Smarte Fenster und Fassaden fertigen

Unter dem Motto „Smarte Gläser – Technologien, Maschinen & Technologien“ hat das Forum Glastechnik des VDMA zur 23. Sitzung nach Frankfurt eingeladen. Auf dem Programm standen Vorträge rund um die Fertigung von intelligenten Fenstern und Fassaden, die Laserbearbeitung von Glas sowie Technologien zur Herstellung smarter OLED-Anwendungen. Den Auftakt machte Prof. Sabine Hoffmann von der TU Kaiserslautern. Im Forschungslabor, dem Living Lab smart office space, hat sie die Wirkung von elektrochromem Glas auf die Behaglichkeit der Menschen und die Energieeffizienz von Gebäuden untersucht. Praktische Versuche mit Probanden hätten, so die Wissenschaftlerin, den positiven Effekt auf die Tageslichtverfügbarkeit und die Vermeidung von Blendung bestätigt. In einem weiteren Vortrag referierte Dr. Heinrich Ostendarp, Geschäftsführer der Schollglas GmbH, über die Entwicklung einer mobilfunktauglichen Isolierverglasung. Hinter modernen Ganzglasfassaden sei vielfach kein mobiles Telefonieren mehr möglich. Die neue Lösung behebe dieses Problem: Sie sei durchlässig für Mobilfunkwellen, zudem blieben technische Eigenschaften des Glases erhalten. Mit der Fertigung von intelligenten Fenstern auf Basis der Flüssigkristalltechnologie befasste sich Dr. Jens Osterodt von der Merck KGaA (s. Foto). Das Unternehmen hatte Ende 2017 eine Produktionsstätte zur Herstellung von Flüssigkristallfenster-Modulen im niederländischen Veldhoven in Betrieb genommen.

Wie die Produktion bei Merck vonstatten geht und welche weiteren Neuentwicklungen aus den Reihen der Glasmaschinen und -anlagenbauer kommen, lesen Sie in der Oktoberausgabe von GFF.

Foto: Friedrichs


Armin Leinen: So geht Kundenbegeisterung

Kundenbegeisterung ist das entscheidende Merkmal, um sich im harten Preiskampf von Wettbewerbern abzuheben, bessere Marktpreise zu generieren und wertvolle Weiterempfehlungen zu erzielen. Kundenbegeisterung können wiederum nur motivierte Mitarbeiter erzeugen, so dass der Unternehmenskultur eine große Bedeutung zukommt. Das ist die Überzeugung von Armin Leinen, langjähriger Leiter der Coplaning-Akademie [Denk]house im luxemburgischen Junglinster. Mittlerweile hat sich der Erfolgscoach mit seiner eigenen Marke im Unterallgäu selbstständig gemacht und bietet die Praxisseminare für Unternehmer, Verkäufer und Monteure/Facharbeiter direkt bei den Kunden vor Ort an.

Bei seinem Besuch der GFF-Redaktionsräume in Bad Wörishofen sprach Chefredakteur Reinhold Kober mit Leinen (re; Foto: Metzger) über sein neues (Berufs)leben und über Tipps, die Fachbetriebe wirklich weiterbringen. Die Inhalte des Gesprächs lesen Sie in der GFF-Oktoberausgabe, ein kurzes Videointerview finden Sie in Kürze auf unserer Webseite.



BF-Präsi Dreisbusch, GF Grönegräs und die DIN 18008

Was für ein Sommer: Auch wenn es – insbesondere im Normenausschuss – nicht jedem gefällt, setzt GFF seine Berichterstattung zur künftigen Ausgestaltung der DIN 18008 fort und trifft heute Unternehmer und BF-Präsident Thomas Dreisbusch (re.) sowie Jochen Grönegräs, den Geschäftsführer des Verbandes, im fränkischen Goldbach. Was als Interview über die Beweggründe für Dreisbuschs ehrenamtliches Engagement und das Verhältnis zu seinen fensterbauenden Kunden geplant war, erhält nun eine zusätzliche Aktualität durch die kontrovers diskutierten Vorgänge rund um die Einspruchssitzung; deshalb stand neben dem Vorsitzenden auch der Leiter der Geschäftsstelle in Troisdorf Rede und Antwort.

