Gastel: „Wollen Handwerk voranbringen“

Nach dem Abschied vom Bundesinnungsverband des Glaserhandwerks (BIV) haben sich die Verantwortlichen des Fachverbands Glas Fenster Fassade Baden-Württemberg (GFF BW) mittelfristig ehrgeizige Ziele gesetzt, etwa im Bereich der verbandlichen Liegenschaften: „Das gemeinsame Ziel ist es, das Haus so zu bestellen, dass es geeignete Vertreter nachfolgender Generationen einmal gern übernehmen“, sagte Landesinnungsmeister-Stellvertreter (Vize-LIM) Wolfgang Gastel (hier mit einem etwas größeren Fenster in der Werkstatt; unser Bild – Foto: Kober) beim turnusmäßigen Skypetermin dieses Mediums mit dem Verband. Dabei wollte der 60-Jährige auch nochmals herausstellen, dass vonseiten des BIV bzw. dessen maßgeblichen Vertreters rund um die Versammlung im Jänner alles unternommen worden sei, Baden-Württemberg aus der Bundesorganisation zu drängen – im Gegensatz zum engagierten Auftritt von BIM Michael Wolter am Tag des Austrittsbeschlusses in Karlsruhe: „Wir haben kein Problem mit dem Ehrenamt. Wo das Problem liegt, ist bekannt.“ Und: „Wir wollen unser Handwerk voranbringen. Sollte das irgendwann auch wieder auf Bundesebene möglich sein, sind wir gesprächsbereit.“

GFF berichtet ausführlich im September (ab 4.9.) über Inhalte des Skypegesprächs, dazu sei auf die Ausgabe vom 9. September des Emailnewsletters GFF Report verwiesen.


Hermann-Blösch: HST als Bausatz

An (für uns; Foto: Kober) neuem, aber mit Blick auf die Firmengeschichte altem Standort im zu Illerberg gehörenden Gewerbegebiet einen Steinwurf von der Ausfahrt Vöhringen der A7 entfernt haben Franziska Hermann und Harald Bürzle-Hermann über die Themen informiert, die Sonderbauspezialist Hermann-Blösch in den Mittelpunkt seines Auftritts auf der abgesagten FENSTERBAU FRONTALE hatte stellen wollen: den Hebeschiebetür-Bausatz Ekito und eine 60 Millimeter Hebeschiebe-Tür in Holz/Alu.

Über beides berichtet GFF in der Augustausgabe des Emailnewsletters GFF Report wie im Ressort Fenster des Septemberhefts.



Studio Next: Post-Corona-Städte der Zukunft

Matthias Horx, Star der deutschsprachigen Zukunftsforscher und live aus Wien zugeschaltet, sowie vor Ort Dr.-Ing. Jan Wurm (Arup Deutschland), omniCon-Geschäftsführer Markus Rink, DGNB-Chefin Dr. Christine Lemaître und Dr. Thomas Welter, Bundesgeschäftsführer beim Bund Deutscher Architekten (BDA), diskutieren morgen Nachmittag ab 16 Uhr im Next Studio von Wicona darüber, wie der Städtebau der Zukunft in Nach-Corona-Zeiten aussehen könnte. Nach GFF-Informationen haben sich 300 Interessierte für den angebotenen Livestream im Internet registriert. Wir treffen bereits heute in Frankfurt Initiator und Studiochef Christian Mettlach (unser Bild; Foto: Kober) von Wicona.

GFF ist exklusiver Medienpartner der im Studio Next beheimateten Handwerker-Veranstaltung Metallbau direkt, über den Next Summit „Neu denken, neu planen, neu gestalten – die Post-Corona-Städte der Zukunft“ berichten wir in der Printausgabe für September und in dem im August versendeten Emailnewsletter GFF Report.


Tag der Entscheidung in Karlsruhe

Noch läuft die Mitgliederversammlung des Fachverbands GFF BW. Doch der Tagesordungspunkt „Abstimmung über den Verbleib im BIV“, der im Fokus aller Beteiligten stand, ist soeben zum Ende gekommen. Beim Ergebnis gab es keine Überraschung mehr: Die Delegierten haben einstimmig beschlossen, die Mitgliedschaft im Bundesinnungsverband fristgerecht zum Jahresende 2020 zu kündigen. Der GFF BW tritt also aus dem BIV aus und folgt damit der Glaserinnung für das Saarland, die Anfang der Woche ebenfalls die Kündigung eingereicht hatte.

