BF: Tageslichtkampagne in den Startlöchern

Hauptgeschäftsführer Jochen Grönegräs (unser Bild; Foto: Kober) hat bei einem Pressegespräch in Kloster Hornbach die Grundzüge der neuen Tageslichtkampagne des Bundesverbands Flachglas (BF) vorgestellt. Wie im Nachgang zum diesjährigen Glaskongress berichtet (GFF 5/18, „Ende einer Männerfreundschaft“), hat die Mitgliederversammlung dem Vorschlag des Vorstands stattgegeben, vorerst für ein Jahr 100.000 Euro in die Kampagne zu investieren, die vor allem emotional präsentiert sein soll – ohne den bisher oft vorherrschenden Fokus auf die technischen Assets des transparenten Baustoffs. Laut Grönegräs steht die Webseite kurz vor dem Golive. Im Filminterview mit GFF-Online, an dem Thomas Stukenkemper als Sprecher des AK Marketing beteiligt war, bekannte Grönegräs, sehr lange als Fenster-/Glasbranche auf dem Thema Wärmedämmung herumgeritten zu sein. Galionsfigur der Kampagne ist der Hamburger Tageslichtplaner Prof. Peter Andres.

GFF berichtet kompakt in seiner großen Sommerausgabe über den Fachpresseevent in Kloster Hornbach, fasst die Präsentation von Geschäftsführer Grönegräs in der nächsten Ausgabe des Emailnewsletters GFF Report zusammen und veröffentlicht in Kürze das exklusive Videointerview mit ihm und Thomas Stukenkemper.


Auf Wachstumskurs

Zum 40-jährigen Jubiläum hat TS Aluminium zu einer Pressekonferenz in sein Stammhaus am Standort im niedersächsischen Großefehn eingeladen. Das Unternehmen hat sich vom Zwei-Mann-Betrieb zum führenden Systemgeber für Wintergärten und Terrassendächer entwickelt. 75 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet TS Aluminium mit dem Vertrieb von Aluminiumprofilen, 25 Prozent werden als vor konfektionierte Produkte angeboten. Um die Kapazitäten weiter ausbauen zu können, will das Unternehmen, das in zweiter Familiengeneration von Rainer Trauernicht (2. v. l.) geführt wird, in eine eigene Beschichtungsanlage investieren. Baubeginn soll 2019 sein.

Den vollständigen Bericht über das Jubiläum von TS Aluminium lesen Sie in der Ausgabe 7-8/2018 von GFF.

Bild: Friedrichs



Technik für Metallbauer

Zirka 40 Metallbauer folgten der Einladung von Wicona und Esco in das Frankfurter Next Studio. Wicona informierte unter dem Motto Metallbau direkt u.a. über sein neues Fenstersystem Wicline 75 Max mit dem in den Rahmen integrierten Griff, höherem Glasanteil und weniger Glasleistenprofilen als bisher. Esco gab Tipps zur Integration von Antrieben in Fenster und Fassaden sowie deren Einbindung in die Gebäudeautomation. Metallbauer Heinz Werner Simson hatte den Weg aus Kastellaun zurückgelegt: „Der Besuch hat sich gelohnt. Ich habe mehrere Ideen für die Praxis mitgenommen von denen wir einige im Betrieb umsetzen können.“

Mehr zu Metallbau direkt und Stimmen der Teilnehmer lesen Sie in der GFF-Ausgabe 7/8-2018.

 

Foto: Mediashots


Glasbau Tag 2: Anisotropien im Griff

„Die Vermeidung von Anisotropien ist das Thema schlechthin, wenn es um den Einsatz von vorgespannten Glas in der Fassade geht.“ Das sagt Hermann Dehner, Techniker bei Arcon, im Gespräch mit GFF. Zuvor hatte er einen Vortrag zum Thema gehalten. Er hält die Inline-Messung für das geeignetste Messverfahren, da es dem Maschinenbediener sofort Rückmeldung gebe, wie sich Ofeneinstellungen auf das Glas auswirken. In Zukunft wird seiner Meinung nach mit dieser Technik auch automatisiertes Vorspannen möglich sein. Generell sei das Thema Anisotropien innerhalb der vergangenen zehn Jahre, und besonders in den zurückliegenden zwei bis drei Jahren, extrem stark in den Fokus des Marktes gerückt. Insbesondere weil jetzt auch immer verlässlichere Daten zu dem Phänomen vorliegen.


Glasbau-Tagung in Dresden – Tag 1

Heute und morgen findet in Dresden die jährliche Tagung Glasbau statt. Zwei Highlights vom ersten Tag: Michael Kothe von Thiele Glas sprach über die Vorteile struktureller PVB-Folien. Dass man Glas mit solchen Folien dünner dimensionieren kann, sei ein Vorteil. Wichtiger ist ihm allerdings, dass sich maximal auftretende Verformumgen ebenso verringern lassen wie die maximalen Spannungen. Auf den Einsatz vorgespannter Gläser kann so unter Umständen verzichtet werden.

Andreas Kasper von Saint-Gobain zeigte auf, dass die Sicherheit von ESG-H nach unternehmenseigenen Zahlen bisher deutlich unterschätzt wurde. Mit einem einzigen Bruch in der Fassade pro 10.000 Tonnen ESG-H werde das dem Heißlagerungstest gesetzte Ziel um das 25-fache übertroffen. „ESG-H ist ein sicheres Bauprodukt“, sagt Kasper. Die Versagenswahrscheinlichkeit sei gering.


