BF: 151 Teilnehmer im Chiemgau

Etwa auf Vorjahresniveau hat sich mit 151 Anmeldungen das Interesse am diesjährigen Glaskongress des Bundesverbands Flachglas (BF) im oberbayerischen Grassau (unser Bild; Foto: Kober) am Chiemsee eingependelt. Wie Geschäftsführer Jochen Grönegräs GFF-Online im Vorfeld in München sagte, erwartet er trotz der jüngsten geringfügigen Rückgänge keine signifikante Marktbereinigung für die Iso-Produktion in Deutschland. Beim Programm für die Tagung Ende April sei es Ziel gewesen, die Themen nach einigen Jahren mit klarem Schwerpunkt auf die Energieeffizienz wieder etwas breiter zu streuen. GFF-Online traf in Grassau u.a. Yvonne Kuhlmann und Thomas Fiedler (Uniglas), Hans-Joachim Arnold, Dr. Klaus Huntebrinker (Isolar), Hans-Peter Löhner (Hegla Fahrzeugbau), Hans Franke (Energy Glas), Prof. Ulrich Sieberath (ift), Günter Weidemann (Schollglas), Thomas Stukenkemper (Flachglas MarkenKreis), Jürgen Halbmeyer (Sanco Glas-Beratung), Ralf Vornholt (Saint-Gobain Glass) und BF-Boss Thomas Dreisbusch als Hausherr und berichtet in Ausgabe 6 inklusive Grönegräs-Exklusivinterview auf vier Seiten über den Bundesverband Flachglas.


Oknoplast stellt sich globaler auf

„Wir haben das Fenster neu erdacht“, sagt Mikolaj Placek, Präsident der Oknoplast Gruppe, in Danzig vor Fachjournalisten aus halb Europa. Dort hat das Unternehmen gestern Abend seine Vision des Fensters Grande Classic vorgestellt, das Licht, Technologie und Design vereine. Durch die schmalen Profile sei beispielsweise der Lichteinfall um zirka 20 Prozenz höher als bei einem herkömmlichen Standardfenster mit Stulppartie. Umgesetzt wurde das Fenster mit exklusiven Lösungen von Systemgeber Veka und Beschlaghersteller Winkhaus.

„Wir analysieren unsere Märkte genau und prüfen insbesondere, was der Kunde sich wünscht“, sagte Placek zur Entwicklung. In diesem Rahmen kündigte er auch an, dass Oknoplast sich globaler aufstellen will und die Märkte in Skandinavien, Australien und Nordamerika testet. Von GFF auf den deutschen Markt und die Vorbehalte deutscher Fensterbauer angesprochen, sagte Placek, dass es in Zukunft immer weniger wichtig werde, woher ein Fenster komme. Die Vorbehalte sieht er teils auch historisch begründet, in anderen Märkten werde Oknoplast nach seinen Angaben viel stärker als europäisches Unternehmen wahrgenommen. „In Frankreich oder Italien denkt man, Oknoplast ist ein französisches bzw. italienisches Unternehmen.“

image

Alle Informationen zur Produktpräsentation, wie auch ein Interview mit Mikolaj Placek, lesen Sie in der GFF-Juniausgabe.



Passivhaustagung Teil 2: Fenstermontage im Blick

Am zweiten Tag der Internationalen Passivhaustagung in Darmstadt stand das Fenster im Zentrum der Vorträge. Benjamin Krick vom Passivhaus Institut  stellte Möglichkeiten zur energetischen  Sanierung nach dem EuroPhit-Standard vor. Er betonte die Bedeutung des Austausches des Rollladenkastens in Verbindung mit dem Fenstertausch. Ein neuer gedämmter Kasten eliminiert eine der größten Wärmebrücken in der Gebäudehülle. Zudem empfahl er, das Fenster an den äußeren Rand der Laibung zu setzen, falls die Fassade erst nach dem Fenstertausch gedämmt wird. Dies sei die beste Lösung für eine schlechte Sanierungssituation weil der Einbau der Fensters außerhalb der Dämmebene immer eine Wärmebrücke hinterlasse. Besser gestalte sich die Anschlusssituation, wenn der Sanierer zuerst die Fassade dämmt und das neue Fenster dann in die Dämmebene setzt.
Zum Thema Fenstermontage im Passivhaus brachte der zweite Tag eine Neuigkeit: ISO-Chemie erhielt für sein Multifunktionsband Iso Bloco One vom PHI die Zertifizierung als Komponente in der Effizienzklasse A+. In Verbindung mit dem Vorwandmontagesystem Iso Top Winframer liefert das Unternehmen ein geprüftes Fenster-Montagesystem für den Passivhausstandard.

image


GFF BW: 40 Delegierte tagen am Samstag

Dass Ehrenamt ein hohes Maß an persönlichem Einsatz erfordert, zeigten die Vertreter der Mitgliedsinnungen mit ihrer Teilnahme an der am Samstag stattfindenden Delegiertenversammlung des Fachverbands Glas Fenster Fassade Baden-Württemberg (GFF BW) in Karlsruhe. Dabei gab es gleich mehrere Überraschungen; so begrüßte am Samstagmorgen der langjährige Geschäftsführer Dr. Siegfried Melcher einige Weggefährten. Dagegen hatte, wie LIM Karl Kress (unser Bild re., mit Geschäftsführer Waldemar Dörr; Foto: Kober) einleitend sagte, sein langjähriger Stellvertreter Rolf Meinzer „aus persönlichen Gründen“ Anfang des Jahres seine Ämter zur Verfügung gestellt, war aber bei der Versammlung im 40-köpfigen Auditorium.

