Schloss- und Beschlagindustrie auf Wachstumskurs

Die Schloss- und Beschlagindustrie verzeichnete im Jahr 2018 ein Produktionsvolumen von 7,2 Millionen Euro. Auf den Bereich Bau entfielen 2,9 Millionen Euro, was einem Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Für 2019 stehen die Zeichen ebenfalls auf Wachstum. „Die Stimmung in der Branche ist positiv“, sagte Stephan Schmidt, Geschäftsführer des Fachverbands Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB) bei der heutigen Jahresmitgliederversammlung im nordrhein-westfälischen Velbert. Auf der Agenda standen neben den Berichten über aktuelle Entwicklungen und der Jahresrechnung auch die Wahlen des Vorstands. Als Vorsitzender wurde Karl Kristian Woelm von der Woelm GmbH einstimmig wiedergewählt. Die anwesenden Mitglieder bestätigten auch die bisherigen Stellvertreter – Wolf Hoppe von der Hoppe AG und Michael Meier von der Simonwerk GmbH Baubeschlagtechnik – im Amt.

Mehr über die Themen, die den FVSB aktuell beschäftigen, sowie ein Interview mit dem Vorsitzenden Karl Kristian Woelm lesen Sie in der Sommerausgabe von GFF.


GFF im Gespräch mit Hans Wudy

Noch bis Ende August dieses Jahres ist Hans Wudy Schulleiter der Glasfachschule Zwiesel. Nach 22 Jahren verabschiedet er sich in den Ruhestand. Aus diesem Anlass sind die GFF-Reporter Reinhold Kober und Andrea Mateja heute für eine inoffizielle Verabschiedung nach Zwiesel in den Bayerischen Wald gefahren, um noch einmal mit Wudy (im Bild li.) zu sprechen. Der Noch-Schulleiter gewährte einen Einblick in sein Leben. Die Glasfachschule spielte dabei stets eine wichtige Rolle. Wudy absolvierte dort seine erste Ausbildung, arbeitete später nebenberuflich als Lehrer und trat dann die Stelle als Schulleiter an – zwischendurch war er zwar auch als Produktdesigner tätig, doch immer wieder zog es ihn an die Schule und zum Glas. „Schon während der Schulzeit hab ich mich mit dem Virus Glas infiziert. Die Arbeit mit dem Werkstoff fängt im Kopf an und geht dann durch die Hände, bis ein fertiges Stück entsteht  – und das hat mich schon immer sehr fasziniert“, sagte Wudy. Der Glasmacher-Autodidakt fertigte während seiner Tätigkeit als Schulleiter selbst immer wieder Vasen und andere Gegenstände aus Glas, die er vor einem Jahr sogar in einer Vernissage präsentierte. Die nächste Ausstellung kommt Anfang-September direkt nach dem Ende seiner Karriere als Schulleiter.

GFF holte Wudy für ein kurzes Interview vor die Kamera. Den Film gibt es nun online auf unserer Webseite. Einen ausführlichen Bericht finden Sie außerdem in unserer Sommerausgabe von GFF.



BF-Arbeitskreis tagt zu SmartHome

Langweilig, humorlos, trocken – all das ist die Sitzung des BF (Bundesverband Flachglas)-Arbeitskreises Systeme im Scheibenzwischenraum nicht. Davon konnte sich GFF heute persönlich überzeugen. In München tagte der Arbeitskreis, um die Überarbeitung des Merkblatts „Planungshilfe: Integrierte, bewegliche Systemeim Mehrscheiben-Isolierglas für Architekten, Planer und Verarbeiter“ voranzutreiben. Eine Frage war, inwieweit das Thema SmartHome berücksichtigt werden sollte. Hierzu holte sich das Gremium externen Input. Prof. Dr. Michael Krödel von der TH Rosenheim sprach über verschiedene Systeme und aktuelle Trends. Daraus leitete der AK Inhalte ab, die im BF-Merkblatt erscheinen sollen.

In der GFF-Sommerausgabe berichten wir ausführlich über die AK-Sitzung des BF.


Oknoplast: Jetzt geht es erst richtig los

„Wenn Menschen ihren 25. Geburtstag feiern, heißt es, dass sie gerade erst im Leben angekommen sind“, gab Oknoplast-Marketingleiterin Magdalena Cedro-Czubaj heute vor polnischen und deutschen Journalisten am Firmensitz in Krakau zu bedenken. Bei einem Unternehmen in diesem Alter von gestanden zu sprechen, sei zwar richtig, aber für Oknoplast gelte das gleiche, wie für einen Mittzwanziger: „Für uns geht es jetzt erst richtig los.“

Der polnische Fensterhersteller hat sich seit seiner Gründung 1994 stetig weiterentwickelt. „Wir sind mittlerweile zu einem internationalen Unternehmen geworden und wollen noch weiter wachsen. Für uns gibt es nur eine Richtung und die ist vorwärts“, sagte Mikolaj Placek, Präsident der Oknoplast Gruppe (im Bild auf dem Sofa links zusammen mit Verkaufsleiter Tomasz Radecki). Ein Beispiel: Um die Produktionskapazitäten künftig zu erhöhen, will Oknoplast den Standort in Krakau bis 2024 um 16.000 Quadratmeter erweitern.

