Winkhaus investiert in Werk Münster

Der Beschlag- und Schließprodukt-Hersteller Winkhaus hat sein neues Werk in Münster offiziell eröffnet. Mit 30.000 Quadratmeter Nutzfläche hat das Unternehmen seinen Standort von der Größe her fast verdoppelt. Die Produktionsfläche wuchs um 80 Prozent. „Wir wollen weiterhin technologisch führend bleiben und dafür müssen wir die Arbeitsabläufe ständig optimieren. Dafür bietet uns das neue Werk sehr gute Möglichkeiten“, erläuterte Geschäftsführer Tilmann Winkhaus. In Münster fertigen die 250 Mitarbeiter im Dreischicht-Betrieb Schließzylinder und Schließsysteme. Alfred Dinkelborg, Bereichsleiter Produktmanagement, stellte das neue Schließsystem blueCompact mit elektronischem Schließzylinder vor, mit dem Winkhaus die elektronische Technik am Schloss in den Endkundenmarkt bringen will.
Fertigung Winkhaus
Mehr zu Winkhaus und dem neuen Produkt blueCompact lesen Sie in der GFF-Ausgabe 7/8.  


GFF BW: neue Meisterprüfungsordnung in Vorbereitung 

Zum 01.07.2015 tritt für das deutsche Glasergewerk eine neue Meisterprüfungsordnung in Kraft. Die GFF-Fachschule in Karlsruhe unterrichtet ab Herbst 2016 umfassend nach der neuen Ausbildungsvorlage, nimmt also die entsprechende Übergangsfrist in Anspruch. Dabei ist laut Waldemar Dörr, Leiter der Berufsbildungseinrichtung und Geschäftsführer des Fachverbands für Baden-Württemberg, zu beachten, dass schon heute die neue Maßgabe der Handlungsorientierung, nach der die Inhalte weniger starr als bisher den einzelnen Fächern zugeteilt sind, sondern übergeordnete Kompetenzen wie Konstruktion und Fertigung (I), Auftragsabwicklung (II) und Betriebsführung (III) vermittelt werden sollen, in Karlsruhe an vielen Stellen Einzug gehalten hat.

GFF veröffentlicht in seiner großen Sommerausgabe ab dem 3.7.15 einen Themenschwerpunkt zur neuen Meisterprüfungsordnung – dazu haben wir nicht nur Dörr ausführlich interviewt, sondern ebenfalls bei der Bildungspolitik nachgefragt und weitere Reaktionen von Verbänden sowie ehemaligen und angehenden Meisterprüfungsabsolventen eingeholt, um ein Bild davon zu zeichnen, wo der Weg im Glasergewerk hinführt. 

 



Alles Metall – Software-Messe für Fensterbauer

In Ulm trafen sich heute Metallbauer aller Gewerke auf der Metallsoftware Süd, um sich über Softwarelösungen für ihr Unternehmen zu informieren. „Auf Dauer kommt man an der Digitalisierung der Produktion nicht vorbei“, sagte Organisator Stefan Elgaß. Dabei gehe es darum, die Produktivität zu erhöhen und Arbeitszeit zu sparen. Die Messe in Ulm, die es in gleicher Form auch in Oberhausen gibt, soll Treffpunkt für den südlichen Raum sein. Elgaß rechnete mit insgesamt 140 Besuchern.

Für Metall-Fensterbauer war u.a. der Stand von Orgadata interessant. In einer 15-minütigen Präsentation stellte der Anbieter seine Verwirklichung einer papierlosen Produktion vor. Elumatec zeigte seine Software zur Profilbearbeitung. Mit dieser steuern Verarbeiter die Maschinen des Herstellers.

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Einzelheiten zur Messe und den Softwarelösungen lesen Sie in der Juli-Ausgabe der GFF.


