VFF: Leitfaden zur Montage als Messethema

Der Verband Fenster+Fassade bringt im „Leitfaden zu Planung und Ausführung der Montage (LzM) von Fenstern und Haustüren für Neubau und Renovierung“ eine aktuelle Publikation zur FENSTERBAU FRONTALE an den Messestand; gleichzeitig soll eine App, zunächst im Fassadenbereich, die Bandbreite an digitalisierten Informationsangeboten erweitern: „Wir wollen uns da etwas moderner aufstellen“, sagte VFF-Geschäftsführer Frank Lange auf dem heutigen Weihnachts-Branchen-Presse-Treffen des Verbands an der Frankfurter Geschäftsstelle. Ulrike Döbel (unser Bild; Foto: Kober) nutzte die Gelegenheit, auch in Vertretung von Vorsitzendem Walter Lonsinger, etwas zu den Aktivitäten von A/U/F im abgelaufenen Jahr zu sagen. So habe sich die Zahl der Mitglieder 2019 um 23 auf jetzt mehr als 200 Unternehmen gesteigert, sei ein Volumen von 33.000 Tonnen eingesammelt worden.

Was Frank Lange über eine gemeinsame Verbändepräsenz in der Hauptstadt sagte, lesen Sie in GFF 1/20. In Kürze ist das aufgezeichnete Gespräch mit dem VFF-Geschäftsführer vor unserer Videokamera auf www.gff-magazin.de verfügbar.


Kommen hier die Handwerker von morgen?

Wie macht man Jugendlichen Lust aufs Handwerk? Die Handwerker Games in Ravensburg zeigten das mustergültig. Schüler der 8. Klassen aus dem Landkreis Ravensburg maßen sich in zwölf unterhaltsamen und praxisnahen Spielen, die von jeweils einem anderen Gewerk betreut wurden, und kämpften um 800 Euro für die Klassenkasse. Das Glaserhandwerk, Fachrichtung Fensterbau, war in Form von Betrieben der Innung Bodensee-Oberschwaben-Hohenzollern präsent. Das Spiel bestand darin, ein Fenster innerhalb von drei Minuten aufzuhebeln. Es handelte sich dabei um ein downgegradetes RC1 Fenster mit weniger Schließstücken, damit die Schüler eine Chance haben. Erfolgreich waren dennoch die wenigsten – trotz der Tipps von Obermeister Markus Weber. Einig waren sich am Ende indes alle, dass das Format, Jugendliche spielerisch ans Handwerk heranzuführen, erfolgversprechend ist. „Die Begeisterung ist spürbar“, sagte Weber.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der GFF-Januarausgabe.



Fensterbauer des Jahres: Entscheidung fällt in Dortmund

Morgen ab 10.30 Uhr entscheidet sich in den heiligen Hallen der Tischler Nordrhein-Westfalen, wer im März 2020 auf der größten Bühne, die diese Branche zu bieten hat, die Auszeichnung für den Fensterbauer des Jahres (unser Bild; Foto: Kober) entgegennimmt. Der Award hat sich etabliert, davon zeugen nicht nur die bisherigen Preisträger Markus Becker aus Medebach (stringent durch das komplette Unternehmen durchgezogene Marken- und Marktpositionierung) und Friedrich Gehrig aus Oberschleichach (virtuose Verbindung höchster Denkmalschutz- und Funktionsanforderungen in seinen Konstruktionen bis hin zu strengsten Beschussklassen); in den Kategorien Produktentwicklung + Fertigung sowie Marketing haben sich zwölf Betriebe aus Baden-Württemberg (drei), Rheinland-Pfalz und Bayern (je zwei), Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hamburg und Brandenburg beworben. Die Jury setzt sich zusammen aus Hausherr Dr. Johann Quatmann (Geschäftsführer TSM GmbH), Peter Ertelt (Vorsitzender Bundesfachbeirat Fenster und Fassade), Jens Schlaeger (Vorstandsvorsitzender der EBH AG), Rainer Prante (Geschäftsführer Meesenburg Großhandel KG), Waldemar Dörr (Geschäftsführer GFF BW), Anke Maske (Geschäftsführerin der Tischler Brandenburg), FENSTERBAU FRONTALE-Projektleiterin Elke Harreiß und GFF-Chefredakteur Reinhold Kober.

GFF berichtet über die Jurysitzung in Printausgabe und Emailnewsletter für Januar.


