Neue Marktzahlen des VFF

In Europa und den angrenzenden Ländern schrupmfte der Fenstermarkt 2014 um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr von 127,1 Millionen Fensterheinheiten (FE) auf 126,1 Millionen Fenstereinheiten (FE). Diese Zahlen veröffentlichte der Verband Fenster + Fassade (VFF) im Rahmen einer Studie des Künzelsauer Instituts für Marketing an der Hochschule Heilbronn. Die Arbeitsgruppe für europäische Marktzahlen des VFF spricht von einer Stabilisierung des Marktes, der seit 2009 umd fast 21 Prozent eingebrochen war. Neben den euroäischen Gesamtzahlen auf Grundlage des statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) beleuchtet die Studie aktuelle Zahlen, Prognosen und Trends der 28 EU-Staaten, Russlands, Ukrain sowie Norwegen, Schweiz und Türkei.
Zudem präsentierte der VFF Zahlen zur Produktion und dem Im- und Export des Deutschen Fenstermarktes 2014 in Kooperation mit den Marktforschern von B+L Marktdaten. Demnach produzierten die Hersteller in Deutschland im vergangenen Jahr 12,23 Millionen Fenstereinheiten in den Maßen 1,3 x 1,3 Meter. Der Export belief sich auf 1,131 Millionen FE (9,30 %) und der Import lage bei 2,38 Millionen FE (17,7%). Aus Polen importierte der Deutsche Markt insgesamt 1,26 Millionen FED, auf Platz zwei folgte Österreich mit ca. 470.000 FE.

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Mehr zu den Zahlen des VFF lesen Sie in der GFF-Ausgabe 5/2015.


Volles Haus beim Sachverständigen Forum

96 Teilnehmer informierten sich beim Karlsruher Sachverständigen Forum 2015 über Technik und juristische Kniffe. Dr.-Ing. Christian Schuler informierte über die Neuerungen der DIN 18008 und stellte Gläser nach der neuen und alten Norm rechnerisch gegenüber. Er zeigte, welche Gläser aktuell besser und welche schlechter gestellt sind. Dipl.-Ing. Wolfgang Jehl vom ift Rosenheim zeigte die neuen Inhalte der TR 20 (technischen Richtlinie) zur Montage von Fenstern. Dazu orientierte er sich in weiten Teilen am neuen RAL-Leitfaden zur Montage, die in manchen Punkten dem Stand der Technik und in anderen den anerkannten Regeln der Technik entspricht. Eine wichtige Neuerung stellt die Aufteilung der Befestigung in Standardfall, Sonderfall 1 und Sonderfall 2 dar. Diese Kategorisierung stand auch im Fokus der Diskussionsrunde zwischen Jehl, Dipl.-Ing. Eberhard Achenbach und Dipl.-Ing. Peter Ertelt, der die Einteilung als „unglücklich“ bezeichnete, weil zu viele Fenster aus dem Standardfall heraus fallen würden. Jehl betonte die Orientierungsfunktion der Einteilung, die einen Überblick über anspruchsvollere Befestigungssituationen geben soll. Die Tabelle stelle aktuell keine anerkannte Regel der Technik dar. Achenbach betonte den Empfehlungscharakter von Verbandsrichtlinien: „Wenn Sie eine funktionierende Lösung haben und gut argumentieren, müssen Sie sich nicht an diese Empfehlungen der Verbände halten. Sie dienen als Argumentationshilfe für den Gutachter.“

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Mehr zum Karlsruher Sachverständigen Forum 2015 lesen Sie in der GFF-Ausgabe 5/2015



Tischler/Schreiner tun was für die Gesundheit

60 Tischler/Schreiner informierten sich in Leonberg über die Möglichkeiten der Gesundheitsvorsorge für ihre Mitarbeiter, Arbeitssicherheit und ihre Pflichten im Bezug auf diese Punkte im Rahmen der Fachtagung Arbeit und Gesundheit von Tischler Schreiner Baden-Württemberg und Tischler NRW. Im Gesundheitsparcours probierten die Besucher Trainingsgeräte für die Erhaltung der Gesundheit aus und nahmen Ideen für ihre Unternehmen und Fachkräfte mit. Die Verbände präsentierten das Projekt SIAM als Hilfe für Fachbetriebe aus dem Tischler/Schreiner-Handwerk bei der Erstellung einer Arbeitsgefährungsbeurteilung und der Umsetzung von Gesundheitsförderung und Arbeitssicherheit entsprechend der gesetzlichen Vorgaben. Im Fokus des Angebots stehen kleine Betriebe, die die Mehrheit des Gewerks ausmachen. Rechtssicherheit, weniger Aufwand und ein verlässlicher Partner für die Arbeitsmedizinische Betreuung zeichnen das die Leistung von SIAM aus.