Übrigens: Natürlich haben wir stellvertretendem Obmann Prof. Dr. Jens Schneider (TU Darmstadt), der Einseitigkeit in unserer Berichterstattung beklagte und dazu einen nicht Netiquette-konformen Mailverteiler einschließlich unserer Werbepartner und Wettbewerber wählte, Gelegenheit gegeben, zu den Schilderungen Eberhard Achenbachs (siehe www.gff-magazin.de) aus der von dem Gelehrten teilweise begleiteten Einspruchssitzung in einem Interview Stellung zu beziehen – allein, er lehnte ab.

Die Interviews mit ö.b.u.v. Sachverständigem Achenbach, BIM Martin Gutmann sowie BF-Präsi Dreisbusch mit Verbandsgeschäftsführer Grönegräs lesen Sie nur in GFF 10; wir werden aber auch nicht aufhören, zu filmen – versprochen.


BIM Martin Gutmann im Exklusivgespräch

Im Gezerre um die von BF-Seite betriebene Normenverschärfung profiliert sich in der Glaser-Innung Niedersachsen mit Akzenten in der Einspruchsitzung und der exklusiv in GFF getätigten Ankündigung des von den Norddeutschen beauftragten ö.b.u.v. Sachverständigen Eberhard Achenbach, die geänderte Entwurfsfassung im Technischen Informations-Ausschuss (TIA) der Innung kommentieren zu wollen, ausgerechnet der Landesverband, der aus dem BIV ausgetreten ist. Und für die nach der Wahlposse von Halle im Herbst anstehende Wiederholung der Entscheidung für den künftigen Bundesvorstand stehen noch immer die Kandidaten nicht fest: Das sind die Themen, über die GFF heute in Hanau exklusiv mit dem amtierenden Bundesinnungsmeister (BIM) Martin Georg Gutmann diskutiert – Film folgt in Kürze auf www.gff-magazin.de, eine ausführliche Printberichterstattung in der Messeausgabe zur glasstec.


Gealan: Technologiezentrum und Verkaufen 4.0

Großer Bahnhof in Oberkotzau (Oberfranken): Mit vielen Gästen aus der Fensterbranche hat Gealan bei hochsommerlichen Temperaturen am Unternehmenssitz nahe Hof sein modernes Technologiezentrum eröffnet. Auf der Höhe der Zeit präsentierte sich nicht nur das Programm mit der Diskussionsrunde „Digitalisierung“, Alexander Aust (unser Bild; Foto: Kober) verblüffte – wie partiell auf der FENSTERBAU FRONTALE – mit einer Augmented Reality-Anwendung. Damit lässt sich, wie der Geschäftsführer der Gealan Dienstleistung GmbH zeigte, nicht nur via Smartphone das gewählte Objekt, derzeit sind die Systeme Kubus und Lumaxx verfügbar, in 3D darstellen und beliebig drehen. Auch Bewässerungssituationen und Schallschutzfeatures lassen sich virtuell erleben – sowie ein kompletter Showroom. Nach GFF-Informationen soll das Tool bis Ende des Jahres für Kunden des Profilgebers erhältlich sein, die damit ihre Händler versorgen können; Marketing Consultant Thomas Horter kündigte bereits weitergehende Individualisierungsoptionen an.

GFF berichtet im September über die Eröffnung des Technologiezentrums und erhielt Gelegenheit, die Geschäftsführer Ivica Maurović (Vors.) und Tino Albert für ein Videointerview vor die Kamera zu holen – den Film sehen Sie nur auf www.gff-magazin.de.