FENSTERBAU FRONTALE: Profis unter sich

„Das lasse ich mir nicht nehmen“, sagt am GFF-Stand Roger Möhle (unser Bild; Foto: Kober), Geschäftsführer des Landesinnungsverbands (LIV) Niedersachsen der Glaser, und meint damit nicht nur seinen im zweijährigen Rhythmus anstehenden Besuch der FENSTERBAU FRONTALE. Gerade kommt er vom Stand des Fachverbands Glas Fenster Fassade Baden-Württemberg (GFF BW) herüber und preist wieder einmal dessen Branchenvertretung im Bereich des Fensters: „In den Jahrzehnten, die ich in der Verbandsarbeit erlebt habe, haben wir – auch schon in der Innung – Dinge, die anderswo umgesetzt sind oder unternommen werden, immer sachlich angeschaut und für uns bewertet. Eifersüchteleien bringen die Interessenvertretung für das Glaserhandwerk keinen Schritt weiter.“ Übrigens: Möhle inspiziert neben den Ständen der Verbandskollegen die technischen Neuentwicklungen bei den Ausstellern: „Es kommt vor, dass mich Betriebe, die selbst verhindert sind, bitten, nach bestimmten Lösungsansätzen die Augen offen zu halten. Diese Innovationen lasse ich mir von den Firmen zeigen und bleibe so auch selbst auf dem Laufenden.“


FENSTERBAU-Revolution: Stahlarmierung ohne Verschrauben

2019 soll es soweit sein. Dann will Graf Synergy eine Maschine auf den Markt bringen, die den Prozess der Verschraubung nach dem Einschub von Stahlarmierungen überflüssig macht. Welche Technologie sich dahinter verbirgt, wollte Geschäftsführer Gianfranco Ferranti auf Nachfrage nicht verraten. Am Messestand präsentierte das Unternehmen die Fertigungstechnik aber bereits. Verschiedene Tests habe das Unternehmen mit der Technologie erfolgreich absolviert. Jetzt gelte es, das Verfahren zu industrialisieren.



FENSTERBAU FRONTALE: smart bis hin zur Schiebetür

Sheffield Oak Concrete, Sheffield Oak Alpine und Turner Oak Malt sind die neuen Holzdekore, die Systemgeber Aluplast auf der heute beginnenden Weltleitmesse des Fensterbaus zeigt, um den Trend hin zu Holz/Alu im Holzfensterbereich für seine Lösungen zu adaptieren; dem entspricht laut Arno Bender bei der Aluminium-Vorsatzschale Aluskin Function nun die Fixierung per statischer Verklebung. So findet sich am Stand ein Exponat der Ausführung Ideal 8000 Woodec mit 2,65 Meter Höhe; einer Dimension, die wegen der thermischen Aufheizung im Dekorbereich so bis dato nicht abbildbar war. Zwei Schritte weiter stellt Bender mit Smart-Slide eine gemeinsame Entwicklung mit den Beschlagherstellern von Roto Frank vor (unser Bild; Foto: Kober), die mit nur einem zu fertigenden Flügel aufgrund der rundum verschweißbaren Zarge effizient zu verarbeiten ist und sich mit sanftem Selbsteinzug des Flügels in den Rahmen weniger hakelig und mit geringerem Kraftaufwand bedienen lässt als manche PSK-Umsetzung.


FENSTERBAU FRONTALE: Rehau setzt auf SmartHome

Die Digitalisierung in Produkte zu übersetzen, ist ein Anliegen von Rehau. Bestes Beispiel ist das als Studie vorgestellte Augmented Window, bei dem sich SmartHome-Komponenten über einen Klick auf die Fensterscheibe steuern lassen, darunter das Lüftungsfenster Geneo Inovent oder den an den Rahmen klipsbaren Einbruchwarnsensor Smart Guard. „Wir sind dabei, die Funktion des Fensters umzuwidmen, sagt Carsten Heuer, Divisionsleiter Window Solutions.


FENSTERBAU FRONTALE: Geschwindigkeit ist das Ziel

Bei Alukon schwört Geschäftsführer Klaus Braun (unser Bild; Foto: Kober) das mehr als 60-köpfige Team der Hörmann-Sonnenschutz-Dachmarke auf die erste FENSTERBAU FRONTALE ein, bei der die (mittlerweile bei den Systembauteilen angeglichenen) Schlotterer Rollcom-Produkte mit zur Range gehören. Durch die im Herbst 2016 vollzogene Akquisition erhielt Alukon im Umsatzvolumen einen Zuwachs von zirka 30 Prozent; Braun sagt im GFF-Gespräch, zu beobachten sei auch außerhalb der Gruppe die Tendenz weg vom Spezialistentum für Rollladen, textilen Sonnenschutz oder Verschattung: „Fensterhersteller gerade in industrieller Größenordnung sehen zunehmend das Gesamtgeschäft, darauf haben wir uns bei Schnittstellen mit der Produktionssoftware der Hersteller bis hin zur Einbindung von deren Bestellvorgängen in unsere Abläufe einzustellen. Geschwindigkeit ist hier das Ziel“, sagt der Geschäftsführer.


