150 Jahre Glasexperte Simon in Mannheim

Simon Glaserei + Fensterbau aus Mannheim hat sein 150jähriges Firmenjubiläum gefeiert. 160 Gäste, darunter 100 Kunden, folgten der Einladung zur Jubiläumsfeier im neu eingerichteten Schauraum des Unternehmens. Glasermeister und Geschäftsführer Jürgen Simon beschrieb seine Gefühle angesichts der langen Tradition der Glaserei: „Ich bin stolz auf 150 Jahre ehrliche Arbeit, meine Vorfahren, meine Familie und die guten Beziehungen zu unseren Kunden aus denen viele Freundschaften entstanden sind.“ Sein Kollege und Glasermeister Jürgen Sieber unterhielt die Gäste mit seinem Vortrag zu 20.000 Jahren Glasgeschichte. Am zweiten Feiertag öffnet Simon seine Firma am Tag der offenen Tür für alle Interessierte, die Werkstatt und Schauraum erkunden möchten.
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Mehr zum Jubiläum von Simon Glaserei + Fensterbau lesen Sie in der GFF-Ausgabe 9/2015.


Finnen-Ticker III: Warm Edge Spacers machen von sich reden

Dr. Christian Scherer, Kömmerling Chemische Fabrik, und Quanex Building Products-Vice President Tracy Rogers thematisierten während der Glass Performance Days (GPD) im südfinnischen Tampere die Leistungsfähigkeit moderner Warm Edge-Systeme auf unterschiedliche Weise. Scherer sprach vor den Teilnehmern der IGU and Window Technology-Session in seinem Vortrag über die Entwicklung Ködispace 4SG, die den Anforderungen der EN 1279-2 entsprechend in Langzeittest nicht nur extremen Klimaten mit gleich mehrfachen Schwankungen zwischen minus 20 und plus 80 Grad Celsius ohne nennenswerte Auswirkungen auf die Dichtigkeit bzw. ohne Beeinträchtigung der Klebkraft widerstand; das Produkt lasse die von Architekten vielfach gewünschten vom Standard abweichenden Scheibenformate zu. Rogers vom US-amerikanischen Quanex-Konzern präsentierte die Bilanz eines mehrstöckigen Bürogebäudes in Philadelphia, Pennsylvania, bei dem für das Retrofitting niedrigemissive (Low-e-)Isolierglaseinheiten mit einer PPG-Beschichtung und aktueller Spacer-Technologie zum Einsatz kamen. Das beeindruckende Ergebnis: Im Vergleich zu vorher gelang es, den Energieaufwand für das Beheizen des 1971 gebauten Hochhauses um 40 bis 60 Prozent zu reduzieren – für das Kühlen ist nun mehr als 35 Prozent weniger Energie nötig.

Dennoch sieht Rogers Nordamerika in der Entwicklung energieeffizienter Gebäude ein halbes Jahrzehnt hinter dem aktuellen Standard in europäischen Ländern; was er GFF-Online exklusiv über die Zukunft der Spacer-Marke Edgetech sagte, lesen Sie in Heft 9.

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Montage auf dem Prüfstand

Die Premiere der ift – Fachtagung Montage brachte Erkenntnisse zu aktuellen Brennpunktthemen der Fenstermontage. Frank Koos vom Verband Fenster + Fassade VFF stellte eine Studie zur schimmelpilzfreien Teilmodernisierung mit Fenstern vor. Der VFF stellt in Kürze Empfehlungen für Fenstermonteure vor, welche Maßnahmen den luftdichten Einbau von Fenstern im Bestand ohne Tauwasserausfall und Schimmelschäden gewährleisten. In Tabellenform haben die Monteure damit eine Hilfe für die Praxis. Viele Teilnehmer lobten den Blick der Referenten in die Normung und Montagepraxis in anderen europäischen Ländern.
Mehr zur ift – Fachtagung lesen Sie in der GFF-Ausgabe 9.

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Finnen-Ticker II: Die Glasindustrie liebt Tampere

