GU-Seminar: Barrierefreiheit = Komfort für alle

Angesichts umfassender normativer Anforderungen müssen Architekten und Planer das Thema Barrierefreiheit genau betrachten – egal ob im Neubau oder im Bestand. Gretsch-Unitas, Anbieter von Fenstertechnik, veranstaltet daher regelmäßig Seminare zum Barrierefreien Bauen. Heute fand die Weiterbildungsveranstaltung im Ägyptischen Museum in München statt, selbst ein herausragendes Beispiel barrierefreier Baukunst. Eingangs hob Marcus Sauer von der Deutschen Gesellschaft für Gerontotechnik hervor, dass Barrierefreiheit nicht nur den zehn Prozent an Menschen zugute komme, für welche diese Maßnahmen tatsächlich erforderlich sind. „Für alle Menschen bedeutet Barrierefreies Bauen Komfort.“ Sauer ging des Weiteren auf die Normen ein und betonte, dass ein schwellenloser Übergang zum Balkon oder zur Terrasse nicht mit den Anforderungen der DIN 18195 oder der Flachdachrichtlinie kollidiere. „Als Sonderlösung müssen für den schwellenfreien Übergang allerdings zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden, um die Dichtigkeit zu gewährleisten“, sagte der Experte. GU-Objektberater Johannes Rebmann stellte im Anschluss die Lösungen des Beschlaganbieters vor und mahnte die Architekten, als „Manager am Bau“ das Thema Barrierefreiheit aktiv anzugehen.

Details zur Veranstaltung lesen Sie in der GFF 9/16.


Vor-PK: Glasstec mit steigenden Zahlen

„Es gibt keinen anderen Ort, an dem die Bandbreite an Glas in solch einem Maß dargestellt wird“, sagte Messe-Chefin Birgit Horn bei der Vor-PK zur glasstec im bayerischen Stein über die Weltleitmesse zum Thema Glas. Nach ihren Angaben erholt sich die Industrie, was sich in steigenden Ausstellerzahlen bemerkbar mache. Mehr als die 1.217 aus dem Jahr 2014 werden es demnach. Der Auslandsanteil bleibe ebenfalls konstant hoch (2014: 69 Prozent).

Trendthemen auf der glasstec 2016 sind etwa Dünnglas, Industrie 4.0, intelligente Gläser, innovative Glasanwendungen im Handwerk oder die Reduzierung von Kosten und Emissionen. Innovationen und einen Blick in die Zukunft präsentiert die Sonderschau glass technology live. Auch das begleitende Fachprogramm ist 2016 wieder breit gefächert, u.a. mit den Konferenzen engineered transparency oder function meets glass. Das Glaserhandwerk ist im Zentrum Handwerk stark vertreten und verleiht u.a. den Glasveredlerpreis und den Award Glaser des Jahres.

Einzelheiten lesen Sie in der Messevorschau in der GFF 9/16. Einen Vorgeschmack gibt auch das Interview, das wir mit Birgit Horn geführt haben und in den kommenden Tagen auf unserer Webseite erscheinen wird.



Tremco Illbruck: Mehr Hybridtechnik aus Traunreut

Tremco Illbruck investiert am oberbayerischen Standort Traunreut fünfeinhalb Millionen Euro in die Herstellung von Hybridpolymer-Produkten: „Wir werden unsere Kapazitäten in dem Bereich bis nächstes Jahr verdoppeln“, sagte CEO Reiner Eisenhut (im Bild li., mit Reinhold Kober; Foto: Weiß/Tremco Illbruck) beim Vororttermin mit GFF. Der Spitzenmanager identifizierte Pionierleistungen in der Entwicklung, etwa auch bei der Vorwandmontage, als wichtig für das Etablieren einer B2B-Marke und verwies auf ein hohes Maß an Engagement beim Lieferanten von Abdichtungslösungen für die Fenstermontage, was die Qualifizierung in der Zielgruppe anbelangt; es sei wichtig, sagte der 52-Jährige im GFF-Exklusivinterview, sich gerade unter den Produktionsbedingungen hierzulande vom Preis als Argument für die in den Markt gebrachte Technologie zu lösen.

GFF veröffentlicht in seiner Septemberausgabe ein mehrseitiges Exklusivinterview mit Tremco Illbruck-Chef Reiner Eisenhut und stellt das Center of Excellence Traunreut für Kleben und Dichten vor.


