Hessische Fensterbauer tagen

Die Hessischen Fenstertage in der Holzfachschule Bad Wildungen stellten mit 122 Teilnehmern einen neuen Rekord auf, wie Peter Ertelt, Vorsitzender des Ausschusses Fenster und Fassade bei Hessen Tischler, verkündete. Neben Details und Einschätzungen zur RAL-Montage erfuhren die Fensterbauer von Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des Verbands Fenster+Fassade (VFF), Details zur erwarteten Marktentwicklung 2015 und Chancen am Markt. In den Workshops verrieten Experten wichtige Punkte zur Sanierung historischer Fenster, neuen Materialien für die Rahmenkonstruktion von Holzfenstern, zum Verzug dunkler Kunststofffenster und zu den neuralgischen Punkten von Glas im Fensterbau.

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Mehr zu den Hessischen Fenstertagen lesen Sie in der GFF-Ausgabe 12/2014.


RAL-Montage erklärt und verstanden

100 Teilnehmer und ein voll besetzter Seminarraum: das Seminar zum Montageleitfaden für Fenster und Haustüren der RAL-Gütemeinschaft stieß auf großes Interesse. Seminarleiter Diplom-Ingenieur Wolfgang Jehl vom Institut für Fenstertechnik Rosenheim (ift) stellte an den Leitfaden sowie Veränderungen und wichtige Neuerungen vor. Einen Schwerpunkt bildete die richtige Befestigung von Bauelementen, auch in modernen Mauerwerksteinen mit geringerer Tragkraft. Die gute Nachricht lautete: nicht für jedes Sonderelement brauchen Fensterbauer einen statischen Nachweis. Allerdings spielt die Ermittlung der passenden Befestigungspunkte und -mittel nach den indidivuellen Bedingungen des Elements und der Einbausituation eine wichtige Rolle und verlangt vom Fensterbauer einige Rechenakrobatik. Der Tenor der Besucher: der Besuch hat sich gelohnt und brachte viele neue Erkenntnisse, allerdings seien die umfangreichen Anforderungen in der Praxis komplett kaum umsetzbar.

RAL-Montage
Mehr zum Montageleitfaden lesen Sie in der GFF-Ausgabe 12/2014.  



Energy Forum – Erstes weißes PV-Modul vorgestellt

Druchbruch für die gebäudeintegrierte Photovoltaik? Jordi Escarre Palou und sein Team vom Forschungszentrum CSEM aus Neuchâtel/Schweiz haben auf dem Energy Forum in Brixen die „weltweit ersten“ weißen Photovoltaik-Module präsentiert. Diese Technologie ist für den Bausektor attraktiv, weil sich Solarmodule dadurch komplett und harmonisch in die Gebäudehülle integrieren lassen. „Den höchsten Wirkungsgrad erhalten wir bei einer Kombination von kristallinen Hochleistungs-Solarzellen mit einem nanotechnologisch bearbeiteten Film, der nur eine bestimmte Wellenlänge des Lichts filtert, dieses zur Zelle hindurchlässt und das sichtbare Spektrum als diffuses Licht reflektiert“, erklärt Palou. Das Resultat ist eine homogene weiße Moduloberfläche ohne sichtbare Solarzellen. Das Modul erscheint wie ein großes weißes Blatt Papier mit einer schützenden Glasoberfläche. Einziger Nachteil: Im Vergleich zu herkömmlichen Modulen ist der Wirkungsgrad geringer (etwa zehn Prozent).

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glasstec: Glasveredlerpreis für Touchscreen

Am Donnerstag, traditionell der Tag der Handwerker, fand im vom BIV geführten Handwerkzentrum die Verleihung des Glasveredlerpreises statt. Die Gewinnerin ist Andrea Hebgen aus Waldbrunn. Ihr Werk Touchscreen lenkt den Sinneseindruck vom Sehen zum Anfassen. Das in der Gestaltung nahezu primitivste Element, der Punkt, wird durch die systematische Anordnung in der Blindenschrift in Form von erhabenen Punkten – aus Glasfluss und Opakemailfarbe auf dem Trägerglas – zum funktionalen und emotionalen Emotionsträger und zugleich zum tatsächlichen Touchscreen.
Später am Abend steht noch die Preisverleihung für den Glaser des Jahres auf dem Programm.