In Karlsruhe hatte nach einer ausführlichen Aussprache zum Thema BIM Michael Wolter versucht, die Delegierten vom Verbleib zu überzeugen – vergebens. Die Ereignisse der vergangenen Monate (GFF berichtete) hatten die Mitglieder, die sich auf der zurückliegenden Versammlung bereits klar positioniert hatten, noch weiter bestärkt, einen Schlussstrich zu ziehen. Wobei man betonte, sich eine Rückkehr vorstellen zu können – sollte der BIV doch Bereitschaft zum umfassenden Wandel erkennen lassen, insbesondere in der Person des HGF.

GFF berichtet in der Septemberausgabe ausführlich über die Mitgliederversammlung. Ein Videointerview mit der Verbandsspitze finden Sie ab Montag online.


Online-PK mit dem Passivhaus-Papst

Passivhäuser sind eine Lösung für den Klimaschutz, sie bieten Komfort in Winter und Sommer, stellen eine gesunde Innenraumluft sicher und ermöglichen reduzierte Gesamtkosten – übrigens auch im sozialen Wohnbau. Das war das Fazit der Online-Pressekonferenz „Passivhaus – nachhaltig die Zukunft bauen“, die heute Mittag stattgefunden hat. Beim Passivhaus-Standard kommt es insbesondere auf die eingesetzten Komponenten an. So machte Passivhaus-Gründer Prof. Dr. Wolfgang Feist beispielsweise deutlich, dass das Passivhausfenster im Vergleich zum gewöhnlichen Fenster einen nicht unwesentlichen Beitrag dazu leistet, Emissionen zu senken. Die Zusammenfassung der PK lesen Sie hier.


Lauber: Neue PVC-Fertigung in Betrieb gegangen

GFF hat wieder einen Vor-Ort-Termin wahrgenommen – unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Die Eröffnungsfeier der neuen PVC-Fertigungshalle von Lauber am Bodensee musste das Familienunternehmen aufgrund der Krise verschieben. Markus Lauber empfing GFF deshalb zum Exklusivtermin und führte durch die neue Produktionsstätte. Highlight für Lauber, der gemeinsam mit seinem Bruder Michael die Geschäfte führt, ist u.a. das Hochregallager. Zudem liefert ein Shuttlebandservice die Kunststoff-Elemente von Station zu Station, ohne dass die Mitarbeiter sie tragen müssen. Ebenfalls besonders: Alle Scheiben werden mittels Robotersystem in die fertigen Fensterflügel verklebt. „Wir sind sehr glücklich mit der neuen Halle. Auch auftragsmäßig läuft es momentan ausgezeichnet“, sagt Lauber.

Ein Video-Interview mit Markus Lauber über die neue Fertigung finden Sie hier online. Den Bericht lesen Sie in der GFF-Sommerausgabe, die am 3. Juli erscheint.


Rehau: Setzt sich das Fenster bald von selbst ein?

Rehau hat heute in einer Online-Konferenz mit unserer Redaktion im Detail seine Neuheiten vorgestellt, die das Unternehmen urprünglich auf der FENSTERBAU FRONTALE präsentieren wollte. Teilnehmer seitens Rehau waren Frank Zimmermann, Chief Technology Officer Window Solutions. Carsten Heuer, Head of Division Window Soultions, sowie Peter Kotzur, Marketing Director Window Solutions. Die Neuheiten umfassten vier Bereiche: Neben dem Kerngeschäft ging es um smarte Geschäftsfelder, digitale Services sowie nachhaltige Antworten.

Highlight war die Montagehilfe Just Smart, der Prototyp eines digitalen Justiersystems. Aufgesteckt auf den vier Fensterecken, sorgen die interagierenden Justierhilfen dafür, dass sich das Element selbstständig innerhalb der Laibung ausrichtet. Zudem überprüft das System das Fenster auf seine Funktionalität hin, vom Öffnen bis zum Kippen.

Eine weitere digitale Lösung ist Rehau Window ID. Das Fenster bekommt damit bereits in der Produktion eine Identität, über die sich das Element entlang des kompletten Lebenszyklus nachverfolgen lässt. Nicht nur bei auftretenden Störungen ist das hilfreich.

Ausführliche Informationen zu den Neuheiten lesen Sie in der GFF-Sommerausgabe, die am 3. Juli erscheint.