Das Holzalufenster trifft sich bei Zöllner

Mitglieder und Gäste des Vereins Das Holzalufenster haben sich in Bernkastel-Kues bei Zöllner Fensterbau zu einer Fachtagung getroffen. Peter Stein, Geschäftsführer des Holz/Aluminium-Spezialisten von der Mosel, führte die Teilnehmer durch die Fertigung und zeigt die Besonderheiten der Holz/Alu-Fenster von Zöllner, z.B. die konstruktive Verbindung der Aluschale mit dem Fensterrahmen und die optisch verdeckte Montage der Glasleisten mit hohem Anpressdruck. Der Vorsitzende Prof. Dr. h.c. Klaus Layer betonte die Bedeutung von korrekter Planung im Vorfeld der Produktion beim Aufmaß und für den Einbau der Elemente, um teure Schadensfälle zu vermeiden. Die Mitglieder diskutierten Möglichkeiten, das Holz/Alu-Fenster stärker per Marketing ins Bewußtsein von Architekten und Endkunden zu bringen. Interessante Anregungen lieferte die Vorführung eines Vermessungs-Lasers, den Fensterbauer für das Aufmaß ihrer Fenster auf Baustellen und als Service für Planer/Architekten nutzen können.
stein zöllner
Mehr zur Tagung des Vereins und Neuigkeiten zum Holz/Alu-Fenster lesen Sie in der GFF-Ausgabe 9/2016. 


Felder: Volle Kraft voraus zum 60-Jährigen

Aus Anlass seines 60-jährigen Bestehens hat der Tiroler Maschinenbauer Felder (unser Bild Advertising Director Stefan Egger; Foto: Kober) 1.100 Gäste zu einem Festabend am Unternehmenssitz in Hall eingeladen. Im Gespräch mit GFF äußerte sich Hansjoerg Felder über Erfolgsaussichten kleiner und mittlerer Betriebe: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, diese Kunden so zu unterstützen, dass sie in der Lage sind, von der Digitalisierung zu profitieren.“ Generell sieht sich das Unternehmen mit der H500 s-motion und einer Produktionskapazität von neun bis 14 Fenstern pro Tag im Zielmarkt sog. Universalbetriebe (Hansjoerg Felder: „Vor Jahren hieß es, die würden verschwinden – ihre Zahl hat zugenommen“), die auch, aber nicht nur Fenster fertigen, sehr gut aufgestellt.

GFF berichtet im September über 60 Jahre Felder und hat Fensterbaukunden nach ihrem Feedback gefragt – wie in der Vorschau auf 9/16 angekündigt.


Ensinger feiert 50 Jahre – mit Horst Köhler

In der Kongresshalle Böblingen hat Ensinger heute in großem Rahmen sein 50-jähriges Jubiläum gefeiert. Gratulant war auch ein echter VIP: Bundespräsident a.D. Horst Köhler. Er und Firmengründer Wilfried Ensinger sind seit langer Zeit eng befreundet. Die beiden wohnten in Nachbarschaft und gingen gegen eine geplante Mülldeponie in der Umgebung gemeinsam auf die Barrikaden. In seiner Rede erinnerte Köhler an die wichtige Rolle, die der Mittelstand für Deutschland spielt – und er lobte die Rolle der Unternehmensgründer, wie sie Wilfried Ensinger archetypisch vertritt. Wie Köhler im Gespräch mit GFF betonte, müsse die gesellschaftliche Akzeptanz gegenüber Gründern steigen. Den Staat sieht er in der Pflicht, bürokratische Hürden abzubauen.

image

Einen Bericht zum Festakt lesen Sie in der GFF-Septemberausgabe.


