden. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, mit Adelio, Michela und Nicola Lattuada auf die Historie des 1978 in Carbonate in der Provinz Como gegründeten Maschinenbauers zurückzublicken, Weggefährten wie der zwei Jahre zuvor in Düsseldorf verabschiedete Hans Füldner unterstrichen den hohen Stellenwert persönlicher Verbindungen in der internationalen Glasbranche: „Mein freundschaftlicher Kontakt zu den Familien hat die Zeitspanne meiner aktiven beruflichen Tätigkeit überdauert.“

GFF verschafft sich heute auf dem Messestand von Adelio Lattuada einen Überblick über die Messethemen, die längst Aspekte der Robotik einschließen, wo früher mechanische Details neuester Kantenschleifer im Vordergrund standen; wir berichten in GFF 12/18 – Erscheinungstermin ist der 14. Dezember.


glasstec: Schwingendes Auto hängt an Dünnglas

Ein auf dem Kopf stehendes Auto, das nur an zwei superdünnen Glasscheiben hängt: Im Rahmen der Sonderschau glass technoloy live in Halle 11 präsentiert das Gemeinschaftsprojekt „Gravity“ von Seele, Define Engineers und Carpenter Lowings die technologischen Fortschritte in Glasverarbeitung, Klebstoffentwicklung, Präzisionstechnik und Fertigung. Die Verbindung zu den jeweils 985 mal 1.950 Millimeter großen und zwei Millimeter dicken laminierten Glasscheiben macht der transparente Silikonklebstoff (TSSA) Dowsil von Dow möglich. Die optisch und physisch leichte Struktur kommt ohne mechanische Verbindungen aus und ist hoch belastbar. „Gravity“ ist das Ergebnis eines Prozesses, an dem Ingenieure, Architekten, Verarbeiter und Zulieferer mitgewirkt haben.

Foto: Friedrichs



glasstec: Bohle stellt Glas-Schiebetürsystem vor

Der erste Messetag startet mit einem Besuch bei Bohle. In Halle 9, Stand A42, stellt der Anbieter aus Haan das Glas-Schiebetürsystem der neuen Generation, MasterTrack FT, vor. Die Messebesucher können sich vor Ort von der Leichtgängigkeit überzeugen. Weitere Merkmale sind das innovative Rollensystem und die einfache Montage. Mit wenigen Handgriffen ist das System nach Angaben von Bohle an Wand oder Decke installiert.

GFF berichtet mehrmals täglich im Liveticker auf www.gff-magazin.de über alles Wissenswerte auf der glasstec, die Ausgabe mit der gedruckten Messenachberichterstattung erscheint am 14. Dezember 2018.

Foto: Friedrichs


glasstec: Messedebüt für neuen Lisec-Boss

Ing. Gottfried Brunbauer (58; unser Bild – Foto: Kober) ist seit diesem Jahr CEO beim österreichischen Anlagenbauer Lisec. GFF-Online traf den Spitzenmanager zu Messebeginn an Tag eins und sprach mit ihm über Strategien, das selbst gesteckte Umsatzziel („Das habe ich übernommen“) von 400 Millionen Euro bis 2024 – zuletzt bilanzierte die in Hausmening ansässige Gruppe 210 Millionen Euro – zu erreichen. Brunbauer verwies darauf, dass unter seinem Vorgänger Mag. Othmar Sailer die Transformation von einem über Jahrzehnte durch Gründer und Genius KR Peter Lisec geführten Unternehmen zu einer Management-geführten Gruppe erfolgte; dabei machte er deutlich, dass der Anlagenbauer in dieser Phase „stark mit sich selbst beschäftigt“ gewesen sei, nun aber die klare Priorität wieder auf Innovation, Kundenperformance und effizienten Verarbeitungsprozessen liege.

GFF berichtet mehrmals täglich im Liveticker auf www.gff-magazin.de über alles Wissenswerte auf der glasstec, die Ausgabe mit der gedruckten Messenachberichterstattung erscheint am 14. Dezember 2018.


