Windays: Komplexere Ausführungsplanung

Am zweiten Tag der Windays stand zunächst das Thema Glas im Fokus. Thomas Stöckli von der BFH zeichnete den Weg nach, wie sich Glas vom einfachen Füllmaterial weiterentwickelt hat und heute zunehmend als intelligente Komponente eingesetzt wird. Dimmbare Gläser sind ein Beispiel dafür. Diese Funktionalität erfordert zwangsläufig eine Vernetzung mit dem Gebäude, diverse Schnittstellen sind zu berücksichtigen. Die Folge: „Die Ausführungsplanung wird komplexer, das kostet Zeit und Geld.“ Ebenso werde die Zusammenarbeit mit Architekt und Glashersteller wichtiger. Stöckli betonte aber auch, Glas als Füllkomponente kein Auslaufmodell ist. Denn die moderne Beschichtungstechnologie erlaube es, bauphysikalische Werte einfach zu beeinflussen. Weitere Vorträge befassten sich u.a. mit der Sicherheit und Standfestigkeit des Fensters.


Windays: Drehkipp vor dem Aus?

In Biel (Schweiz) finden heute und morgen die Windays statt. Eine Erkenntnis des ersten Tages: Der Drehkipp-Beschlag hat sich überlebt und dürfte bald abgelöst werden. Das ist die Meinung von Urs Uehlinger von der veranstaltenden Berner Fachhochschule. Nicht nur seien mit neuartigen Beschlagtypen – die Industrie bewegt sich hier langsam – ganz andere Fensterdesigns möglich. Auch in der Fertigung ergeben sich Vorteile, wie das Forschungsprojekt AutoWindow (unser Bild) zeigt. Peter Schober von der Holzforschung Austria griff das Thema innovativer Fensterkonstruktionen ebenfalls auf und zeigte, welche Potenziale der Einsatz von Vakuumglas hat. Andere Öffnungsarten seien damit ebenso möglich wie sehr schlanke Profilansichten. „Nehmen Sie Anreize mit, was Sie in der eigenen Fensterentwicklung voranbringt“, sagte Schober.

GFF berichtet in der Maiausgabe ausführlich zu den Windays.