Maco und Hautau: Kooperation statt feindliche Übernahme

Am 15. Juni 2018 hatte die österreichische Maco-Gruppe die Übernahme der Mehrheitsanteile von Hautau bekanntgegeben. Bei einer Pressekonferenz am Standort des Schiebelösungsanbieters im niedersächsischen Helpsen (s. Foto) stellten sich beide Unternehmen den Fragen der Fachpresse.

Die Akquisition wird rückwirkend zum 1. April 2018 wirksam, Maco hält künftig 75 Prozent der Anteile von Hautau. „Wir streben eine Kooperation an, keine feindliche Übernahme“, versicherte Guido Felix, Geschäftsführer Produktion, Technik & Supply Chain von Maco. Ziel sei ein deutliches Wachstum auf beiden Seiten – auch personalmäßig. In den kommenden Wochen werde man Synergieeffekte, z. B. in den Bereichen Produktentwicklung, Produktion, IT, Technik und Einkauf, ausloten, um den Expansionsweg gemeinsam weiterzugehen.

„Wir haben es mit einer zunehmenden Konzentration am Markt und mehr Global Playern zu tun“, sagte Frank Jedamksi, Kaufmännischer Geschäftsführer von Hautau. „Da macht ein starker Partner an unserer Seite Sinn.“ Die Marken Maco und Hautau werden unabhängig voneinander weitergeführt, auch an der Vertriebsstruktur soll sich nichts ändern. „Alle bisherigen Ansprechpartner für unsere Kunden bleiben bestehen“, bestätigte Jedamski.

Mehr über die Hintergründe der Übernahme und die künftige Ausrichtung lesen Sie in GFF 9-2018.

Foto: Friedrichs


Schreiner BW: Dünn is beautiful

Die Gewichtsproblematik aufgrund der Marktanteilsgewinne von Dreifachaufbauten und zunehmend geforderter Glasfunktionen wie Schallschutz usw. beherrscht die Branche thematisch seit Jahren, bestätigt Jürgen Saal, Vertriebsaußendienst für den Saint-Gobain-Isostandort Glassolutions Bamberg für Deutschlands Süden: „In meinen Vorträgen frage ich immer zu Beginn, was die Kunden am Glas stört. Dauerzweiter bei den Antworten nach dem Preis ist das Gewicht.“ Dieser Störfaktor ist dem Landesfachverband Schreiner Baden-Württemberg mit Sitz in Stuttgart nicht entgangen, verweist technischer Berater Horst Kastner (re., mit Fensterproduzent Heinrich Hauber vom gleichnamigen Mitgliedsbetrieb in Sperrhof/Jagstzell; unser Bild – Foto: Kober) auf entsprechende Aktivitäten des Ausschusses Fenster und im Speziellen einer 15-köpfigen Projektgruppe. Beim Besuch von GFF-Online in Jagstzell wurden die Vorteile des Aufbaus 3/3/3, den Glassolutions zu handwerkskompatiblen Konditionen – d.h. ohne unrealistische Mindestabnahmen und Preisaufschläge – liefert, ebenso deutlich wie ungeachtet aller vorhandenen statischen Prüfzeugnisse und zehnjähriger Erfahrungswerte weiter fortbestehende Bedenken.

GFF berichtet in seiner Septemberausgabe auf einer Doppelseite über das Entstehen der Kooperation und hat zur Beurteilung der Auswirkungen mit Mitarbeitern in Montage und Fertigung gesprochen; Kastner stellen wir in einer der nächsten Ausgaben des Emailnewsletters GFF Report vor.



Exkursion: Welchen Stil sehen Sie hier?

Gestern und vorgestern haben die Meisterschüler der GFF-Fachschule in Karlsruhe theoretische Kenntnisse über die vergangene Architektur erlangt. Von der Romanik bis zum Bauhaus – jetzt sind sie mit den Merkmalen der verschiedenen Stile vertraut, oder? Um das Wissen noch einmal zu festigen, führt Jürgen Sieber die Schüler durch Karlsruhe und zeigt ihnen Bauwerke aus Barock und Co. „Was sehen Sie hier?“, fragt er immer wieder. Und tatsächlich, viele Schüler können die betrachteten Architekturstile und ihre Merkmale auf Anhieb erkennen. „So eine Resonanz hatte ich in den letzten vier Jahren nicht“, freut sich Sieber.

