Tag zwei in Aachen

Das Fenster spielte seit jeher eine tragende Rolle im Bemühen, die Anforderungen des vom Passivhaus Institut (PHI) in Darmstadt proklamierten Baustandards zu erfüllen; geht es nach PHI-Leiter und Passivhaus-Erfinder Prof. Dr. Wolfgang Feist, wird sich dann für das gesamte Thema Niedrigenergiebauen eine neue Dynamik ergeben, wenn es gelingt, passivhausgeeignete Komponenten ohne Mehrpreis in den Markt zu bringen. Um die 20 Prozent teurer im Vergleich zu einem herkömmlichen Element ist aktuell das Hilzinger-Fenster VADB plus 550, entwickelt von Helmut Overs Firma FSB, das in Aachen den PHI-Komponenten-Award verliehen bekam; nach Aussage von Over spart sich der Bauherr mit diesem Fenster bei einer angenommenen Nutzungsdauer von 50 Jahren unterm Strich das stattliche Sümmchen von 16.000 Euro.

GFF hat auf der Passivhaustagung in Aachen reichlich Fensterbau-Stimmen gesammelt; mehr dazu in Heft 6/14 und der nächsten Ausgabe des Emailnewsletters GFF Report – jetzt registrieren auf www.gff-magazin.de!


1.000 Teilnehmer bei Passivhaustagung

Wie die Organisatoren des Darmstädter Passivhaus Instituts (PHI) mitteilten, sind ca. 1.000 Teilnehmer zur diesjährigen Tagung rund um den Baustandard ins Nordrhein-westfälische Aachen gereist. Viele von ihnen dürften NRW-Umweltminister Johannes Remmel beipflichten, der zum Auftakt vor Pressevertretern deutlich machte, wie sehr ihn die in ganz Deutschland entfachte Diskussion über Klimaschutz und Energiewende störe, bei der das Thema unzulässig auf die hohen Stromkosten verengt werde. Passivhaus-Gründer und PHI-Leiter Prof. Dr. Wolfgang Feist bekräftigte, dass es beim von ihm entwickelten und vorangetriebenen Baustandard um eine Absenkung des Heizwärmebedarfs von im Mittel 90 Prozent gehe; den von Skeptikern immer wieder angeführten Performance Gap – eine Kluft zwischen berechneter und faktisch vorhandener Energieeinsparung – gebe es für Passivhaus nicht. Ebenfalls kritisch äußerte Feist sich über die Medien, die bewusste Falschinformationen von einem behaupteten, aber seiner Ansicht nach nicht vorhandenen Zusammenhang zwischen zunehmenden Dämmdicken und immer mehr Bauschäden willfährig transportiert hätten.

GFF berichtet in seiner Juniausgabe auf drei Seiten sowie in mehreren Meldungen des Emailnewsletters GFF Report (jetzt registrieren auf www.gff-magazin.de) von dieser Tagung.



Tag zwei in Weimar

Wie Jochen Grönegräs vom BF den 160 Teilnehmern des Glaskongresses im April in Weimar sagte, konzipierte der Bundesverband Flachglas nach mehrjährigem Fokus auf die energetische Gebäudemodernisierung die diesjährige Veranstaltung thematisch weiter gefasst. Während Vertriebstrainer Albert Steinhard zum Start den inhaltlichen Fokus auf das Marketing und den Ausstieg aus der „Niedrigpreis-Todesspirale“ lenkte, war an Tag zwei der Vortrag Prof. Rudolf Schrickers („Glas im Innenausbau“) ein Erlebnis: Der Vizepräsident des Bundes Deutscher Innenarchitekten (BDIA) setzte bewusst einen Kontrapunkt zu technischer Regulierung, nüchterner Funktionsanalyse und baurechtlichen Anforderungen und widmete sich stattdessen der Wirkung des Materials Glas auf den Rezipienten. Wir von GFF berichten in unserer Maiausgabe, Erscheinungstermin ist der 6.5.14, ausführlich über den Glaskongress.


160 Teilnehmer bei Glaskongress

160 Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum haben auch bei der fünften Auflage des Glaskongresses in Weimar den Stellenwert des BF-Events als den zentralen Branchentreff neben glasstec und GPD bestätigt. Die Glasleute hörten von Marktanalyst Martin Langen (B+L Marktdaten, Bonn), dass es 2013 bei beschichteten Gläsern (plus 5,4 Prozent), VSG (6,2) und Isolierglas (2,6) ein Wachstum im deutschen Markt gab, während bei ESG die Produktion signifikant zurückging – um 6,4 Prozent. Die Nachfrage sowohl im Wohnungs- als auch im gewerblichen Bau sollte die weitere Entwicklung positiv beeinflussen. Wir von GFF berichten in unserer Maiausgabe, die am 6.5.14 erscheint, ausführlich über den Glaskongress.


sicht+sonnenschutz diskutiert: Strukturwandel in der R+S-Branche?

 

Macht die Rollladen- und Sonnenschutzbranche einen Strukturwandel durch? sicht+sonnenschutz hat mit Experten vom Fach über den Stand von Handwerk und Industrie diskutiert.

Experten aus der Branche
Entwickeln sich Industrie und Handwerk in unterschiedliche Richtungen? Welche Herausforderungen prägen die Zukunft? sicht+sonnenschutz hatte Experten zur Diskussion eingeladen: Thilo Weiermann, Geschäftsführer von Weinor, Rollladen+Jalousiebaumeister Otto Rall, Geschäftsführer der M&R Gruppe, Rollladen+Jalousiebaumeister Georg Nüssgens, Geschäftsführer von Rollladen Kutsch und Präsident des Bundesverbands Rollladen+Sonnenschutz (BVRS) sowie Christoph Silber-Bonz, Hauptgeschäftsführer des BVRS.

Konzentration nicht überall

Weiermann sieht eine Konzentration in der Industrie weil hier Unternehmen eine gewisse Größe erreichen müssten um die umfangreichen Anforderungen des Marktes zu erfüllen. Im Handwerk sieht er nicht diese Konzentration. Kleinere Betriebe im Handwerk sieht Nüssgens nicht generell im Nachteil gegenüber der größeren Konkurrenz: „Diese Betriebe können mit der richtigen Struktur und Leistungsangebot gute Zahlen schreiben.“

Mehr zum Thema lesen Sie in der sich+sonnenschutz-Ausgabe 5/2014, die am 16. Mai erscheint.