Hier werden Sie zum TÜV-zertifizierten Montageleiter Fenster/Türen

Heute hat GFF-Redakteurin Andrea Mateja beim ersten von zwei Modulen der TÜV-zertifizierten Weiterbildung zum Montageleiter Fenster/Türen, angestoßen von Tremco Illbruck, Mäuschen gespielt. In der TÜV Rheinland Akademie in Eschborn, Frankfurt, nahmen sieben Teilnehmer an der Schulung teil. Andreas Zimmermann (unser Foto; li.), verantwortlich u.a. für die technische Fachplanung bei Tremco, ging mit den Teilnehmern sowohl das neue Baurecht als auch Planungsgrundlagen sowie weitere für die Montage wichtige Aspekte durch. „Mit dieser Fortbildung wollen wir erreichen, dass der Fensterbau nicht mehr stiefmütterlich behandelt wird“, sagt Zimmermann. Es gehe darum, die Qualität der Montageausführungen in der Branche zu steigern.

In der Dezemberausgabe von GFF finden Sie einen ausführlichen Bericht zur Weiterbildung inklusive Stimmen einzelner Teilnehmer.


glasstec 2018: GFF ist dabei – mit Kamera

1.230 Aussteller auf 64.000 Quadratmeter Fläche, gut 40.000 Fachbesucher – das waren die Zahlen der Messe Düsseldorf für 2016. Aber jetzt, zum 25. Jubiläum der Riesenschau am Rhein, soll alles noch ein bisschen größer, schöner und vielleicht auch höher frequentiert sein. Das Filmteam von GFF fragt nach bei Birgit Horn, der Organisatorin, spricht mit Hegla über neue Gesichter und einen ganz neuen Gruppenzuschnitt und interviewt Bohle-Vorstandschef Arne Klöfkorn. Dazu schildern Chefredakteur Reinhold Kober (unser Bild; Foto: Friedrichs) und Kirsten Friedrichs ihre Eindrücke aus den Hallen, übrigens mehrmals jeden Tag auf www.gff-magazin.de ebenfalls im immer beliebter werdenden GFF-Liveticker. Ebendort finden Sie in der Folgewoche diesen Film, weiteres Alleinstellungsmerkmal unserer Medienmarke.


GFF BW gratuliert PLW-Siegerin Lena Strobel

50 anwesende Delegierte haben heute beim Fachverband Glas Fenster Fassade Baden-Württemberg (GFF BW) mit einem herzlichen Applaus die hervorragende Leistung von Lena Strobel (26; mit Geschäftsführer Waldemar Dörr – unser Bild, Foto: Kober), Glaserin in der Fachrichtung Fensterbau von Strobel GmbH Ludwigsburg, beim Praktischen Leistungswettbewerb (PLW) der baden-württembergischen Glaser anerkannt. Mit einer Gesamtbewertung in Höhe von 288 von 300 Punkten („Einen doofen Fehler habe ich gemacht, sonst hätte ich die 290 Punkte-Marke erreicht“) siegte die Handwerkerin vor ihren Kollegen Cedric Waringer (21; Fensterbau Schnitzler in Tübingen-Hirschau) und Frederic Bührmaier (19; Bührmaier Fensterbau in Aalen bzw. Leinzell – Ausbildung bei Fensterbau Grathwol in Sulz am Neckar-Bergfelden). Die Leistungen der drei Kammersieger hätten in den vergangenen Jahren nach Auskunft Dörrs ausnahmslos zum Sieg gereicht.

GFF berichtet in der nächsten Ausgabe des Emailnewsletters GFF Report sowie ausführlich in seiner Dezemberausgabe über die Delegiertenversammlung.


Fenstertage: Mut haben für Neues

Mit Standing Ovations hat das Auditorium zu Beginn der Fenstertage Bernhard Helbing gebührend aus dem Amt des ift-Vorstandsvorsitzenden verabschiedet. Am Vorabend hatte er, wie berichtet, seinen Rückzug angekündigt. Inzwischen steht der Nachfolger fest: Oskar Anders. Ihm zur Seite steht im neu gewählten zwölfköpfigen Gremium Dr. Stefan Lackner von Raico.