VFT-Seminar: Mekka der Fassadenplaner

Märkte wie UK sind bereits stark von Ingenieuren geprägt, die rund um das Bauteil Fassade von der Ausschreibung bis zur Abnahme eine gewichtige Position haben; tritt das auch in Deutschland noch mehr in den Vordergrund – welches sind die Konsequenzen? Die GFF-Berichterstatter Matthias Heiler und Reinhold Kober sind heute und morgen auf der sehr gut beleumundeten Veranstaltung des Verbands für Fassadentechnik (VFT) in Wiesbaden-Niedernhausen zugange (unser Bild; Foto: Kober), um – nicht zuletzt im Gespräch mit Vorstand Hugo Philipp – solche und ähnliche Fragen für Sie zu klären.

Die Veranstaltung erfolgt doppelseitig im Jänner und in der ersten Ausgabe 2020 des Emailnewsletters GFF Report.


Roto: Im Würgegriff der Politik

Wenn Roto unterhalb seiner gesteckten Ziele bleibt, ist das schon etwas Besonderes. In diesem Jahr wird das der Fall sein. Anstatt zwischen drei und fünf Prozent zu wachsen, wird das Unternehmen sich laut Vorstand Dr. Eckhard Keill bis Jahresende ein Wachstum von ein Prozent „erkämpfen“ müssen, auf dann 668 Millionen Euro (2018: 661,8 Millionen Euro). Die Ursachen sieht Keill vor allem in politisch bedingten Marktrückgängen, insbesondere bei der Fenster- und Türtechnologie wäre demnach ohne äußere Einflüsse deutlich mehr möglich gewesen. „Wir lehnen den Eingriff in den freien Wirtschaftshandel ab“, betonte Keill. Als konkretes Beispiel nannte er Sanktionen: Die Politik müsse sich bewusst werden, dass Strafmaßnahmen gegen andere Länder immer auch Auswirkungen auf die eigene Wirtschaft haben. Für 2020 erwartet Keill keine Wunderdinge. Allerdings dürften sich verschiedene Konfliktherde entspannen, so dass dann ab 2021 wieder ein wirtschaftlicher Schub zu erwarten sei. Angesichts der schwierigen Gemengelage ist Keill mit der Performance seines Unternehmens einigermaßen zufrieden. „Wir haben uns overall gut geschlagen.“

Die Unternehmenszahlen teilte Roto auf dem Internationalen Fachpressetag in Bad Mergentheim mit, wo der Bauzulieferer seine Wurzeln hat. Eine Zusammenfassung des Events lesen Sie in der GFF-Dezemberausgabe.


GFF-Praxistage: Alles Schöne hat auch ein Ende

Jetzt sind die GFF-Praxistage leider auch schon wieder vorbei. Die Stimmung an den zwei Tagen – das kann man ja mal so sagen – war einfach spitze. Es wurde nicht nur viel diskutiert und aufmerksam zugehört, gerade in den Praxisworkshops von Warema, Selve, Aluplast und Soudal haben die Teilnehmer live an Exponaten neues Wissen sammeln können. Einen packenden Vortrag lieferte Prof. Peter Andres zur Bedeutung der Tageslichtplanung in der modernen Architektur und berichtete über Konsequenzen für Glas und Fenster. „Es ist wichtig, dass man darum kämpft, dass mehr Tageslicht in Räume kommt“, sagte der Referent. „Es ist z.B. besser, wenn wir Zweifach-Verglasung einsetzen als Dreifach-Verglasung. Da kommt einfach mehr Licht durch.“

Mit dem Vortrag zum Thema Erfahrung, Leidenschaft und Sorgfalt als Grundlage für unternehmerischen Erfolg von Wilhelm Hachtel, Berater und Coach für Selbstmanagement und Strategie entwicklung (im Bild), fand die Veranstaltung einen krönenden Abschluss. „Es gibt unendlich viele Aufgaben, die ein Unternehmen heute managen muss“, sagte der Branchenkenner. Um das zu bewältigen, benötigt es Selbstorganisation, Selbststeuerung und Mitarbeiterführung.

Bleiben Sie gespannt: In den kommenden Tagen teilen wir auch weiterhin Impressionen in Wort und Bild mit Ihnen von den GFF-Praxistagen. Wo? In der Dezember- und Januarausgabe von GFF, auf Facebook, im Newsletter und natürlich auf unserer Webseite.


GFF-Praxistage: Digitalisierung im Griff

Der zweite Tag der GFF-Praxistage ist angebrochen. Am Morgen steht das Expertenfenster Fachverband GFF Baden-Württemberg auf dem Programm. Einsichten zum Thema „Besser ausbilden, die Digitalisierung im Griff der neuesten Regelwerke“ liefert Andreas Richter, Dozent an der Fachschule GFF BW in Karlsruhe. Der Referent stellt das Fensterbautool des GFF BW vor, das er gemeinsam mit seinen Meisterschülern entwickelt hat und die Zukunft von Fensterbauern sichern soll. Es umfasst die Module Reparaturverglasung, Verschnittoptimierung und Montagekosten. Letzteres unterstützt bei der Kalkulation der Kosten und der Ermittlung der Arbeitszeit für die Fenstermontage. In einer Liste sind die Preise für sämtliche Materialien hinterlegt, sodass sich die Gesamtkosten für die Montage schnell ermitteln lassen.