Mehr über den Stilkunde Unterricht von Jürgen Sieber und die nächste Glasermeister-Generation lesen Sie in der Septemberausgabe von GFF.

Foto: Mateja


Stilkunde-Unterricht bei Jürgen Sieber

GFF-Redakteurin Andrea Mateja drückt heute wieder die Schulbank. Zusammen mit Meisterschülern der GFF-Fachschule in Karlsruhe lauscht sie dem Stilkunde-Vortrag von Jürgen Sieber, dem ersten Vorsitzenden des GFF-BW. „Herr Sieber ist mit vollem Elan dabei“, sagt Meisteranwärter Kai Schäfer. Von Putte bis Kapitell – Sieber bringt den Schülern viele wichtige Begriffe aus der Architektur vergangener Epochen näher.

Mehr über die zukünftigen Meisterpraktiker und den Unterricht bei Jürgen Sieber lesen Sie in der Septemberausgabe von GFF.

Foto: Mateja


Redaktionsworkshop und Themenarbeit fürs zweite Halbjahr

Heute haben sich alle Redaktionsmitglieder von GFF aus Nah und Fern versammelt (neben den Homies Reinhold Kober, Matthias Metzger und Andrea Mateja reisten die Neuzugänge Kirsten Friedrichs und Regine Krüger aus Hannover an), um Inhalte der kommenden Ausgaben zu planen und für unsere Leser relevante Themen zu diskutieren. Neben Blattkritik und einem Vorstellungsvideo der Redaktionsmannschaft (in Kürze auf www.gff-magazin.de) waren Schwerpunkte die Septembernummer zur glasstec inklusive Brainstorming und geeignete Rubriken, die Nachberichterstattung zur Messe und eine groß angelegte Endverbraucherbefragung zur Bau in München. Die Redaktion beschäftigte sich auch mit dem Onlinekonzept und weiteren Verbesserungen für Newsletterprodukte und Facebook.

Foto: Lisa Gabriel


Zwei Drittel aller Probleme betreffen die Montage

Der ift-Expertentag-Montage in Rosenheim kam gut bei den Besuchern an. Während gestern die Themen Bauwerksabdichtung und korrekte Dokumentation bei der Durchführung und Abnahme behandelt wurden, ging es heute um die Themen Schadensfälle und handwerkliche Details bei Baukörperanschlüssen, einbruchhemmende Fenster in hochdämmenden Mauerwerken, dem ift-Montageplaner und der fachgerechten Bemessung von Vorwandsystemen. „Zwei Drittel aller Probleme, die das ift-Sachständigenzentrum erreichen, drehen sich um die Montage“, sagt Ingo Leuschner vom ift Rosenheim(im Bild vorne, Foto: Mateja). Oft hänge das aber mit den immer größer werdenden Qualitätsansprüchen der Bauherren an Bauelementen im visuellen Bereich zusammen. Viele Redner betonten zudem, wie wichtig eine ordentliche Planung zur Fehlervermeidung sei – unterstützen kann dabei der ift-Montage-Planer. Teilnehmer Peter Spier vom Sachverständigenbüro STS-Partner sagt: „Wenn Architekten und Planer sorgfältiger planen, gibt es auch weniger Probleme für die Fachmänner auf den Baustellen.“

 


Isolar Gruppe wächst

Die Isolar Gruppe wächst. Drei neue Mitglieder präsentierte der Zusammenschluss mittelständischer Isolierglashersteller bei seiner Tagung in Fichtenau. Wie Aufsichtsratsvoesitzender Hans-Joachim Arnold sagt, geht er davon aus, dass in den nächsten Jahren zwei bis vier neue Mitglieder jährlich hinzukommen. Die Tagung selbst bot interessante Vorträge, die Zukunftschancen der Glasbranche beschrieben. Herrmann Dehner von Arcon stellte ein Beschichrungsverfahren vor, mit dem sich die Reflexionsfarbe von Sonnenschutzglas individuell einstellen lässt, ohne dass technische Werte beeinflusst werden. So greifen Architekten auf individuelle Lösungen zurück. Der Fassadenplaner Will Laufs stellte Möglichkeiten vor, Glasprodukte auf dem amerikanischen Markt in Ausschreibungen hineinzubekommen. Gefragt seien demnach spezielle Produkte mit Eigenschaften wie Explisionsschutz oder Hurricane-Schutz. Generell gehe es darum, eine Anwendung zu verkaufen – und nicht nur ein Produkt.


