Volles Haus beim ift-Expertentag Sicherheit

Sicherheit ist aktuell eines der Trendthemen. Das bestätigten die Teilnehmer des 2. ift-Expertentags Sicherheit im Gespräch mit GFF. Es sei allerdings auch nicht so, dass das Thema den Kundenwunsch nach Wärmedämmung abgelöst hätte. Dieses Thema stehe aktuell einfach nur weniger im Fokus.

Dass das Thema Sicherheit relevant ist, zeigte auch der voll besetzte Saal im Rosenheimer Kultur- und Kongresszentrum. Dort stellte Josef Mossreiner vom LKA Bayern eingangs Zahlen und Fakten zu Einbrüchen in Deutschland und Bayern vor. „Mechanische Sicherheitstechnik hilft. Das zeigen die aktuellen Zahlen gescheiterter Einbrüche“, betonte Moosreiner. Gleichzeitig betonte er, dass es an Fenstern nach wie vor Nachrüst- oder Austauschbedarf gebe, was die Sicherheit anbelangt.

Bernd Heydebreck stellte im Namen des Bundesverbands Rollladen und Sonnenschutz (BVRS) die Eigenschaften einbruchhemmender Rollläden vor, die im Zusammenspiel mit dem Fenster ihre Wirkung entfalten. Rollläden nach TR111 seien vergleichsweise günstiger als RC2-Elemente, sie leisten aber ebenfalls guten Widerstand.


Schüco Hochschulkonferenz 2017

Schüco veranstaltet gerade die Hochschulkonferenz am Hauptstandort in Bielefeld.  Zwei Tage lang geht es um das Thema gesunde Gebäude gesund bauen, also sowohl um die Gesundheit der Bewohner, als auch um die der Fachhandwerker bei Produktion und Montage.

Referenten verschiedenster Fachrichtungen, vom Ingenieur bis zum Mediziner, sprechen zu Themen wie den Chancen von Industrie 4.0, bspw. durch visuelle Assistenzsysteme in der manuellen Montage, über die Bedeutung der Schadstofferkennung in Gebäuden, den Nutzen von Fassaden- und Dachbegrünung bis hin zu Möglichkeiten, die Lärmbelästigung in Städten zu mindern und dadurch den Bewohnern ein gesünderes Leben zu ermöglichen. Die Themen und Referenten habe Schüco bewusst derart breit ausgewählt, sagt Prof. Dr. Winfried Heusler. „Es geht um Wissensvernetzung verschiedenster Fachbereiche.“

Das Thema gesundes Bauen ist nach Meinung von Heusler ein Thema, das für die Branche immer wichtiger werden wird. Deshalb wolle Schüco demnächst eine Kampagne zu dem Thema starten, um beim Endkunden dafür zu werben. Der Fassadenbauer Magnus App von der schwäbischen Firma Rupert App sagt: „Wir haben selbst ein Interesse daran, gesund zu bauen.“ Als ausführende Firma seien die Möglichkeiten aber sehr begrenzt. Welche Materialien App etwa verbaut, läge schließlich am Systemgeber.



Isolar-Gruppe: Anisotropien jetzt messbar

Die Isolar-Gruppe enthüllte auf der Isolar-Tagung 2017 in Berlin eine spannende Neuheit für die Glasbranche: mit dem Strain Scanner von Arcon Glas und Ilis misst der Anwender Spannungen in vorgespanntem Glas in Echtzeit und dokumentiert so den Grad der Isotropie in Prozent. Je höher der Wert, desto besser ist die optische Qualität des Glases mit Blick auf mögliche Anisotropien. Durch die Dokumentation des Wertes und die Messung in Echtzeit optimiert der Glashersteller den Produktionsprozess des thermischen Vorspannens der Gläser und garantiert seinem Kunden eine gleichbleibende optische Qualität für ein Projekt. Besonders bei Fassadenverglasungen sollen die Hersteller von dem ab 2018 verfügbaren Scanner profitieren.

Mehr zur Isolar-Tagung 2017 lesen Sie in der GFF-Ausgabe 7-8/2017.


MGT Fachseminar

Das Feldkircher Unternehmen Mayer Glastechnik veranstaltet gerade ein Fachseminar im Montforthaus in Feldkirch.

Am frühen Nachmittag stellte Prof. Anton Falkeis ein Wohngebäude vor, das durch Geothermie, Photovoltaik und eine neuartige Klimaregulierung durch Flügel mehr Energie erzeugt, als es selbst verbraucht. Nach dem Vortrag fand eine Besichtigung des High-Tec-Gebäudes in Vaduz statt.

Am späten Nachmittag referierte Dr. Haase vom Institut für Leichtbau, Entwerfen und Konstruieren der Universität Stuttgart über Potentiale strukturierter, schaltbarer Flüssigkristall-Verglasungen. „Die Technik bedeutet eine Auflösung der Grenze zwischen Fenster und Wand“, sagte er bei seinem Vortrag. Schließlich definiere der Kunde je nach Einstellung der verschiedenen Glaselemente in der Fassade, welche Flächen Licht hindurchließen und welche verdunkelt werden.

