glasstec: Jürgen Simon als Glaser des Jahres 2018 ausgezeichnet

Jürgen Simon, Inhaber von Glaserei & Fensterbau Simon in Mannheim, ist beim traditionellen Glaserstammtisch zum Glaser des Jahres 2018 gekürt worden. Mit dem Preis zeichnet der Bundesinnungsverband des Glaserhandwerks Betriebe aus, die sich durch besonderes Engagement aus der Masse hervorheben. „Mit kompromissloser Qualität und regionalem Verantwortungsbewusstsein führt Jürgen Simon sein Unternehmen von der Tradition in die Moderne“, sagte Bundesinnungsmeister Martin Gutmann in seiner Laudatio. Der Glasermeister engagiere sich darüber hinaus für seine Mitarbeiter und investiere in soziales Engagement. Im Jahr 2010 habe Simon die Spendenaktion „Honorar für einen guten Zweck“ ins Leben gerufen. „Seinen Kunden berechnet er für ein Angebot 50 Euro“, erklärte Gutmann. „Mündet dieses in einen Auftrag, erhalten sie den Betrag zurück.“ Unabhängig davon spendet Simon am Jahresende die gesamten Angebotsgebühren für ein soziales Projekt.

Foto: Metzger


glasstec: Glaserhandwerk verleiht glass-art-competition

Beim Glaserhandwerk stand am Nachmittag des dritten Messetages die glass-art-competition – ehemals Glasveredlerpreis – auf dem Programm. Die Neuausrichtung soll der zunehmenden Internationalisierung des Wettbewerbs Rechnung tragen. „Die Glasveredler bekommen es immer wieder hin, mit ihren Kunstobjekten zu begeistern“, sagte Martin Gutmann, Bundesinnungsmeister des Glaserhandwerks, in seinem Grußwort. Aus 14 Nominierten wählte die zehnköpfige Jury die drei Erstplatzierten (s. Foto) aus. Den dritten Platz erzielte Marina Aletsee mit ihrem Glasobjekt „Lebensfunke“, gefolgt von Gunnar Salchert mit „Tischkicker, der schwebende Ball“ auf Rang 2. Den ersten Platz räumte Jered Fastner mit „Katana“ ab.

Foto: Friedrichs



glasstec: Auf dem Weg zur Smart Factory

Mit sogenannten Automated Guided Vehicles (AGV), einer Transportlösung für Fächerwagen, A- und L-Gestelle, kommt Hegla der Vision einer Smart Factory näher. In Halle 14, Stand A56, präsentiert der Maschinenbauer aus Beverungen die neue Generation der Shop-Floor-Logistik. Die AVGs sind in die Produktionssoftware eingebunden und übernehmen selbstfahrend die Logistikaufgaben, z.B. zwischen Zuschnitt und nachfolgenden Bearbeitungs- oder Pufferstationen. „Stärke ist vor allem die hohe Flexibilität“, sagt Bernhard Hötger, COO von Hegla. Dank des von Hegla-Hanic entwickelten Leitsystems könnten Fahrwege und Aufträge jederzeit – entweder systemgesteuert oder vom Bediener – an die Maschinenverfügbarkeiten und sich verändernde Bearbeitungsprioritäten angepasst werden.

Foto: Friedrichs


glasstec: GFF trifft Flachglas-Vorstand von Saint-Gobain

Auf der glasstec hatte GFF erstmals Gelegenheit, mit Patrick Dupin (re., mit GFF-Chefredakteur Reinhold Kober – unser Bild; Foto: Martin Stadler/Saint-Gobain Deutschland) zu sprechen, der im Saint-Gobain-Board weltweit die Flachglasaktivitäten des 40 Milliarden (!)-Konzerns verantwortet. Der Asset, der für die ganz Großen in Zukunft das Spiel entscheidet, ist nach Aussage des Senior Vice Presidents „die Kundenkenntnis“; was bedeutet das? „Die Verarbeiter bekommen überall Glas. Treue, Qualität, Lieferfähigkeit und vor allem Verständnis für die Bedarfe, Anforderungen und Probleme der Unternehmen sind die Glieder der Kette, die wir mit unseren Kunden bilden wollen“, erklärte der Pariser Spitzenmanager.