Guardian: glasstec-Preview in London

Mehr als 150 Wolkenkratzer entstehen in den nächsten Jahren alleine in London, sagt Guus Boekhoudt, der als Vice President Guardian Glass für das Europa Business eines der größten Glashersteller weltweit verantwortlich ist. Mit Projekten wie Blackfriars hat das Unternehmen, das derzeit in Polen, Ungarn und auf der iberischen Halbinsel investiert, an der Themse reichlich Spuren hinterlassen. Auch sonst wirkt der architektonische Hotspot weidlich unbeeindruckt von dem, was kontinentale Beobachter an negativen Brexit-Folgen weissagen. Derweil spricht Boekhoudts Boss, Guardian CEO Kevin Baird (unser Bild; Foto: Kober) aus den USA, über ein eine Million Euro teures Projekt in der Wüste Spaniens: ein Haus komplett aus Glas, Temperaturen zwischen minus fünf und plus 40 Grad Celsius ausgesetzt. Guardian zeichnet dort ein Jahr lang sämtliche Gebäudedaten auf, nach dem derzeit eingebauten Solar Control Glass sind – so hört man – weitere Anwendungen geplant.

GFF berichtet in seiner großen Sommerausgabe Juli-August über die Informationen zur Unternehmensentwicklung und plant zur glasstec eine weitere Veröffentlichung über die technischen Themen von Guardian auf der Messe.


Metallsoftware Süd: Per Whatsapp Arbeitszeit erfassen

Heute hat die jährliche Messe Metallsoftware Süd stattgefunden – erstmals in Mannheim. „Wir wollen zu den Kunden kommen und entsprechend auch Betriebe in neuen Regionen ansprechen“, sagt Organisator Stefan Elgaß. Zuletzt hatte die Messe vier Mal in Folge in Ulm stattgefunden. Dieses Terrain sei abgegrast. In Zukunft wechselt der Standort vielleicht jedes Jahr aufs Neue.

Zu den neuen Branchenlösungen gehört ein WhatsApp-Service, mit dem der Monteur Zeiterfassung und Auftragsdokumentation einfach von der Baustelle aus erledigt – mit allen gewohnten Annehmlichkeiten des Messengers wie Video- und Fotodokumentation. Am Ende schickt die App die erfassten Daten via Mail sann den Betrieb. Auch eine Schnittstelle zu anderen Programmen sei vorhanden. Ausbremsen könnte den Service allerdings noch die neue Datenschutzgrundverordnung. Dann müsste die Programmierung laut Anbieter Zaaster womöglich in einer anderen App implementiert werden, die konform geht mit den neuen Anforderungen.

Weitere Details zur Messe lesen Sie in der GFF-Juniausgabe.


Hessisches Glaserfrühstück: Arbeitsschutz leicht gemacht

Von einem gut organisierten Arbeits- und Gesundheitsschutz profitierten Unternehmer und Mitarbeiter gleichermaßen. Unterstützung erhalten Betriebsinhaber im Glaserhandwerk, deren Betrieb Mitglied einer Innung ist, durch die Branchenlösung SIAM. Die Online-Plattform ermöglicht es, die vom Gesetzgeber geforderte betriebliche Dokumentation einzurichten und auf dem aktuellen Stand zu halten – mit geringem Zeitaufwand und in überschaubaren Schritten. Wie die Lösung genau funktioniert, zeigte Geschäftsführer Ralf Bickert heute den Teilnehmern des 10. hessischen Glaserfrühstücks. Dieses fand im Vorfeld der Jahreshauptversammlung des hessischen Landesinnungsverbands statt.

Einen Bericht zu beiden Events lesen Sie in der GFF-Juniausgabe.


Steigende Umsätze bei Glasherstellern

Der Bundesverband Flachglas (BF) hat heute zu einer Wirtschaftspressekonferenz der Flachglasbranche ins Kölner Werk von Saint-Gobain geladen. Die Stimmung war gut. BF-Hauptgeschäftsführer Jochen Grönegräs berichtete von steigenden Umsätzen bei den Glasherstellern im Jahr 2017. Auch für das laufende Jahr rechnet er mit einem Wachstum. Wohnungsneubau und der Trend zu mehr Sicherheit würden die Flachglasbranche antreiben. Das Wachstum des Isolierglasmarktes in Deutschland hinke in den letzten Jahren dem des Fenstermarktes hinterher. Das liege daran, dass immer mehr komplette Fenster aus dem Ausland – insbesondere Polen – kämen. „Wir sind weit davon entfernt, den Polen etwas zu verbieten“, betonte Grönegräs jedoch. Was diese Entwicklung langfristig für den Markt bedeute, wisse der Geschäftsführer nicht. „Wenn wir das heute schon wüssten, hätten wir eine Glaskugel.“

Mehr Details zur wirtschaftlichen Situation in der Flachglasbranche finden Sie in der Juniausgabe von GFF.

Im Kölner Werk von Saint-Gobain sprachen BF-Vertreter über die wirtschaftliche Lage in der Flachglasbranche. (v.li: Saint Gobain-Marketing Director Martin Stadler, BF-GF Jochen Grönegräs, Saint Gobain-Vertriebsleiterin Daniela Mamet, erweiterter BF-Vorstand Ralf Vornholt, BF-Vorsitzender Thomas Dreisbusch; Foto: Mateja).