Starkes Lebenszeichen von den diesjährigen Glass Performance Days (GPD) in Finnland: Nach mageren Jahren verkündete Mr. GPD Jorma Vitkala, Organisator und Erfinder der wichtigsten Kongressveranstaltung dieser Branche im abgelegenen, aber reizvollen Tampere, zur 15. Auflage hätten sich 529 Teilnehmer akkreditiert. Christoph Troska, Head of Marketing Kuraray Europe, hat darunter ein halbes Hundert Glasverarbeiter gezählt, mit seiner Expertise bei PVB-Folien wendet sich das Unternehmen, einer der Main Sponsors der GPD, ebenso an Architekten. Überhaupt fällt auf, dass die großen Namen dieser Industrie, die Bystronic, Hegla oder Dow Corning, ganz offenbar nicht gewillt sind, den Zwei-Jahres-Meetingpoint Tampere sterben zu lassen, und trotz zuletzt sinkender Teilnehmerzahlen allesamt in der einen oder anderen Weise engagiert bleiben. Gut, dass es Vitkala und seinem Team gelungen ist, 2015 einen großen Teil der Besucher, nämlich fast 50 Prozent, zum ersten Mal für die GPD zu interessieren – für die Zukunft macht das Hoffnung. Das Programm begann mit den Vorträgen von Bertrand Cazes, Glass for Europe, der über den Stand bei der Einführung eines gemeinsamen Energy Labels für Fenster in Europa informierte – und durchblicken ließ, dass eine Integration der Verschattung nicht geplant sei, sowie von Stararchitekt Stig Mikkelsen.

GFF trifft heute Nachmittag Quanex Building Products-Vice President Tracy Rogers zu einem exklusiven Interview und berichtet in Heft 9 außerdem über ausgewählte Vorträge und einen speziellen Trip zum neuen Showroom von Veranstalter Glaston.

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Finnen-Ticker: GPD vor letzter Chance?

Dass Hunderte Entwickler und Manager alle zwei Jahre an den eher abgelegenen Tagungsort Tampere im südlichen Finnland aufbrechen, gehörte viele Jahre zu den Besonderheiten der Glasbranche; ob es am Expansionskurs des Veranstalters liegt, der mit seiner erfolgreichen Kongressmarke Glass Performance Days (GPD) in jene außereuropäischen Märkte ging, deren Besucher dem finnischen Main Event sein besonderes Flair verliehen, ob – wie zuletzt immer wieder kritisiert – den GPD zunehmend die Glass Processors, also Glasverarbeiter und -veredler abhandenkamen: Die Teilnehmerzahlen gingen in den vergangenen Jahren zurück, langfristig engagierte Unternehmen sind z.B. im Fall von Goldsponsor Quanex nicht mehr mit den aus Deutschland bekannten Edgetech-Vertretern präsent. GFF überzeugt sich vor Ort vom neuen Konzept mit Workshops und neuen Networkingfeatures – und entscheidet dann über eine Fortsetzung von Vorortberichterstattung und Finnen-Ticker 2017.

In Heft 9 lesen Sie vier Seiten zur diesjährigen Veranstaltung, inkl. einer Zusammenfassung des Kongressgeschehens, eines Interviews mit Tracy Rogers, Vice President bzw. Director Quanex Building Products, und eines Innovationschecks bei Veranstalter Glaston. 

 


VFF: Fachtagung nimmt aktuelle Technik-Themen ins Visier

Auf der Fachtagung Normung und Technik des Verbands Fenster + Fassade (VFF) in Frankfurt nahm der Sachverständige und Ingenieur Lutz Wiegand die Norm DIN 18008 zur Glasbemessung unter die Lupe und nannte wichtige Veränderungen zu den bisher geltenden Technischen Regeln des Deutschen Instituts für Bautechnik DIBt. Er sieht einen deutlich gestiegenen Aufwand für die Nachweisführung, schon bei der Ermittlung der Eingangsgrößen, die bis ins Detail geordert werden. Das Konzept der Teilsicherheitsbeiwerte erhöhe den Aufwand zusätzlich. Bei einigen Glasaufbauten müsse der Ausführende Betrieb bis zu 22 Lastfälle einzeln berechnen. Er erkannte auch eine generelle Benachteiligung von Floatglas, insbesondere bei Überkopfverglasungen und kleinen Isolierglasscheiben. Hier seien die Forderungen der Norm in vielen zulässigen Glasaufbauten nur noch mit vorgespanntem Glas (ESG) innen und außen zu erfüllen.
Andreas Woest vom ift Rosenheim stellte die aktuelle Entwicklung zum Thema Energy-Label für Fenster vor. Demnach hat die Ökodesign-Studie die Empfehlung ausgesprochen, ein einheitliches Label für die EU zu entwickeln, weil das Potenzial für Energieeinsparung gegeben sei. Die EU-Kommission wird jetzt anhand der Erkenntnisse der Studie einen eigenen Vorschlag für ein Energy-Label entwickeln und in einem Gespräch im September 2015 in Brüssel Vorschläge und Eingaben der betroffenen Branchen aufnehmen. Woest empfahl der Fenster- und Fassadenbranche, zu diesem „Consultation Forum“ Vertreter zu schicken, die die Interessen und sachlichen Argumente der Branche vortragen. „Andere Branchen werden dort sicher ihre Interessen artikulieren“, sagte Woest.
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Mehr zur Fachtagung Normung und Technik des VFF lesen Sie in der GFF-Ausgabe 9/2015.  