Mehr zu Oknoplast, der Unternehmensentwicklung und der Strategie für die Zukunft lesen Sie in der großen Doppelausgabe von GFF.


Lisec – zwei Tage Recherche am Unternehmenssitz

„Fünf Dinge, die Sie noch nicht über Lisec wussten“, lautete der Arbeitstitel des gemeinsam von Unternehmenssprecher Filip Miermans und GFF-Chefredakteur Reinhold Kober erdachten Projekts einer Hintergrundberichterstattung über den Global Market Leader aus Niederösterreich (unser Bild; Foto: Kober). Bereits am ersten Tag, nach exklusiven Gesprächen mit Event Manager und Kommerzialrat Peter Lisec-Vertrautem Manfred Lesiak und dem aus Italien zugeschalteten Vertriebsleiter Software International Markus Fischer, sei gesagt: Bei fünf Dingen wird es nicht bleiben.

GFF berichtet ausführlich in seiner großen Sommerausgabe über den vielfältigen Input, den u.a. auch CEO Gottfried Brunbauer und in Sabine Lisec erstmals in der deutschsprachigen Fachpresse die Tochter des legendären Firmengründers liefern werden. Dabei werden Sie unter anderem erfahren, wie Kommerzialrat Peter Lisec in Ausnahmefällen selbst vor historischen Geschenken nicht zurückschreckte, um wichtige Kunden für sich zu gewinnen.


Aluplast und Soudal: Live Interview zu GFF-Praxistagen

Am Unternehmenssitz des Kunststofffenster-Profilgebers Aluplast im baden-württembergischen Karlsruhe findet heute ein GFF-Exklusivtermin im Vorgriff auf die GFF-Praxistage am 8. und 9. November 2019 im Hotel RadissonBlu in Ettlingen nahe Karlsruhe statt, dem neben Soudal Deutschland-Chef Harald Lüdtke in Patrick L. Seitz der geschäftsführende Gesellschafter des global tätigen Fensterbau-Zulieferers beiwohnt (unser Bild; Foto: Kober). Inhaltlich geht es um die Technologieführerschaft beider Player und die Frage, wie sich zielgruppenspezifische Entwicklungsarbeit genau auf die Bedürfnisse des verarbeitenden Fachpublikums zuschneiden lässt; dabei spielt das bekannte Problem begrenzter personeller Ressourcen eine Rolle. Diese Fähigkeit von Soudal und Aluplast kommt ebenfalls in der höchst nutzwertorientierten Gestaltung des gemeinsamen Workshops am Kongresssamstag der GFF-Praxistage zum Tragen: Das Vorgespräch zum heutigen Termin fand in lockerer Atmosphäre in einem unternehmensnah gelegenen Ristorante statt.

GFF berichtet ausführlich in seiner großen Juli-August-Ausgabe auf mehreren Seiten über den exklusiven Praxistage-Talk mit Patrick L. Seitz und Harald Lüdtke und hat beide Spitzenmanager für ein verfilmtes Interview (in Kürze auf www.gff-magazin.de und in einer der nächsten Ausgaben des Emailnewsletters GFF Report) vor die Videokamera geholt.


Praxisforum von Gerhard Riegler: Normen im Bauwesen

In welchem Verhältnis stehen Bauordnungsrecht und die Bestimmungen des EU-Binnenmarkts? Wie verpflichtend ist die CE-Kennzeichnung von Bauprodukten, welche Bestimmungen gibt es? Nachdem ö.b.u.v. Sachverständiger Gerhard Riegler ein Seminar zu diesem Thema mit mehr Fragen als Antworten verließ, beschloss er, selbst eine Fortbildungsveranstaltung zu organisieren. Mit zirka 20 Teilnehmern – von Architekten über Sachverständige bis hin zu Vertretern von Bauunternehmen und ausführenden Betrieben – fand diese heute in Langenbruck nahe Ingolstadt statt. Dipl.-Ing. Georg Feuchtgruber und Dr. Christian Hofer vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr nahmen sich des komplexen Themas an. Fazit: Kurz vor den Europawahlen gab es von den Teilnehmern Kopfschütteln über das Gebaren der EU-Gerichte, was zusätzliche nationale Produktanforderungen angeht. Diese sind nämlich nach einem aktuellen Urteil nicht möglich – erst recht nicht, wenn dem Mitgliedsstaat die enthaltenen Vorgaben einfach nur zu lasch sind. Begründung: Der freie Warenverkehr würde dadurch eingeschränkt.

Das war nicht alles: Prof. Christian Niemöller (im Bild stehend) sprach in seinem Vortrag darüber, welche Auswirkungen die zum 01.01.2018 eingeführten Änderungen im BGB Werkvertragsrecht haben. Riegler selbst beantwortete die Frage, wie verbindlich DIN-Normen sind und welche Auswirkung sie auf die Arbeit in der Planung, Ausführung und Überwachung haben. Mit Kritik an einer unübersehbaren Normierungswut und dem Einfluss von Lobbyisten sparte er nicht.