GFF unterhält sich mit beiden Gewinnern und berichtet in seiner Dezemberausgabe.

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glasstec: Vieles neu macht der Oktober

Neben Produktvorstellungen ist die glasstec traditionell die bestimmende Nachrichtenbörse der Branche. Dazu kommen bei Marktführern wie Guardian (siehe Marketingchef Hubert Kopf in unserem großen GFF-Messefilm) oder Quanex (unser Bild; Foto: Pohl – v.li. Andy Jones Edgetech UK, Vice President Larry Johnson, General Manager IG Systems George Wilson, Joachim Stoß Edgetech Europe) – die Members of the Board z.T. über den großen Teich, um Tuchfühlung zu wichtigen Kunden aufzunehmen und kontinental tätigen Kollegen den Rücken zu stärken; eine zentrale Botschaft zu überbringen gab es auch bei den partiell neuen handelnden Personen der italienischen Produzentenfamilie Gimav wie Aldo Faccenda (Bottero; President Vitrum) und Dino Zandonella Necca (ADI; Vice President Vitrum): Die nächstjährige Messe in Milano wird besser als die vorangegangene Veranstaltung, dazu sind eine stringentere Vermarktung und ein zusätzliches Angebot an qualifizierten Fachinformationen für Ausstellungsbesucher geplant; apropos Italien: Die als Gesichter von Punkthalterspezialist gebo bekannten Regina und Henri Balekjian sind ab sofort Vertriebspartner von Minusco für den deutschen Markt.

Die Nachmesseberichterstattung zur glasstec in Ausgabe 12/14 hält weitere Rechercheergebnisse und Neuheiten für Sie bereit.

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glass technology live – Hier kommen die Innovationen

Eine der Top-Attraktionen der Messe ist die glass technology live, die Innovationsschau der Branche. Sehenswert ist das von Lisec im Projekt Mem4win entwickelte Vierfachisolierglas mit ultradünnen Glasmembranen. Neben einem Ug-Wert von 0,3 erlaubt das modulare Konzept die Integration unterschiedlicher Funktionen, z.B. Photovoltaikpaneele oder Dioden für die künstliche Beleuchtung.
Gartner präsentiert einen neuen dreischaligen Fassadentyp als Weiterentwicklung der Closed-Cavity-Fassade für das nachhaltige Bauen. Die Fassade besitzt zwei vollständig geschlossene Zwischenräume, die mit Luft durchströmt werden. Darin sind Sonnenschutzsysteme integriert.
Sedak stellt eine Monsterscheibe in der Größe 3,20 mal 15 Meter aus. Mit einer neuen Digitaldrucktechnologie für übergroße Scheiben bietet das Unternehmen einen hochwertigen keramischen Digitaldruck in einer Auflösung von 720 dpi.

Mehr zu den Trends auf der gtl lesen Sie in der Dezemberausgabe der GFF.

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glasstec: An Entwicklungen ist kein Mangel

Eine absolute Besucherzahl nach dem ersten Messetag hat glasstec-Macherin Birgit Horn im GFF-Messefilm (unser Bild; Foto: Kober) nicht genannt, das Niveau von 2012 soll trotz diverser Fährnisse bei der Anreise wegen nicht arbeitender Piloten und Ausfällen bei der Bahn erreicht worden sein. Die Bandbreite an technischen Themen beeindruckt und reicht von Warm Edge-Lösungen für Silikonrandverbünde in der Fassade (Dow Corning, Kömmerling) über Linien für das Tempern spiegelungsfreier Glaslösungen (Glaston) bis hin zu neuen Architekturfolien zur Erweiterung der Gestaltungsmöglichkeiten mit dem transparenten Werkstoff (Trosifol/Kuraray). Tatsächlich fällt auf, dass herstellende Unternehmen noch mehr den Produktnutzen für ihre Kunden fokussieren und zunehmend klarer kommunizieren und dabei auch Zielgruppen unterhalb des High Level Segments ansprechen.