GFF berichtet in seiner Juniausgabe über die Delegiertenversammlung und veröffentlicht ein Interview mit Jan Eiermann, dem Leiter der technischen GFF BW-Beratung. 

 


Passivhausexperten tagen in Darmstadt

Mehr als 1.000 Teilnehmer informieren sich auf der Internationalen Passivhaustagung in Darmstadt über neue Technik und Ergebnisse des Gebäudestandards. Prof. Dr. Wolfgang Feist vom Passivhaus Institut (PHI) bilanzierte die Leistung des ersten, vor 25 Jahren gebauten Passivhauses. Bis heute funktioniere das Gebäude einwandfrei. Die Untersuchung der Bauteile habe keine Schäden gezeigt. „Bis heute funktioniert dort alles wie am ersten Tag“, sagte Feist. Nach der Einschätzung der Experten des PHI erfüllt das Passivhaus seine Aufgaben mindestens 50 Jahre lang, ohne Sanierungskosten. Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt, betonte die Bedeutung innovativer Technik für das Gelingen der Energiewende. Durch diese Technik müssten Menschen nicht auf Energie verzichten. Das Passivhaus bilde als Möglichkeit zu mehr Energieeffizienz  einen wichtigen Teil dieses Konzepts in Verbindung mit der Nutzung von erneuerbarer Energie.

image

Mehr zur Passivhaustagung 2016 lesen Sie in der GFF-Ausgabe 6/2016.


Clearopag auf Stippvisite bei GFF

Heute hatte GFF Besuch von Helmut und Malte Klein von Clearopag, Hersteller des gleichnamigen Volumen-Aerosol-Klebstoffs zur Fenstermontage. In die Nähe des GFF-Redaktionssitzes führte die beiden ein Produktseminar, das sie bei einem Bauelementehändler gaben. „Unsere Seminare werden sehr gut angenommen. Handwerker suchen sichere Lösungen“, sagte Helmut Klein.

Aus diesem Grund entwickle Clearopag seine Produkte auch immer weiter. „Die Entwicklung auf dem Bau steht auch im Fokus unserer Entwicklungen. Die Anforderungen sind heute ganz andere als noch vor 20 Jahren.“ So bietet das Unternehmen beispielsweise Produkte für die Montage großer, schwerer Elemente. „Unsere Produkte müssen für den Monteur sicher im Umgang sein“, ergänzte Malte Klein.

Ein kurzes Interview mit den beiden Kleins lesen Sie in der GFF-Juniausgabe.

DSC_0001


Gugelfuss feiert 125 Jahre

Mehr als 200 Fachpartner begrüßte der Fensterhersteller Gugelfuss zu seiner Hausmesse anlässlich des 125-jährigen Firmenjubiläums. Neben der Führung durch die Produktion stand die Fortbildung mit Fachseminaren im Fokus. „Wir wollen unseren Partnern Hilfestellung für die Praxis bieten, weil die Anforderungen an Fenster in den letzten Jahren enorm gestiegen sind“, sagte Geschäftsführer Anton Gugelfuss. Wolfgang Jehl vom ift Rosenheim hielt einen Vortrag zur fachgerechten Fenstermontage inklusive der Neuerungen des RAL-Montageleitfadens. In der Fachausstellung hatten die Fachhändler Gelegenheit, die Hersteller von Abdichtungs- und Befestigungsmitteln auf die Vorgaben der Normen anzusprechen und sich Lösungen zeigen zu lassen.

image

Mehr zum Jubiläum von Gugelfuss lesen Sie in der GFF-Ausgabe 6/2016.


Bernd Fauser missioniert in Sachen Holz/Alu

Bernd Fauser, Inhaber von Fensterbau Fauser in Hattenhofen, ist auf Holz/Alu-Fenster und -Türen spezialisiert, und das hat einen Grund. „Holz/Alu-Fenster sind wartungsarm, bieten zahllose gestalterische Möglichkeiten und überzeugen durch ihre statischen Eigenschaften“, sagt Fauser. PVC könne da nicht mithalten. Um den Aufpreis beim Kunden durchzusetzen, braucht es allerdings eine intensive Beratung, und eine entsprechende Firmenphilosophie. „Ich kann nur verkaufen, wohinter ich auch persönlich stehe.“ Getreu diesem Motto findet sich im ganzen Firmengebäude kein PVC-Fenster. Fensterbauer, die alle Rahmenmaterialien anbieten, fürchten seiner Meinung, Möglichkeiten beim Umsatz liegen zu lassen. Seiner Meinung nach zu Unrecht. „Ich missioniere weiter, bei Kunden, Architekten und Kollegen.“

image

Wie Bernd Fauser das Thema Holz/Alu lebt, lesen Sie in der GFF 4/2016.