Diesmal in der Schweiz – Workshop: Fenster kleben auf lackiertem Holz

Und weiter ging es heute mit der Seminarreihe „Fenster kleben auf lackiertem Holz“ der Kooperationspartner Otto-Chemie, Lohmann und Remmers. Diesmal war Gyso als Vertriebspartner von Otto-Chemie Gastgeber und lud an seinen Standort in Kloten in der Schweiz ein. Zuvor tourte das Format bereits durch Deutschland und war auch bei Leitz in Österreich zu sehen (GFF berichtete). Auch die schweizer Kollegen zeigten sich sehr interessiert. Zirka 40 (!) Personen kamen zum Workshop.

Warum ist das Thema so interessant? Dank einer Initiative der drei Partnerfirmen gemeinsam mit dem ift Rosenheim, gibt es eine Erweiterung der ift-Richtlinie VE/08-4, die die Beurteilung von geklebter Verglasung auf Holz regelt. Als erste und bislang einzige bieten Otto, Remmers und Lohmann aufeinander abgestimmte Komponenten an, für die ein entsprechendes ift-Prüfzeugnis vorliegt, welches die Unternehmen heute im Seminar vorgestellt haben.

Nach der theoretischen Einführung lernten die Teilnehmer an drei Stationen, wie das Verfahren genau funktioniert. Ein fachmännisch durchgeführter Einbruchversuch an einem entsprechend verklebten RC3-Fenster folgte und bewies: Das System funktioniert.

Mehr zum Workshop und dazu, wie Verarbeiter von dieser Gemeinschaftsleistung profitieren, lesen Sie in der Sommerausgabe von GFF.


BF-Präsi Arnold: „Wir können alle Themen anpacken“

Im Kloster Hornbach hat heute Abend der fünfte Fachpresseabend des Bundesverbands Flachglas stattgefunden. Im Vordergrund stand der Wechsel an der Präsidiumsspitze. Hans-Joachim Arnold sei dort der richtige Mann, sagte Thomas Dreisbusch, der bei der vergangenen Wahl nicht mehr als Präsident kandidiert hatte, im Gespräch mit GFF. Als Mittelständler, der auch international agiert, sei Arnold der Wunschkandidat gewesen. Der Präsident selbst konnte noch nicht sagen, welche konkreten Themen er anpacken wird. Aber: „Wir sind fachlich hervorragend aufgestellt im Vorstand, um alle Themen anzupacken.“ Positiv erwähnt er, dass der Vorstand mit einigen jüngeren Leuten besetzt ist. Er hofft, dass in Zukunft auch sein Amt einmal von einem jungen Branchenvertreter übernommen wird – sehr gerne auch von einer Frau.


IFN – europäisches Schwergewicht legt weiter zu

Im vergangenen Jahr konnte die IFN-Holding AG ihren Umsatz von 502 auf 546 Millionen Euro gegenüber 2017 steigern. Das entspricht einem Plus von neun Prozent. „Der Markt entwickelt sich positiv, der Trend wird auch in den kommenden drei Jahren anhalten“, prognostizierte Mag. Johann Habring, Vorstand der IFN-Holding, bei der heutigen Pressekonferenz im österreichischen Linz, an der GFF dank Live-Übertragung dabei war (s. Foto). Zu dem erfolgreichen Ergebnis trugen insbesondere die Marken GIG (+11,2 Prozent) und Schlotterer (+4,2 Prozent) sowie das Flaggschiff Internorm (+4,2 Prozent) bei. Allein in Österreich erwirtschaftete das Internationale Fensternetzwerk rund 40 Prozent des Umsatzes, gefolgt von Deutschland (16,3 Prozent), der Schweiz (9,8 Prozent) und Großbritannien (sieben Prozent). Dazu Habring: „Der Brexit wird noch ein großes Risiko für uns.“ Derzeit seien aber noch keine Auswirkungen spürbar.

Um im attraktiven skandinavischen Markt Fuß zu fassen, hatte IFN im Jahr 2017 80 Prozent der Unternehmensanteile von Skaala Oy, führende Fenstermarke in Finnland, erworben. „Die Restrukturierung ist noch nicht abgeschlossen“, ergänzte Habring. Derzeit werde die Organisation von der Eigentümer- auf die Managementführung neu aufgestellt. Auch für 2019 hat sich die Holding ambitionierte Ziele gesetzt. „Umsatzmäßig werden wir die 600-Millionen-Euro-Marke knacken“, betonte der Vorstandschef. Zudem sollen rund 37 Millionen Euro u.a. in Vertriebsaktivitäten, neue Technologien und den Ausbau der Standorte investiert werden.

Den vollständigen Bericht über die Ergebnisse und die Zukunftsperspektiven der IFN-Holding lesen Sie in der Sommerausgabe von GFF.

Foto: Friedrichs