Taig-Hammer: Berliner Schloss

Rainer Taig (unser Bild; Foto: Kober), der Gründer von Wertbau im thüringischen Langenwetzendorf, und seine beiden Söhne Carsten und Stefan Taig haben grundsätzlich mehrere spannende Projekte in der Pipeline; dass das Unternehmen aber vor Jahresfrist den Zuschlag für das Gewerk Fenster am Jahrhundertbauwerk Berliner Schloss erhielt, darf mit Recht als historisch bezeichnet werden. Dabei kam Taig zugute, dass er immer mehrere Asse im Ärmel hat – auch wenn manche erst später stechen. So nutzte der Fensterbauer eine neun Meter hohe Halle, in der einst für den Innenausbau pulverlackiert wurde – ein Thema, das derzeit nicht weiterverfolgt wird – um Elemente mit einer Flügelhöhe von 3,73 Meter auf den Prüfstand zu stellen. Insgesamt produziert das Unternehmen 387 Kastenfenster für das Baudenkmal, von denen die fertiggestellten Elemente bisher bei der Abnahme alle ausnahmslos die Note Eins erhielten.

GFF berichtet in seiner Septemberausgabe exklusiv über die Fenster aus Thüringen für das Jahrhundertbauwerk Berliner Schloss und den Beitrag von Wertbau zu den GFF Praxistagen am 30. und 31. Oktober in Karlsruhe, das Gespräch mit Rainer und Carsten Taig finden Sie im Lauf des heutigen Nachmittags auf www.gff-magazin.de als Film zum Anklicken. 

 


Glas Trösch lädt zum Summer Summit

Zirka 300 Gäste versammelte Glas Trösch am Donnerstag Abend in seinem Showroom im Münchner Fruchthof. Die Designerwerkschau, die sich besonders an Planer, aber auch an Glasverarbeiter richtet, bietet eine Übersicht über aktuelle Trends und Entwicklungen in der Innenraumgestaltung. Das Konzept des Showrooms werde so gut angenommen, sagte Christian Jetzt, Leiter der Glas Trösch Beratungs-GmbH in Ulm, dass die Werkschau auf unbefristete Zeit im Fruchthof bleiben werde.

Der Abend stand ganz im Zeichen von Great Britain: Als Highlight erwartete die Besucher eine Präsentation von Wolfgang Buttress über seine Inspiration und Arbeit am UK Pavillon auf der Expo 2015. Drei junge Architekturstudenten von „WeWantToLearn” stellten ihre Pavillons für das Burning Man Festival 2015 vor.

wpid-wp-1437109893952.jpg

Welche Produkte Glas Trösch in der Designerwerkschau zeigt, lesen Sie in der Septemberausgabe der GFF.



50 Jahre Okalux

Mit einem Empfang für geladene Gäste am Vormittag und einem Tag der offenen Tür inklusive Werksführungen und Ausstellung am Nachmittag sowie einem abschließenden Sommerfest für die 120 Mitarbeiter hat Okalux heute sein 50-jähriges Bestehen am Unternehmenssitz in Marktheidenfeld gefeiert. Firmengründer Sebastian Otto (links), der bis heute aktiver Gesellschafter ist, sagte rückblickend: „Um gute Lösungen zu finden, braucht es vor allem Experimentierfreude und ein hohes Maß an Beharrlichkeit.“ Beides zeichne Okalux aus. „Diese Eigenschaften ziehen sich durch die gesamten 50 Jahre der Unternehmensgeschichte, sie sind die Grundlage für unsere Stärke.“ Im Gespräch mit GFF-Online warf Geschäftsführer Oliver M.Hübler (rechts), der seit 2005 die Geschicke des Architekturglasherstellers führt, einen Blick in die Zukunft. „In zehn Jahren wollen wir in noch mehr Ländern vertreten sein und gleichzeitig unsere Flexibilität und unsere Liebe zum Detail erhalten.“ Dazu gehöre auch, Dinge bei Bedarf auszulagern. Seit November 2014 betreibt Okalux die erste Tochtergesellschaft in New York.

Einen ausführlichen Bericht über die 50-Jahr-Feier lesen Sie in der GFF-Septemberausgabe, die am 4.9.2015 erscheint.


Hawa: Jubiläumsjahr mit Herausforderungen 

Der im Jänner freigegebene Euro-Wechselkurs für den Schweizer Franken (CHF) durch die eidgenössische Zentralbank hat auch auf den heimischen Beschlagproduzenten und Schiebespezialisten Hawa in Mettmenstetten erheblichen Einfluss, wie gut sechs Monate später geschäftsführender Gesellschafter Heinz Haab (mit Cousin Gregor Haab und Marketingleiter Ezequiel Di Claudio; v.re.n.li. – unser Bild, Foto: Kober) vor Ort Fachjournalisten erläuterte. Vor diesem Hintergrund habe sich die Entscheidung von 2009 als richtig herausgestellt, das „Klumpenrisiko“ Europa v.a. durch neu entwickelte Exportaktivitäten in Nordamerika abzusenken – trotz eines weiter hohen Umsatzanteils von 56 Prozent der Ausfuhren in europäische Märkte. Nun geht es für den Qualitätsanbieter auch darum, zulasten der kurzfristigen Profitabilität heimische Vertriebspartner zu stützen, die ebenfalls von der geldpolitischen Weichenstellung betroffen sind. Im Jahr des 50-jährigen Bestehens ist es für die Aktiengesellschaft mit Sitz in Mettmenstetten daher ein anspruchsvolles Ziel, nicht zu weit hinter die Koordinaten von 2014 – mit 145 Beschäftigten 43 Millionen CHF – zurückzufallen.

Über den Termin bei Hawa berichtet GFF in seiner Septemberausgabe wie in einer der nächsten Ausgaben des Emailnewsletters GFF Report.