Glasstec Preview: Time to talk

Einen Vorgeschmack auf die Glasstec 2018, die vom 23. bis 26. Oktober ihre Tore öffnet, gab es heute bei der Preview in Düsseldorf. Unter dem Motto „Time to talk“ stellten sich Aussteller den Fragen der Journalisten. Zu dem Großevent werden mehr als 1.230 Aussteller aus über 50 Ländern erwartet, die der Branche Neuheiten, Trends und Lösungen präsentieren. Im Mittelpunkt des Rahmenprogramms zeigt die Sonderschau „glass technology live“ Industrieprodukte u. a. von Merck, Josef Gartner und Sedak/Seele, aber auch experimentelle Exponate wie Sandwich-Konstruktionen oder eine Bioenergiefassade. „Wir möchten unsere Position als Weltleitmesse in der Branche weiter ausbauen“, sagt Birgit Horn, Director Glasstec.

Den ausführlichen Vorbericht zur Glasstec lesen Sie in der Oktoberausgabe von GFF.

Foto: Friedrichs


Internationale Konferenz zu Beschichtungen auf Glas

In Würzburg findet diese Woche die zwölfte Internationale Konferenz zu Beschichtungen auf Glas und Plastik (ICCG) statt. GFF war heute vor Ort und hat sich den ersten Veranstaltungstag angesehen. Michael Robinson sprach über digitales Glas als disruptive Technologie. Nach seinen Angaben wird die digitale Gesellschaft auch die Glasindustrie verändern, nicht nur was Projektsteuerung, Marketing und Fertigung betrifft, sondern auch das Produkt selbst. Das Ziel müsse es sein, dass der Nutzer mit dem Glas interagiere. Noch sei die Branche allerdings nicht so weit, wie es wünschenswert wäre. „Ist es schwierig, solche Beschichtungen herzustellen? Ja. Ist es unmöglich? Nein“, motivierte der Fachmann die Branche. Prof. Dr. Sener Oktik von Sisecam präsentierte Marktdaten zum Produktionsvolumen von Flachglas im Bau- und Automobilsektor. Beschichtetes Glas werde in den nächsten Jahren zunehmen. Wie Oktik im Gespräch mit GFF erläuterte, werden Beschichtungen vermehrt zum Wärmeschutz zum Einsatz kommen, smarte Beschichtungen nehmen dagegen nur einen geringen Stellenwert ein – auch wenn elektrochrome Verglasungen zunehmen. „Relativ gesehen ist das aber nur ein kleines Segment“, sagte Oktik.


VFF diskutiert – und alle machen mit

Kurzweilige Impulsvorträge und rege Beteiligung des Publikums – so lässt sich der erste Tag des VFF Jahreskongresses in Ulm zusammenfassen. VFF-Präsident Detlef Timm (Hans Timm Fensterbau), Helmut Hilzinger (Hilzinger Fenster + Türen), Oliver Windeck (Metallbau Windeck) sowie Rechtsanwalt Prof. Christian Niemöller (SMNG) standen auf dem Podium, um verschiedene Herausforderungen der Branche darzustellen. Die Themen waren „gut abgestimmte Aufträge“, Erfolgsfaktor Bauleitung, BIM und „der Beweis mit Sachverständigen“. Im Anschluss hatten die 180 Teilnehmer in der Plenumsdiskussion die Möglichkeit, die vorgetragenen Thesen zu diksutieren. Davon wurde auch rege Gebrauch gemacht.

Die Zusammenfassung der Tagung mit Stimmen der Teilnehmer lesen Sie in der GFF-Sommerausgabe.