Isolar-Gruppe tagt in Chemnitz

Die Mitglieder der Isolar-Gruppe haben sich in Chemnitz zu ihrer Jahrestagung getroffen und über die Entwicklung der Branche diskutiert. Der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Joachim Arnold thematisierte den steigenden Wettbewerbsdruck durch den steigenden Import und eine schwierige Preissituation. Er sieht Lösungen in der offensiven und selbstbewussten Vermarktung der Leistungsfähigkeit von Glasprodukten bei Endkunden, die verstärkte Vermarktung und Umsetzung internationaler Projekte und die Nutzung von Synergien der Isolar-Mitglieder untereinander. Auch ift – Rosenheim Institutsleiter Ulrich Sieberath betonte in seinem Vortrag die effizientere Vermarktung der Glasprodukte. Dazu müsste der Vertrieb die Technik besser verstehen, realistisch bepreisen und die Wünsche der Endkunden erfragen. Gute Argumente für das Verkaufsgespräch biete Wohnkomfort. Energieeffizienz reiche als alleiniges Argument nicht mehr aus und habe eine Grenze in der technischen Machbarkeit erreicht. Leichtere Gläser nannte er als Marktchancen für Glashersteller. Ein Beispiel für die gelungene Mehrwert-Umsetzung stellte Thomas Pinnekamp von Teutemacher Glas mit einem Objektbericht vor: PV-Fassade, ESG mit Sondersiebdruck, Sonnenschutzglas, Pfosten-Riegel-Fassade mit Parallel-Ausstellfenstern und Structural-Glazing-Konstruktion.

image

Mehr zur Isolar-Tagung lesen Sie in der GFF-Ausgabe 9/2016.


Maximator Jet: Innovationstag in Schweinfurt

Zum zweiten Mal lud das Unternehmen Maximator Jet zum Innovationstag nach Schweinfurt ein. Highlight war die Enthüllung der neuen Anlage MicroCut V2.1. „Hierbei haben wir uns an den Anforderungen des Anwendermarkts orientiert“, sagt Sven Anders, Geschäftsführer von Maximator. Mitarbeiter halten Vorträge beispielsweise zur Effizienz beim Wasserstrahlschneiden mit 4000/6000 bar und informieren über die modulare Wasser- und Abvrasivaufbereitung OneClean. Den Teilnehmern bietet sich die Möglichkeit, die Anlagen in Schweinfurt live in Aktion zu erleben.


PfB: Einbruchhemmung boomt

Es gab auch schon Jahre, in denen die vom Prüfinstitut für Bauelemente (PfB) in Stephanskirchen angebotene Grundschulung zum mechanischen Einbruchschutz mangels Teilnehmerinteresses gar nicht zustande gekommen ist, sagt Prüfstellen- und Seminarleiter Matthias Demmel. Er beschäftigt sich am Vormittag des ersten von zwei Veranstaltungstagen mit der normativen Klammer für die unterschiedlichen Schutzklassen respektive Prüfverfahren und behandelt dabei auch Lösungen für die Nachrüstung. „Mit aufschraubbaren Produkten und Beschlagsicherung ist ein Niveau entsprechend RC2 im Neubau durchaus erreichbar“, sagt technischer Rat Sepp Moosreiner vom LKA Bayern. Von den knapp 20 Teilnehmern – der Seminarraum ist vollständig belegt – entfällt ein Drittel auf Aspiranten für die polizeiliche Errichterliste; die Voraussetzungen erläutert LKA Bayern-Profi Sepp Moosreiner.

GFF nutzte die Gelegenheit, mit stellvertretendem Institutsleiter Titus Mennicken (unser Bild; Foto: Kober) vor der Videokamera über Erfolgsstrategien zu sprechen, mit denen Fensterbaubetriebe vom Run auf Einbruchschutz-Lösungen profitieren. Das Video finden Sie in Kürze auf www.gff-magazin.de in der Mitte der Webseite in unserer Mediengalerie.


VFF-Technikexperten tagen in Frankfurt

Knapp 80 Teilnehmer informierten sich in Frankfurt auf der Fachtagung Normung und Technik des Verbands Fenster  + Fassade  (VFF) über Branchenentwicklungen. Der Vortrag von Peter Rathert vom Bundesbauministerium brachte die Erkenntnis, dass in der nächsten EnEV – Fassung keine energetischen Verschärfungen im Gebäudebestand zu erwarten sind und für Neubauten eine Diskussion zwischen den zuständigen Stellen und der Wirtschaft über die Wirtschaftlichkeit möglicher Verschärfungen tobt. Der Vortrag von Detlev von See und Christina Jankowski von Velux zeigte den hohen Stellenwert von Tageslichtqualität und Wohnkomfort für Endkunden, der die von der Politik fokussierte Energieeffizienz übersteigt. Das bietet Chancen für den Verkauf von Fenstern und Fassaden über eine qualifizierte Beratung.

image

Mehr zur Fachtagung des VFF lesen Sie in der GFF-Ausgabe 7/8-2016.