Wegen der Vorteile der Technik (etwa wenig Wartungsaufwand, hoher Komfort, variierbare U-Werte) ist er sich sicher, dass sich diese langfristig auf dem Markt durchsetze. Allerdings gebe es im Moment noch sehr wenige Lösungen schaltbaren Glases. Darüber hinaus seien Sie noch recht teuer.

Prof. Franz Feldmeier von der Hochschule Rosenheim sprach über die Entwicklungspotenziale von Isolierglas.

Ralf Greiner von Guardian Industries Deutschland zeigt gerade die Entwicklung von Isoliergläsern auf, zum Abschluss der Vorträge wird der Chef von Mayer Glastechnik, Walter Mayer, auf die 30-jährige Unternehmengeschichte eingehen.


Funktionsglas kommt in der Berufsschule an

Glas und Sonnenschutzsysteme in der Gebäudehülle: dieses Thema diskutierten Metallbauschüler der David-Röntgen-Schule in Neuwied, Lehrer Michael Höhler mit den Experten Ulrich Lang und Horst Rexroth von Warema und Wolfgang Böttcher von Saint-Gobain Glass. Wärmeschutz, Sonnenschutz, Einbruchschutz und weitere Funktionen fordern den Bauteilen im Gebäude viel ab: deshalb müssen Glas- und Sonnenschutzsysteme auf die Anforderungen des Bauherren abgestimmt werden. Dabei stellte sich heraus: Einstellbare Faktoren von Wärmeeintrag, U-Wert, Schallschutz bis Lichttransmission, etc. über flexible Produkte ermöglichen eine klimaaktive Fassade, die dem Kunden Mehrwert bietet. Mit dem Expertengespräch will Pädagoge Höhler den Wissenstransfer von der Praxis in die schulische Theorie fördern. Die Berufsschüler profitieren dabei von der Praxiserfahrung der Branchenexperten.

Mehr zum Expertengespräch lesen Sie in der GFF-Ausgabe 6/2017.


Schmalz setzt auf Digitalisierung

Bei Schmalz läuft es gut. 150 Millionen Euro hat der Vakuumhebespezialist 2016 umgesetzt und rechnet 2017 mit einem zweistelligen Wachstum. 39 Prozent des Umsatzes kommen aus Deutschland, wie Geschäftsführer Kurt Schmalz heute in Glatten mitteilte. Um weiter zu wachsen, richtet sich Schmalz nicht nur internationaler aus – und investiert u.a. in seine Standorte in den USA und Japan. Auch sieht das Unternehmen großes Potenzial in der Digitalisierung, sowohl in der eigenen Fertigung als auch im Verkauf. Die Digitalisierung ist dabei kein Selbstzweck. „Der Kunde muss einen Nutzen haben, und wir müssen damit ein Geschäft machen“, sagte Schmalz.

Wie Geschäftsmodelle aussehen und welche Lösungen in der Zukunft eine Rolle spielen (z.B. Exoskelett), lesen Sie in der GFF-Juliausgabe mit dem Schwerpunkt Logistik.


Hoffmann-Schwalbe effizienter fertigen

Fenster per Schwalbe in der Ecke verbinden: diese schnelle und stabile Eckverbindung fertigen Fensterbauer mit der neuen Generation der Tischmaschine MU 3 von Hoffmann Maschinenbau komfortabler und effizienter als mit dem Vorgängermodell. Pünktlich zur Ligna 2017 hat das Unternehmen die Anlage für die Fräsung der Hoffmann-Schwalbe vorgestellt. Der Verarbeiter soll von vielen Verbesserungen profitieren, die das Arbeiten komfortabler machen und die Wertschöpfung der Maschine steigern.

Wie das Konzept genau funktioniert und wo die Vorteile für den Fensterbauer liegen, lesen Sie in der GFF-Ausgabe 6/2017.  


Döpfner will hoch hinaus

Döpfner lädt derzeit an mehreren Tagen zu den Geopartner Tagen ein. Dabei stellt das Unternehmen seinen Geopartnern neue Produkte vor – und sagt, wo Döpfner in Zukunft hin will. Frank Döpfner stellte eine neue Produktfamilie vor: Panoramafenster. Diese teilen sich auf in Elemente, Fronten und sogar ganze Fassaden. Die neuen Elemente liefert das Unternehmen ab November, Systeme für Fronten ab Januar und Fassadensysteme in naher Zukunft, sagte Döpfner auf der Veranstaltung.

Außerdem stellte Döpfner neue Produkte vor. Das Unternehmen bietet etwa TRAV Absturzsicherung, eine neue Fenstertür und eine Lösung zum Anbringen von Insektenschutz. Auch beim Produkt Haustür gibt es Neuigkeiten: Das Unternehmen denkt künftig in Editionen. Auf den Geopartner Tagen stellten Frank und Mario Döpfner die acht Kollektionen dieser ersten Edition vor. Neu auch: Der Kunde kann künftig, basierend auf den Modellen der acht Kollektionen, seine Haustür individuell am PC auf der Webseite von Döpfner konfigurieren.

Lesen Sie mehr zu der Veranstaltung in der nächsten Ausgabe der GFF, die am 9. Juni erscheint.