GFF-Praxistage gestartet

Mit zirka 150 Teilnehmern haben heute die vierten GFF-Praxistage in Karlruhe-Ettlingen begonnen. Nach der Begrüßung durch GFF-Verleger Alexander Holzmann und LIM Jürgen Sieber stand zunächst das Thema Barrierefreiheit auf der Tagesordnung. Sandra Heinrichsberger vom ift Rosenheim erläuterte, warum sich das Kriterium der Überrollbarkeit zur Beurteilung von Schwellen besser eigne als die reine Schwellenhöhe. Das Ziel sollte immer sein, niveaugleiche Übergänge zu schaffen, insbesondere in der Sanierung könne dies jedoch nicht immer realisiert werden. Jan Eiermann, technischer Berater beim GFF BW, ging im Anschluss auf konstruktive Schnittstellen ein und erläuterte Details zur neuen „Putz-Richtline“. Nach der Pause stand die Diskussionsrunde mit BIM Martin Gutmann, GFF BW-Geschäftsführer Waldemar Dörr, Bauunternehmer Stefan Taig, ehem. Wertbau, und Günter Schmitz, ehem. Coplaning, an, die sich mit dem Bauen der Zukunft auseinandersetzte. Ein Top-Thema in der von GFF-Chefredakteur Reinhold Kober Runde: Der Fachkräftemangel. Einhellige Meinung: Es gelte, sich als Handwerksbetrieb attraktiv aufzustellen und die jungen Leute abzuholen. Eine Meinung aus dem Auditorium, begleitet mit Szenenapplaus: Jeder Betrieb sollte sich auf seine Stärken konzentrieren, anstatt zu jammern. Betriebsübergreifende Netzwerke seien eine Möglichkeit, eigene Schwächen auszugleichen. Den Abschluss des ersten Tages bildete der Vortrag von Jürgen Sieber zur Gelbverfärbung von weißen PVC-Profilen. Die Fallzahlen steigen, Sieber erläuterte die Hintergründe. Morgen geht es mit Tag 2 weiter.

GFF trifft VFF: Erstes Interview mit Frank Lange

Im Frühjahr hat Frank Lange (unser Bild, Mitte – Foto: Kober) alleinverantwortlich die Nachfolge von Ulrich Tschorn als Geschäftsführer des Verbands Fenster + Fassade (VFF) angetreten, der nach eigenen Angaben mit 370 Mitgliedsunternehmen 60 Prozent des Marktes abdeckt. Die Tendenz dürfte sinkend sein, zieht man die wachsende Bedeutung von importierten Fensterelementen ins Kalkül – was bedeutet das für den Verband und welche Lehren zieht der VFF aus der Kakophonie rund um die gescheiterte Normenverschärfung bei der DIN 18008?

Diese und andere Fragen klärte GFF in einem exklusiven Gesprächstermin mit dem Mann, der von Seufert-Niklaus an die Geschäftsstelle in Frankfurt wechselte; im Anschluss an die Verbandstagung zu VOB und Recht – eine umfangreiche Berichterstattung zu den Tagungsinhalten und dem Lange-Interview finden Sie in unserer Dezemberausgabe.


ABS: Fassadenladen aus Biopolymeren

Seit gestern findet in Bern die Konferenz zur Gebäudehülle der Zukunft statt – die Conference on Advanced Building Skins (ABS). Interessant war am ersten Tag die Vorstellung eines Fassadenladens aus Biopolymeren – ein Forschungsprojekt der TH Nürnberg. Mit den transluzenten Profilen sind Anordnungen möglich, die sowohl das Tageslicht in den Raum lenken – im oberen Bereich – als auch Durchsicht gewährleisten – im mittleren Segment. Die Forscher suchen nun Industriepartner, um ein marktfähiges Produkt zu entwickeln. Hintergrund des Projekts war es u.a., herkömmliches PVC zu ersetzen. Alternative Materialien waren auch in einem anderen Vortrag Thema, darin ging es um Mauerwerksteine aus Hanf. Die Fassadenplaner von Priedemann stellten vor, wie es auch mit den heutigen Anforderungen an Energieeffizienz (Stichwort: EnEV) möglich ist, Gebäude mit Ganzglasfassaden zu realisieren. Am heutigen Tag geht es u.a. um gebäudeintegrierte Photovoltaik.