Die Fenstertage eröffnete anschließend Prof. Ulrich Sieberath, der in seinem Vortrag auf Grenzen einging: sei es in Bezug auf Handelsbarrieren (Brexit) oder auf die Machbarkeit technischer Konstruktionen. Im Vortragsprogramm erläuterte ift-Fachmann Norbert Sack, dass sich einbruchhemmende Elemente auch in hochwärmedämmendem Mauerwerk normgerecht befestigen lassen. Der Putz sollte allerdings mit einem Armierungsgewebe versehen sein, um Angriffen auf die Befestigungsmittel vorzubeugen. ift-Mann Knut Junge ging auf die neue ift-Richtlinie zur Barrierefreiheit ein. In Bezug auf Schwellen sagte er, dass die Geometrie für die Überrollbarkeit entscheidender sei als deren Höhe. Bei der Planung müssten die konkreten Anforderungen der Bewohner beachtet werden. Nutzer von Rollatoren hätten beispielsweise mehr Schwierigkeiten als Rollstuhlfahrer. Peter Schober von der Holzforschung Austria stellte neuartige Fensterkonstruktionen vor, die sich dank Vakuumglas umsetzen lassen. Zukunftsmusik – noch. „Haben Sie den Mut, solche Konstruktionen umzusetzen“, rief Schober den Fensterbauern entgegen.


ift: Generationenwechsel eingeläutet

Generationenwechsel beim ift Rosenheim: Auf der Pressekonferenz am Vorabend der Rosenheimer Fenstertage kündigte das Institut zukunftsweisende Entscheidungen an. So wird Vorstandsvorsitzender Bernhad Helbing nicht mehr für dieses Amt kandidieren. „Ich habe es gern gemacht. Es hat mir Spaß gemacht“, sagte Helbing unmittelbar vor der Mitgliederversammlung, die den Nachfolger küren sollte. „Ich gebe das Amt in gute Hände“, hüllte sich Helbing hier noch in Schweigen (Das Wahlergebnis reichen wir nach). Auch Insitutsleiter Prof. Ulrich Sieberath bereitet seinen Abschied vor. Der Nachfolger ist mit Prof. Jörn P. Lass von der Hochschule Rosenheim bereits gefunden. Er wird ab Herbst 2019 stellv. Institutsleiter, ehe er 2020 den Posten von Sieberath übernimmt, der sich dann in den Ruhestand verabschiedet.

In den Hintergrund rückte da fast die Nachricht, dass das ift weiterhin wächst: 21,9 Millionen Euro Umsatz und damit 900.000 Euro mehr als im Vorjahr erzielte das Institut.

Morgen berichten wir hier vom ersten Tag der Rosenheimer Fenstertage.


Advanced Building Skins: Fassaden der Zukunft schon heute

In Bern findet heute und morgen die internationale Konferenz „Gebäudehülle der Zukunft“ (Conference on Advanced Building Skins) statt. In einer der heutigen Morgensessions drehte sich alles um die Optimierung der Gebäudehülle. Johann Loux von Gruner Roschi berichtete, wie bei einem Projekt die Planungsmethode BIM half, die Fassade für den sommerlichen Wärmeschutz zu optimieren. Wie beim vollverglasten Festo-Hochhaus eine Abluftfassade für diesen Wärmeschutz sorgt, erläuterte Michael Wengert von Pfeil & Koch Ingenieurgesellschaft. In einer weiteren Session ging es um die forensische Architektur: Welche Schlüsse lassen sich aus Fehlern am Gebäude ziehen? Wie lässt sich die Lebensdauer der Gebäudehülle voraussagen?

Am Nachmittag geht es weiter mit Praxisbeispielen zu parametrischem Design und digitaler Fertigung. Zuletzt steht noch das sog. Retrofitting der Gebäudehülle auf dem Programm.

Alles zur Tagung lesen Sie in der GFF-Novemberausgabe.