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Mehr zu den Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsförderung lesen Sie in der GFF-Ausgabe 5/2015. 


Kundentage 2015 bei Käuferle

Zum elften Mal hat Käuferle, Hersteller von Toren, Trennwänden, Fenstern und Türen, zirka 90 Fensterfachhändler an seinen Unternehmenssitz nach Aichach (bayerisch Schwaben) eingeladen. Dort informierten Experten in Workshops über Themen wie Grundlagen und Einstellungen des neuen Beschlags der Firma Gretsch-Unitas sowie Einbruchhemmung im Rahmen der beiden Widerstandsklassen RC (Resistance Class)1 N und RC2. Interessierte hatten auch die Möglichkeit, an einer Werksführung teilzunehmen.

Einen ausführlichen Bericht über die Käuferle Kundentage 2015 lesen Sie in der GFF-Maiausgabe, die am 8.5. erscheint.


Live-Montage mit Belu-Schaum

GFF besuchte eine Live-Montage von Fensterbau Stein mit dem Schnellstschaum von Belu in Frankfurt. Geschäftsführer Paul-Gerhard Stein montierte mit seiner Truppe 80 Elemente in einem privaten Wohnhaus. Höhepunkt war der Einbau einer 8,50 Meter breiten und 2,95 Meter hohen Hebeschiebe-Anlage. Für die luft- und schlagregendichte Abdichtung setzt der Fensterbauer den Montageschaum Belu ein. Mit der Montageart spare Stein zirka 40 Prozent der üblichen Montagekosten. „In zwanzig Jahren habe ich noch keinen Schadensfall mit dem Belu-Schaum gehabt“, sagt der Unternehmer.  Für die mechanische Fixierung der Elemente hat Belu-Entwickler Bernd Ludwig neue Gleitbolzenschrauben entwickelt, die einen Teil mit Gewinde im Rahmen und einen Teil mit Zylinder haben, der ins Mauerwerk reicht.

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Mehr zur Praxismontage lesen Sie in der GFF-Ausgabe 5/2015. 


pro-K greift Branchenthemen auf

Fast 40 Teilnehmer trafen sich auf der Frühjahrstagung des Industrieverbands Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff pro-K bei in Worms zum Netzwerken und Fachinformationsaustausch. Auf dem Programm standen u.a. die neue Oberflächentechnologie für Kunststofffenster von Profine, die Fensterüberwachung mit Solarchip statt Stromanschluss und der Einfluss der Oberflächentemperatur auf das Alterungsverhalten von Kunststoffen bei der Bewitterung. „Mit fast 40 Gästen war die Tagung gut besucht und wir konnten neue Themen aufgreifen, die Potenzial für unsere Mitglieder bieten. Interessant ist z.B. die automatische Fensterüberwachung ohne Stromanschluss“, sagte pro-K-Geschäftsführer Ralf Olsen. Nach dem Vortragsprogramm besichtigten die Teilnehmer die Produktion von Gastgeber Renolit und erlebten die Reparatur von Folien am Fenster im Schulungszentrum des Herstellers.

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Mehr zur Veranstaltung und Renolit lesen Sie in der GFF-Ausgabe 5/2015. 


Glasbau-Tagung in Dresden

Zum zwölften Mal findet an der TU Dresden die Glasbau-Tagung statt – zum ersten Mal mit einem zweitägigen Programm. Neben Bemessung und Konstruktion sowie Forschung und Entwicklung spielen Bauten und Projekte eine wichtige Rolle. „Wir bedienen nicht nur die Theorie. Wir zeigen auch, wie diese in der Praxis umgesetzt wird“, erklärte Prof. Bernhard Weller zum heutigen Auftakt der Tagung.

Drei Themen am ersten Tag:

Martin Lutz von Drees & Sommer sprach über den Trend Wohnen im Hochhaus, das ganz spezielle Anforderungen an die Fassadenentwicklung stelle. „Aus den erlaubten 50 Prozent Transparenz muss man das Maximale herausholen.“

Michael Elstner von AGC Interpane sprach über Verglasungsregeln – denn die Verglasung ist ein leidiges Problem: „Die meisten Schäden passieren beim Einbau der Scheibe.“ Die fehlerhafte Klotzung sei eine häufige Ursache für Glasbruch.