Italien-Ticker II: Wanderer zwischen den Ausstellungs-Welten

Wer dieses Jahr zwischen dem 6. und dem 9. Oktober 2015 nach Mailand reist, der hat neben der 19. Vitrum auf dem Messegelände Fiera Rho, zu Recht bezeichnet als wichtigstes Ausstellungsereignis der europäischen Glasverarbeitungsbranche im Jahr 2015, natürlich noch einen ganz anderen Pflichttermin in den Büchern stehen: In Mailand ist EXPO-Time, noch bis Ende des Vitrum-Monats und bereits seit 1. Mai; kolportiert werden 22 Millionen erwarteter Besucher – und die tun gut daran, in die Hauptstadt der Lombardei zu kommen. „Ich mochte Milano nie. Heute habe ich ein ganz neues Bild von der Stadt bekommen“, bekennt Dino Zandonella Necca (unser Foto; Quelle: Vitrum), der als Präsident der Vitrum in seine erste Messesaison geht. Und wirklich: Wer live erlebt, was rund um das spektakuläre Uni Credit-Gebäude, gerade aus Glas und mit speziell geformten Permasteelisa Fassadenelementen, in der einstigen Wirtschaftsmetropole des italienischen Nordens während der zurückliegenden Jahre entstanden ist, der wundert sich ob der vermeintlich krisengeschüttelten Apenninenhalbinsel.

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GFF berichtet in einer der nächsten Ausgaben des Emailnewsletters GFF Report über zwei entscheidende Protagonisten des angesprochenen städtebaulichen Ensembles und bringt in seiner Messeausgabe 10/14 nicht nur einen ausführlichen O-Ton des neuen Vitrum-Präsidenten Dino Zandonella Necca, sondern auch ein exklusives Gespräch mit der nach 30 Jahren an der Spitze des italienischen Glasmaschinenhersteller-Verbands zum Jahresende als Gimav-Geschäftsführerin ausscheidenden Renata Gaffo.


Italien-Ticker I: Gimav stimmt auf Vitrum ein

Zwei Tage lang stimmt der Verband Gimav der italienischen Glasmaschinenhersteller Mitte Mai Fachjournalisten aus dem In- und Ausland am Schauplatz der Vitrum auf die Mailänder Messe vom 6. bis zum 9. Oktober 2015 ein. Wie schon vor Jahresfrist anlässlich der glasstec in Düsseldorf kommuniziert, soll für das zuletzt schwächelnde Heimspiel der italienischen Anbieter mit neuen Konzepten und teilweise Köpfen der Turnaround gelingen; zumindest im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum 2013 – die Vitrum geht alle zwei Jahre über die Bühne – stimmt die erstmals schon jetzt einsehbare (auch das hat sich geändert!), vorläufige Ausstellerliste durchaus vorsichtig hoffnungsfroh: Darauf finden sich aktuell zirka 180 Namen, von den einheimischen Größen und Gimav-Repräsentanten wie Adelio Lattuada, Bottero, Biesse-Werkzeugtochter Diamut bzw. Intermac oder Fenzi bis hin zu Bohle, Dow Corning, Edgetech, Glaston und Hegla – alle bisher bekannten Aussteller auf www.vitrum-milano.com; die erwähnte Pressereise steht im Zeichen der aktuell in der norditalienischen Wirtschaftsmetropole stattfindenden Weltausstellung EXPO. Was es dort und im Stadtzentrum für Brancheninteressierte zu entdecken gibt und was die Organisatoren noch über die Vitrum („500 Aussteller, 19.000 Besucher, 27.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche“) verrieten, berichten wir im Italien-Ticker II.

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GFF berichtet in einer der nächsten Ausgaben des Emailnewsletters GFF Report sowie vielfältig in seiner Oktoberausgabe über die Glasmaschinen-Messe in Mailand.