Egen-Gödde: Firmen switchen Etats

Branchenbeobachter Ludger Egen-Gödde (unser Bild; Foto: Kober), der im nahen Kaufering ein Pressebüro für Kunden im Baustoff- und Metallbau-Segment betreibt und unter anderem für die Verbände VDPM und Deutsche Bauchemie tätig ist, besuchte heute die Redaktion zum informellen Austausch in Bad Wörishofen. Themen waren unter anderem mittel- und langfristige Folgen der Coronakrise, die sich im Messewesen und in Teilen in der Verlagslandschaft zeigten („Firmen switchen ihre Etats“), und mögliche Auswirkungen auf die Informationsvermittlung. Einigkeit herrschte beim PR-Profi und Redakteur darin, dass Videokonferenzen sicher manch teure Dienstreise überdenken ließen, aber nicht in allen Fällen die beste Lösung sind. Wie auf der Messe ist manchmal noch heute der persönliche Kontakt wichtig. Egen-Gödde assistierte in der Vergangenheit bei der Etablierung wegweisender partnerschaftlicher Präsentationskonzepte.


Tapio: Die Digitalisierungszentrale

Tapio hätte gerne die Möglichkeit genutzt, auf der HOLZ-HANDWERK das gleichnamige digitale und offene Ökosystem für die Holzbranche vorzustellen. Nach der Messeabsage gab es die Informationen heute trotzdem: im Rahmen einer virtuellen Pressekonferenz. GFF war mit Volontär Christian Lunkenheimer (unser Foto) live dabei.

Worum geht es bei Tapio? Die Onlineplattform führt z.B. Maschinen-/Werkzeugdaten von kooperierenden Unternehmen zentral zusammen und wandelt sie in nutzbare Informationen um. Das sei zielführender, als wenn jeder Hersteller seine eigene digitale Lösung aufbaue und der Betrieb jeweils eine separate Lösung benötige. Neu vorgestellt hat Tapio die Applikation Industrial Tube. In der App lassen sich nach dem Prinzip von Youtube eigene Videos hinterlegen. Im Sinne eines augereiften Wissensmangements greifen die Produktionsmitarbeiter auf die Tutorials zu und lernen dabei die Schritte zum Ausführen bestimmter Arbeiten, z.B. Werkzeugwechsel. In Zeiten des Fachkräftemangels sieht Tapio in der App eine geeignete Lösung zur Wissenweitergabe. Mit Twinio gibt es nun ferner auch ein Tool zur digitalen Werkzeug- und Materialverwaltung.

Weitere Details erfahren Sie in der GFF-Maiausgabe.


Informationsvorsprung für Metallbauer

Heute ging es bei der 5. Ausgabe von Metallbau direkt im Next Studio in Frankfurt, zu der Next-Partner Wicona und Esco in Kooperation mit GFF geladen haben, darum, Innovationen für ein erfolgreiches neues Jahrzehnt vorzustellen. So präsentierte Wicona im ersten Slot „Erfolg mit System“ drei Neuheiten: Hydro Circal 75R und Reduxa, das neue Versatz-Schiebesystem Wicslide 150 PS sowie das Wicona Oberflächenkonzept 2020.

Besonders spannend war auch der Vortrag von Next Studio-Partner Esco. Das Unternehmen widmete sich dem Thema „multifunktionale und vernetzte Systeme in der Objektarbeit“. Klaus Vorweg (im Bild) von Esco gibt u.a. Seminare zum Thema Elektrik für Fenster und Türen. Heute erklärte er in seinem Vortrag elektrische Grundbegriffe, die aufgrund der wachsenden Zahl von elektrischen Systemen auch im Metallbau immer wichtiger werden. Dabei machte er auch deutlich, welche Tätigkeiten von Metallbauern ausgeführt werden dürfen und welche nicht.

Des Weiteren referierte Cornelia Gärtner vom BVMW u.a. über den Fachkräftemangel und die Digitalisierung und welche Fördermöglichkeiten es auf diesen Gebieten gibt. Zum Abschluss folgte ein interaktiver Vortrag von Rhetorik-Profi Florian Kutzler, Kommunikationstrainer der Rhetorik-Akademie Tübingen. Er besprach mit den Teilnehmern, wie sie Reklammationsgespräche angehen können.

Mehr zu den einzelnen Themen erfahren Sie in der Aprilausgabe von GFF.