Ob die Kette durch die Diskussion um die Normenverschärfung bei der DIN 18008 nach Ansicht Dupins enger geworden ist, lesen Sie garantiert nur in unserer Dezemberausgabe (12/14/18), die beinahe die komplette Messenachberichterstattung enthält.


glasstec: GFF BW stellt Berufsabschluss vor

Hauptgeschäftsführer Waldemar Dörr (hier re., mit dem Bundesinnungsmeister Martin Gutmann – unser Bild; Foto: Kober) hat auf der Weltleitmesse glasstec für Produktion und Verarbeitung in der Handwerkerhalle 9 die Kooperation des Fachverbands Glas Fenster Fassade (GFF) mit der Berufsakademie Melle vorgestellt; innert sechs Semestern erwerben die Teilnehmer, wenn sie die bundesweit anerkannte Meisterschule in Karlsruhe absolviert haben, nach einem Jahr im Unternehmen und zwei weiteren Semestern in Melle den akademischen Abschluss Bachelor of Engineering (B. Eng.). Voraussetzung für die Teilnahme sind eine abgeschlossene Ausbildung „in einem branchenahen Beruf“ und die Hochschulzugangsberechtigung – die ersten Kandidaten haben den Meistervorbereitungslehrgang in Karlsruhe bereits aufgenommen.

GFF berichtet von den Aktivitäten des Bundesinnungsverbands heute Abend, inklusive der Awardverleihung für den Glaser des Jahres.


glasstec: Echtzeit-Kundensupport in der Glasverarbeitung

Mit Investitionen in Forschung und Entwicklung will Glaston auf automatisierte Prozesse und den Echtzeit-Kundensupport zusteuern. Auf der glasstec zeigt das finnische Unternehmen, wie künstliche Intelligenz und Augmented Reality in der Glasverarbeitung eingesetzt werden. „Der Insight Assistant ermittelt anhand von Basisdaten automatisch die besten Ofeneinstellungen. Und Insight Reporting ermöglicht es Glasverarbeitern, Maschinen online zu überwachen und die Produktion von überall auf der Welt aus zu verbessern“, sagte CEO & President Arto Metsänen.

Darüber hinaus will Glaston den nächsten Schritt im Bereich Smart Glass einleiten. „Das Potenzial ist enorm, der Markt wird in den nächsten Jahren stark wachsen“, ergänzte Metsänen. Mit Smart Glass sei Glaston in der Lage, den Wohnkomfort und die Sicherheit von Gebäuden zu erhöhen und Energie zu sparen.

Seit Ende 2015 arbeiten Glaston und die kalifornische Heliotrope Technologies Inc. zusammen, um die nanokristalline NanoEC-Technologie für dynamische Verglasungen zu kommerzialisieren. Die erste Pilotlinie soll im Frühjahr 2019 vom Band laufen.

Foto: Friedrichs


glasstec: „BIM ist an vielen Stellen angreifbar“

Inwieweit ist das Building Information Modeling – kurz BIM – in der Branche verbreitet? Darüber hat GFF auf der glasstec mit zwei Experten vom Verein Unabhängige Berater für Fassadentechnik (UBF) gesprochen. „In Deutschland steckt die Methode noch in den Kinderschuhen“, sagt David Hommelsheim, Fachingenieur Fassade. „BIM ist an so vielen Stellen angreifbar.“ Grundsätzlich berge die Idee, Prozesse mit BIM zu optimieren, eine große Chance, dennoch müssten für die erfolgreiche Einführung noch viele Hürden gemeistert werden. „Zunächst sollte die Definition klar sein“, ergänzt Hommelsheim. „Viele reden von BIM und meinen nur ein 3D-Modell.“ Erst wenn BIM die Prozesse in den Bereichen Fassade, Rohbau und Haustechnik von der Planung bis zur Ausführung vereine, könnten Fehler langfristig vermieden und Kosten reduziert werden. Das bestätigt auch Dip.-Ing. Ralf Rache: „Es gibt noch viel zu tun und am Ende wird sich zeigen, ob BIM tatsächlich effektiver ist als herkömmliche Methoden.“