FENSTERBAU FRONTALE: GFF-Kamera im Anschlag

Ihre Multimedia-Plattform gff-magazin.de hat die Kamera in Anschlag gebracht, um mit Branchenbeobachtern wie Redakteur Matthias Metzger (unser Bild; Foto: Kober) von 21. bis 24. März 2018 das Geschehen an den mehr als 820 Ständen der FENSTERBAU FRONTALE u.a. in Bewegtbild aufzuzeichnen: Metzger erwartet an Topthemen Vernetzung von der Fertigung bis zum eingebauten (Fenster-)Produkt, moderne Profilsysteme und installationsfreundliche Beschlagtechnik, darüber sprechen wir vor der GFF-Kamera mit Hermann Frerichs (Schüt-Duis), Dr. Peter Mrosik (Profine) und Joachim Stoß (Edgetech). Unseren großen Messefilm finden Sie ab dem 26. März – natürlich nur auf www.gff-magazin.de, viel Spaß!


PHI Tag 2: Lüften wird billiger

Kostengünstige Lüftungsanlagen sind im Passivhaus gefragt, um die Mehrkosten zu senken. Das wurde gestern schon klar. Heute betonte Architekt Burkhard Schulze Darup, dass innovative Komfortlüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung inzwischen verfügbar seien, z.B. von Pluggit. Mit einem Preis von ca. 40 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche schlägt seine solche Anlage für eine Wohnheit mit zirka 3.000 Euro zu Buche. Gewöhnliche Abluftanlagen, die zum Erreichen der DIN 1946-6 ohnehin notwendig wären, lassen sich vom Preis abziehen. Die Mehrkosten betragen dann nur noch 20 Euro pro Quadratmeter Wohnraum. Das sei eine positive Entwicklung. Hinzu kommt, dass solche Anlagen den Heizbedarf um bis zu 30 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr senken. Fenster seien schon seit Längerem auf einem guten Weg, was die Mehrkosten betrifft.


48. Fenster- und Haustürentage: Antworten zum Baurecht

Die Preisverleihung zum Fensterbauer des Jahres hat gestern im Rahmen der Fenster- und Haustürentage stattgefunden. Im Anschluss hielt RA Roland Jaspers, Schick und Schaudt Rechtsanwälte, einen spannenden Vortrag zum Thema Baurecht. Schwerpunkt war das Werkvertragsrecht, dass seit dem 1. Januar 2018 für alle Verträge gilt. Er ging u.a. auf die Neuerung ein, dass Arbeitgeber Änderungen des Werkerfolgs „begehren“ können. „Der Auftragnehmer ist dazu verpflichtet, ein Angebot über die Mehr- oder Mindervergütung zu erstellen“, erklärte Jaspers (siehe Foto).

Heute folgt ein Vortrag von Andreas Bognanni, Betriebstechnischer Berater hessenTischler. Er geht auf die Befestigungsrichtlinie des TSD ein und gibt erste Erfahrungen aus der Praxis wieder.

Mehr zu den Fenster- und Haustürentage lesen Sie in der Maiausgabe von GFF.


Foto: Mateja


Passivhaustagung in München

Energieeffizienz sei es nicht, was das Bauen teuer macht. Das betont Prof. Wolfgang Feist, Gründer des Passivhaus Instituts, im Gespräch mit GFF. Die Öffentlichkeit denke das aber aufgrund diverser Medienberichte. Einen Beitrag gegen diese Annahme leistet die Passivhaustagung, die heute und morgen in München stattfindet. Im sozialen Wohnungsbau betragen die Mehrkosten bei der Investition demnach nur zwischen drei und fünf Prozent.

Pro Passivhausfenster-Macher Franz Freundorfer erhielt auf der Tagung ein Zertifikat für das neue Lüftungssystem SmartVent. Dieses koste gerade mal ein Drittel im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen der Industrie. Das Netzwerk hat das System selbst entwickelt, da etablierte Hersteller keine passende Lösung anbieten konnten.

Morgen geht es weiter.


Fensterbauer des Jahres: Ehrenpreis geht an Friedrich Gehrig

Friedrich Gehrig aus Oberschleichach hat den Titel Fensterbauer des Jahres 2018 erhalten. (Foto: Mateja; v. li. GFF-Chefredakteur Reinhold Kober, Friedrich Gehrig, Holzmann Medien-Produktmanagerin Manuela Mayer).

Den Eherenpreis vergaben die TSM GmbH, GFF-Herausgeber Holzmann Medien sowie die Euro Baubeschlag-Handel AG. Die Jury würdigte Gehrig für sein außergewöhnliches Konzept: Er richtete sein Unternehmen auf Elementebau mit höchsten sicherheitstechnischen Anforderungen in Verbindung mit der Einhaltung höchster denkmalschützerischer Vorgaben aus. Bewusst distanziert er sich von der Herstellung von Standardfenstern und -türen. Oft ist er so der einzige, der überhaupt ein Angebot für Gebäude wie die Waffenkammer der Bundeswehr in Füssen macht.

Präsentiert von Moderator Ronny Meyer, erlebten die Gäste im Rahmen der Fenster- und Haustürentage 2018 wie weitere Preise an Rüdiger Lauer, Lauer – Die Schreinerei aus Steinau (Produktentwicklung und Fertigung), Werner Fech, Fech Fenstertechnik aus Nordendorf (Produktentwicklung und Fertigung) und Joachim Richter, Richter-Fenster aus Brilon (Personal und Marketing) gingen.

GFF berichtet in seiner Aprilausgabe über den Fensterbauer des Jahres. Einen exklusiven Film finden Sie demnächst auf www.gff-magazin.de.