Mitglieder des GFF Baden-Württemberg tagen in Karlsruhe

Auf der Mitglieder- und Deligiertenversammlung des Fachverbands GFF Baden-Württemberg betonten die Betriebe die Bedeutung einer starken Interessensvertretung für das Handwerk in einer Umbruchphase der Branche. Ein Landesinnungsverband könne diese Rolle spielen und die Bedürfnisse seiner Mitglieder gegenüber anderen Interessensvertretungen deutlich machen. Zu diesem Thema und den geldwerten Vorteilen, die ein Verband den Unternehmen bieten kann und sollte, diskutierten die Teilnehmer der Veranstaltung mit unterschiedlichen Ansätzen. Der Tenor lautete: unter dem neuen Hauptgeschäftsführer und Leiter der GFF-Fachschule Waldemar Dörr bewege sich der Fachverband weiter in die richtige Richtung – sowohl mit Blick auf Service als auch auf die Qualität der Aus- und Weiterbildung. Der Technische Berater Jan Eiermann gab einen Einblick in die Normarbeit, in der der GFF BW die Sicht des Handwerks einbringt.

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Mehr zur Mitglieder- und Deligiertenversammlung des GFF BW lesen Sie in der GFF-Ausgabe 6/2015.


Fassadentechnik für Berufsschüler

Die technische Entwicklung der Fassadenkonstruktion und aktuelle Trends stellte Ulrich Knaack, Professor für Fassadentechnik der TU Darmstadt, beim Expertengespräch an der David-Roentgen-Schule für Berufsbildung in Neuwied vor. Lehrer und Organisator Michael Höhler hatte den Fachmann für seine Unterrichtsform gewonnen in der Schüler aus dem Metall- und Fensterbau  Informationen von Praktikern und Forschern aus erster Hand erfahren. Knaack zeigte die Möglichkeiten der Integration von Gebäudetechnik mit Lüftung, Sonnenschutz, Heizung und Licht in Fassadenelemente. Einen interessanten Trend nannte er mit der Fixierung von Glasfassaden mittels Punkthaltern und horizontalen sowie vertikalen, vorgespannten Stahlseilen. 3D-Drucker sieht der weltweit aktive Wissenschaftler und Konstrukteur als Chance für Handwerksbetriebe, sich von der Konkurrenz abzuheben. „Damit haben gerade Handwerker die Technik an der Hand, sehr individuelle Formen mit einer bezahlbaren Produktionstechnik zu fertigen“, sagte Knaack. Seiner Einschätzung nach kostet ein künftig verfügbarer Drucker für Aluminium und Stahl ca. 55.000 Euro.
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Mehr zum Expertengespräch und dem Thema 3D-Drucker lesen Sie in der GFF-Ausgabe 6/2015.


Schmalz: Da bewegt sich was

Wer Vakuumtechnikspezialist J. Schmalz kennt, ist beim Eintreffen überrascht: Das Unternehmen, das mit 110 Millionen Euro Umsatz und Produktionsstandorten außerhalb Deutschlands in Indien, China und den USA mit Recht als Globalplayer bezeichnet werden darf, ist mit Glatten in einem Schwarzwalddorf zu Hause. Das Gute daran: Hier musst du aktiv werden, um gute Leute hinzubekommen, das schildern unisono Dr. Kurt Schmalz und Wolfgang Schmalz, beide Gesellschafter des Familienunternehmens – nur abzuwarten, ist keine Option. Dass Marketingverantwortlicher Hendrik Bittenbinder (unser Bild; Foto: Kober) sagt, bei Schmalz bewege sich was, hat seinen Grund. Innerhalb weniger Jahre investierte das wirtschaftlich kerngesunde Unternehmen mit Nachhaltigkeitsanspruch in der baden-württembergischen Heimat mehr als zehn Millionen Euro in ein hochmodernes Kommunikationscenter für Besucher und Mitarbeiter (auch künftige – hier werden Bewerber empfangen) sowie das Forschungs- und Versuchszentrum.

Wie die Glas- und Fensterbranche vom hohen F&E-Anspruch profitiert, lesen Sie branchenexklusiv in unserer Juninummer – ebenso wie ein Interview mit Dr. Kurt Schmalz.