David Hommelsheim (l.) und Ralf Rache (Foto: Friedrichs)


glasstec: Fachschule Zwiesel feiert Silberhochzeit

Wie Kundenpflege aussieht, hat das Team der Glasfachschule Zwiesel während der glasstec-Woche in einem klimatisch zunehmend unfreundlichen Düsseldorf erlebt: „Wir werden hier hervorragend betreut“, sagte Schulleiter Hans Wudy (re., unser Bild – Foto: Kober) dem GFF-Reporter, „und am ersten Tag kam eine Abordnung um die Messeverantwortliche Birgit Horn, weil wir schon so lange dabei sind.“ In Halle 9 haben die Niederbayern unweit der Handwerksaktivitäten eine Heimat gefunden und lassen viele Vorbeieilende innehalten, wenn die Fachleute das heiße Glas aus dem Ofen holen und die jahrhundertealte Kunst des Glasblasens demonstrieren. „Mir ist wichtig“, erzählte der nächstes Jahr in Ruhestand tretende Wudy, „den Leuten zu zeigen, dass so etwas“ – er zeigt auf eine wunderschön kolorierte Bonbonniere – „nicht aus einer Maschine fällt. Sondern dass man dafür Menschen braucht.“

GFF berichtet täglich in mindestens vier Livetickern für die inoffizielle Messeplattform www.gff-magazin.de – hier sehen Sie nächsten Montag unseren selbst produzierten Film zur glasstec 2018.


glasstec: Lattuada feiert 40. Geburtstag

Am ersten Messetag hat Adelio Lattuada (re., mit Sergio Cosano von Mappi – unser Bild; Foto: Kober) Kunden, Vertriebspartner und Lieferanten, Journalisten und Freunde des Unternehmens eingeladen, das 40-jährige Bestehen des Familienbetriebs zu feiern. Mit dem Bus ging es zur Eventlocation Classic Remise, wo Dutzende auf Hochglanz polierter Oldtimer bestaunt und fotografiert wurden. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, mit Adelio, Michela und Nicola Lattuada auf die Historie des 1978 in Carbonate in der Provinz Como gegründeten Maschinenbauers zurückzublicken, Weggefährten wie der zwei Jahre zuvor in Düsseldorf verabschiedete Hans Füldner unterstrichen den hohen Stellenwert persönlicher Verbindungen in der internationalen Glasbranche: „Mein freundschaftlicher Kontakt zu den Familien hat die Zeitspanne meiner aktiven beruflichen Tätigkeit überdauert.“

GFF verschafft sich heute auf dem Messestand von Adelio Lattuada einen Überblick über die Messethemen, die längst Aspekte der Robotik einschließen, wo früher mechanische Details neuester Kantenschleifer im Vordergrund standen; wir berichten in GFF 12/18 – Erscheinungstermin ist der 14. Dezember.


glasstec: Schwingendes Auto hängt an Dünnglas

Ein auf dem Kopf stehendes Auto, das nur an zwei superdünnen Glasscheiben hängt: Im Rahmen der Sonderschau glass technoloy live in Halle 11 präsentiert das Gemeinschaftsprojekt „Gravity“ von Seele, Define Engineers und Carpenter Lowings die technologischen Fortschritte in Glasverarbeitung, Klebstoffentwicklung, Präzisionstechnik und Fertigung. Die Verbindung zu den jeweils 985 mal 1.950 Millimeter großen und zwei Millimeter dicken laminierten Glasscheiben macht der transparente Silikonklebstoff (TSSA) Dowsil von Dow möglich. Die optisch und physisch leichte Struktur kommt ohne mechanische Verbindungen aus und ist hoch belastbar. „Gravity“ ist das Ergebnis eines Prozesses, an dem Ingenieure, Architekten, Verarbeiter und Zulieferer mitgewirkt haben.

Foto: Friedrichs