Den großen GFF-Messefilm finden Sie Anfang kommender Woche auf www.gff-magazin.de in der Videoleiste und in der nächsten Ausgabe des Emailnewsletters GFF Report. In Print erwartet Sie in der Dezemberausgabe ein großes glasstec-Spezial mit exklusiven O-Tönen, Trendeinschätzungen und dem GFF-Praktikercheck in Zusammenarbeit mit dem Forum Glastechnik des VDMA.

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engineered transparency – Intelligentes Glas steuert Sonnenlicht

Mit dem ersten Messetag startete auch das Konferenzprogramm. Auf der engineered transparency standen gleich mehrere Glaslösungen im Fokus, die den Energiefluss ins Gebäudeinnere mindern und für ein angenehmes Raumklima sorgen. Walter Haase von der Uni Stuttgart stellte eine Verglasung mit Flüssigkristallen in der Scheibe vor, die sich mittels elektrischer Spannung hell und dunkel schalten lässt. „Das funktioniert wie bei einem LCD-Bildschirm“, erklärte Haase. Die Kristalle sind in Rastern angeordnet und lassen sich einzeln ansteuern. „Wir entwickeln aktuell eine Steuerung, die ermöglicht, dass die Verdunklung der Scheibe dem Sonnenlauf folgt.“
Der Lichtplaner Helmut Köster stellte eine Lösung vor, bei der ein Spiegelsystem im SZR gutes Licht (Helligkeit) hineinlässt und böses Licht (Hitze) reflektiert.

GFF  berichtet in der kommenden Dezemberausgabe über die intelligenten Gläser zum Hitzeschutz.

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glasstec – Floatkunden im Fokus

„Vor 20 Jahren“, sagt Bruno Gygax der GFF am Euroglas-Stand, „kamen Architekten und Fassadenplaner hierher, die sich für unsere Produkte interessierten. Heute brauchen wir keine Muster auszustellen, die sehen sich höchstens die Wettbewerber an.“ Folglich konzentriere sich die Holding mit Trösch auf Messebeteiligungen in Nürnberg und – der angesprochenen Endabnehmer-Zielgruppe wegen – München; während in Düsseldorf die sog. Basisglas-Kunden – Partner- oder eigene sowie externe Betriebe, Sanco-Lizenznehmer – im Fokus sind. Produktseitig neu ist DuraClear, ein korrosionsbeständiges Glas in erster Linie für den attraktiven Badbereich. An Isolierglasproduzenten wendet sich Rottler & Rüdiger, unser Bild (Foto: Kober) zeigt die hohe Elastizität des mit Roweldo XL – ebenfalls am Stand zu sehen ist die Ein-Eck-Variante Roweldo S – gefertigten Abstandhalterrahmens aus Swisspacer-Profilen; laut Stefan Rottler unterscheidet sich das Produkt mit geschweißten Ecken darin von anderen Abstandhalterlösungen, die sich verformen können und beim Aufsetzen auf die Linie entsprechend Probleme machen.

GFF berichtet während der Düsseldorfer Messetage mehrmals tagesaktuell im Liveticker von gewonnenen Erkenntnissen – und in einem glasstec-Spezial in Ausgabe 12/14.

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Bau 2015 zieht jeden Experten an

Die Bau 2015 ist voll belegt und soll wieder mehr als 230.000 Besucher anziehen. „Dabei legen wir sehr großen Wert auf Qualität der Fachbesucher“, betonte Mirko Arendt, Projektleiter der Bau auf der Pressekonferenz zu den Bau-Informationsgesprächen. 2.000 Aussteller aus 40 Ländern präsentieren zum Teil exklusive Neuheiten. Auch wenn der Anteil an Architekten stetig steigt, bleibt das Bau- und Ausbau-Handwerk mit 36 Prozent der Besucher 2013 die stärkste Besuchergruppe. Die Ausgabe 2015 wird einige neue Entwicklungen aus der Glas, Fenster und Fassaden-Branche zeigen.

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