Prof. Franz Feldmeier von der Hochschule Rosenheim sprach über das Potenzial von Vierfach-Isolierglas. Sein skeptisches Fazit: „Die Probleme sind die gleichen wie bei Dreifach-Isolierglas, nur größer.“ Neben Kostengründen sieht er das Gewicht und die Klimalasten als Problem. Druckentspannte Gläser oder IGs mit Dünnglas wären Optionen – oder ist doch Vakuumglas die Lösung?

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Einen ausführlichen Bericht über die Glasbau-Tagung in Dresden lesen Sie in der GFF-Aprilausgabe.


Ruoff mit neuer Schweiß-Putz-Linie

Seit wenigen Tagen ist bei Fenster Ruoff in Bodelshausen eine neue Schweiß-Putz-Linie in Betrieb. Das Highlight der Anlage von Maschinenehrsteller Urban ist die vorgeschaltete Dichtungsfräsmaschine. Die Dichtungen der Profilstäbe werden dort an den Ecken hinterfräst. „So bleibt die Ecke auch nach dem Schweißen weich und elastisch“, erläutert Geschäftsführer Wolfgang Ruoff, der den Bereich Kunststofffenster verantwortet (unser Bild, li.; daneben sein Bruder Thomas, der den Bereich Holz und Holz/Alu leitet). Das sei bisher nicht möglich gewesen. Im Anschluss an die Schweiß-Putz-Anlage wird im April noch eine automatische Abstapelungseinheit installiert. Das sorge für mehr Effizienz im Arbeitsablauf.

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Einen ausführlichen Bericht zur neuen Anlage und der Firma Ruoff lesen Sie in der GFF-Aprilausgabe. Ein Video-Interview mit Wolfgang Ruoff finden Sie in Kürze auf unserer Homepage.


Coplaning: Schmitz im GFF-Interview

Gutes Marketing ist eine Sache. Aber es muss zu dem passen, was den Kunden dann auch wirklich erwartet. Günter Schmitz (unser Bild re., mit GFF-Chefredakteur Reinhold Kober – Foto: Coplaning) hat sein Unternehmen mit Sitz in Junglinster/Luxemburg vor 23 Jahren mit drei Mann gegründet und setzt heute mit 96 Beschäftigten ca. 20 Millionen Euro um; er sagt Dinge wie: Wir sind 24 Stunden am Tag für den Kunden erreichbar – persönlich, nichts Anrufbeantworter. Oder: Wir tauschen auf unsere Kosten eine Scheibe aus, auch wenn wir den Schaden nicht verursacht haben und der Sohn des Kunden sie kaputtgeschossen hat – das lohnt sich für uns.

Lesen Sie in GFF 4 das große Exklusivinterview mit Günter Schmitz, der eine der größten Erfolgsgeschichten der Fensterbranche geschrieben hat.




Innovationstag bei Aluplast

Zirka 80 Aluplast-Verarbeiter kamen zum Innovationstag des Systemgebers nach Rothrist in die Schweiz. Es war das erste Mal, dass der Tag nicht im heimischen Karslruhe stattfand. Aus gutem Grund: Auf dem Tagungsprogramm stand nicht nur die Präsentation des neuen Profils energeto 5000 view, vor Ort besichtigten die Fachpartner auch die Produktion des Verarbeiters Beglinger + Lüscher (BL Fenster AG). „Das Unternehmen gehört zu den Top 5 Verarbeitern mit dem größten Wachstum in den vergangenen fünf Jahren“, erklärte Aluplast-Geschäftsführer Patrick Seitz. Grund genug, sich die stark automatisierte Fertigung (unser Bild; Foto: Metzger) und den profitablen Einsatz des energeto-Profils live in Aktion anzuschauen.

Das Profil energeto 5000 view zeichnet sich laut Vertriebsleiter Jürgen Huber durch verdeckt liegende Flügel, schmale Ansichten und einer auf den Rahmen aufklipsbaren Alu-Schale aus. Das System, das die generellen Vorzüge des energeto-Profilsystems aufweist, lasse sich problemlos in die Serienfertigung integrieren. „Das Wort Sonderbau ist uns ein Graus“, sagt auch Dr. Gerhard Schuhmann, Leiter der technischen Entwicklung.

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Alle Informationen zu energeto 5000 view und dem Verarbeiter BL lesen Sie in der GFF-Aprilausgabe.