VBH erfindet sich neu

Der Beschlaghändler VBH hat in Stuttgart die Umsetzung eines Sanierungsprogramms und Details der Maßnahmen verkündet. Zudem hat die Aktiengesellschaft nach einer Absprache mit den Aktionären und den Banken die Finanzierung der Restrukturierung gesichert. „Wir haben die Finanzielle Grundlage für eine erfolgreiche Sanierung des Unternehmens geschaffen. Unsere Kunden haben weiter einen verlässlichen Partner an ihrer Seite“, sagte Jürgen Kassel, Chief Financial Officer bei VBH. Nach zirka 2,5 Jahren soll das Stufenprogramm komplett abgeschlossen sein. Als wichtigen Punkt will sich VBH stärker an den Bedürfnissen seiner Kunden orientieren. „Wir wollen Fenster- und Fassadenbauern über das reine Liefern von Produkten hinaus einen Mehrwert für mehr Effizienz in der Produktion und der Montage über unsere Beratung bieten“, erläutert Kassel. Der Umsatz ging 2014 von 692,4 Millionen auf 659,1 Millionen Euro um 4,8 Prozent zurück. Aufgrund von Kostensenkungen hat VBH das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 16,7 auf 18,8 Millionen Euro gesteigert.
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Mehr zur Strategie von VBH lesen Sie in der GFF-Ausgabe 9/2015.


Geschlossen lüften mit Höhbauer

Auf seinem Partnertag hat die Firma Höhbauer heute an seinem Firmensitz in Luhe-Wildenau mit Soleo Air ein Fenster vorgestellt, das „geschlossen lüftet“. Das Lüftungssystem ist dabei komplett in den Blendrahmen des PVC-Profils von Systemgeber Rehau integriert. „Das ist dadurch möglich, dass das Profil aus dem Faserverbundwerkstoff Rau-Fipro ohne Armierung auskommt“, sagt Geschäftsführer Hans-Günther Höhbauer. Das System, das derzeit einmalig ist – Höhbauer ist bei diesem Projekt Pilotpartner von Rehau – eignet sich vor allem für die Sanierung. Das Mauerwerk muss nicht bearbeitet werden. Zudem wird Einbrüchen durch gekippte Fenster ein Riegel vorgeschoben. Die Frage ist nur, ob der Endkunde den Aufpreis von bis zu 2.000 Euro zahlt.

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Details zur Technik sowie Stimmen der Partner zum neuen System lesen Sie in der Septemberausgabe der GFF.


Isolar tagt im hohen Norden

Zirka 70 Gruppenmitglieder und Lieferantenvertreter sind zur Tagung der Isolar Gruppe im Juni 2015 nach Hamburg gekommen. Traditionell kritisierte Glaswerke Arnold-Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Joachim Arnold, die Branche verkaufe ihre Produkte zu häufig über den Preis – einen schlechten. Abhilfe schaffen sollen die von CEO und arcon-Chef Dr. Bernhard Söder (unser Bild; Foto: Kober) entwickelten Beschichtungstypen A70, A60, A50, A40 des Sonnenschutzglases Isolar Solarlux, die trotz unterschiedlicher Transmissionswerte unabhängig von der Fassadenorientierung eine einheitliche Außenansicht des Gebäudes ermöglichen; außerdem, sagte Söders Kollege in der Gruppenleitung Martin Schwarz, sorge die seit einem halben Jahr im Markt eingeführte Range durch Vorteile in der Verarbeitbarkeit und Lagerhaltung dafür, „dass unsere Kunden in kürzerer Zeit mehr Projekte realisieren“.

Beide, Dr. Bernhard Söder und Martin Schwarz, standen GFF im Anschluss an den offiziellen Teil der Tagung für ein exklusives Interview zur Verfügung – wir berichten in GFF 9 auf gesamt drei Seiten über Programm und Gespräch. 

 


Rehau wirbt für Geneo Inovent

Am Unternehmenssitz der Sparte Bau von Fensterprofilhersteller und Systemgeber Rehau in Erlangen präsentierten heute Jürgen Hoffmann, Leiter Marketing und Vertrieb Fenstersysteme für Zentraleuropa, und Projektleiter Ralf Bauer (siehe Foto) das seit 1. Mai 2015 lieferbare System Geneo Inovent. Nach Aussage der Verantwortlichen eignet sich die Neuheit, bei der das Lüftungssystem dank des Verzichts auf eine Stahlarmierung vollständig in das Geneo Fenster integriert ist, vor allem für die Sanierung.

Wie das Unternehmen seine Kunden ab sofort gezielt in Sachen Vermarktung schult und welche Hilfsmittel Rehau Fensterfachhändlern zur Verfügung stellt, lesen Sie in unserer Septemberausgabe, die am 4.9.2015 erscheint.

 

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