Lisec: CEO spricht über Entwicklungskooperationen

Als Nadelöhr im Glasverarbeitungsprozess ist das Gasfüllen und Verpressen seit jeher Gegenstand von versuchten Prozessverbesserungen, das ist bei Lisec nicht anders. CEO Ing. Gottfried Brunbauer sagte im Exklusivinterview mit GFF in Seitenstetten (Niederösterreich), das Unternehmen arbeite mit Partnern aus der Wertschöpfungskette – er nannte die Themenfelder Glas, Abstandhalter, Versiegelung – an einer Neuentwicklung. Als Zeitkorridor sprach der 58-Jährige von einem bis drei Jahren, schloss aber zugleich aus, exklusive Partnerschaften einzugehen: „Das Ziel ist es, dass jeder den Beitrag, den er im Projekt leistet, auch für seinen Bereich vermarktet.“

GFF veröffentlicht in der Aprilausgabe den Gesprächsinhalt, u.a. zum Glaston/Bystronic-Deal, als Wortlautinterview und morgen einen Videomitschnitt auf www.gff-magazin.de – das Bild (Foto: Kober) zeigt den ganz speziellen Wegweiser zum Global Player am nächstgelegenen Kreisverkehr.


Walter Fensterbau: Neustart für PVC-Fensterproduktion

Mit seinen 325 Jahren dürfte Walter Fensterbau in Augsburg wohl Deutschlands ältester Fensterhersteller sein. Heute und morgen feiert das Traditionsunternehmen sein Jubiläum zusammen mit Architekten, Wohnbaugesellschaften und Fachhandelspartnern. Damit verbunden ist die Einweihung der neuen Halle für die PVC-Fensterproduktion. Die 3.600 Quadratmeter große Halle ist mit einer komplett neu konzipierten, optimal auf die einzelnen Produktionsschritte abgestimmten Rotox-Fertigungslinie ausgestattet. „Bis zu 200 Fenstereinheiten pro Tag können wir hier produzieren“, sagt Geschäftsführer Markus Walter im Gespräch mit GFF. Das Unternehmen verarbeitet dabei ausschließlich das Profilsystem S9000 von Gealan in verschiedenen Varianten.

Die in der alten Halle freigewordene Fläche kommt der Fertigung der Holz- und Holz/Alu-Elemente zugute. Der optimierte Produktionsprozess mit einer zusätzlichen Anlage von Weinig ermöglicht die Herstellung von bis zu 50 Fenstereinheiten pro Tag. Walter Fensterbau konzentriert sich insbesondere auf das Objektgeschäft, nimmt aber über Fachhandelspartner auch Endkunden ins Visier.

Details zur neuen PVC-Fertigungslinie und ein Kurzinterview mit Geschäftsführer Markus Walter lesen Sie in der GFF-Aprilausgabe.



LIM Strobl: Fühle mich dem BIV nicht mehr verpflichtet

GFF hat heute einen Interviewtermin mit dem aus dem BIV-Präsidium gewählten bayerischen Landesinnungsmeister Thomas Strobl (li., mit Reinhold Kober – unser Bild; Foto: Strobl) in dessen Betrieb in Donauwörth wahrgenommen. Im zweistündigen Gespräch sagte der mehrjährige Bundesinnungsmeister-Stellvertreter, habe er den BIV während seiner Amtszeit u.a. gegen Angriffe, auch aus dem heimischen bayerischen LIV, stets entschieden verteidigt, so fühle er, Strobl, sich dazu nun nicht mehr verpflichtet. Gleichzeitig kündigte er an, auf dem offiziellen Weg Fragen an den Bundesinnungsverband stellen zu wollen, die es im LIV-Präsidium am 1.3. abzustimmen gelte. Nach unbestätigten GFF-Informationen spielen auch die Finanzen eine Rolle.

GFF berichtet noch im März aktuell und im Wortlaut auf anderthalb Seiten über das Gespräch mit Thomas Strobl in Donauwörth.


Praxisseminar: Kleben auf beschichtetem Holz

Am Leitz-Standort in Riedau, Österreich machte heute die Seminarreihe der Kooperationspartner Otto-Chemie, Lohmann, Remmers und Leitz Halt. Thema war die Scheibenverklebung auf beschichteten Holzoberflächen. Diese ist nach der ift-Richtlinie VE/08-4 Teil 5 neuerdings möglich. Otto, Remmers und Lohmann bieten hierfür – bislang mit Alleinstellungsmerkmal – aufeinander abgestimmte Komponenten an – das ift-Prüfzeugnis liegt vor.

Nach der theoretischen Einführung lernten die 51 (!) Teilnehmer an vier Praxis-Inseln, wie das Verfahren genau funktioniert. Ein fachmännisch durchgeführter Einbruchversuch an einem entsprechend verklebten RC3-Fenster zeigte spektakulär: Das System funktioniert – und hält, was es verspricht. Andere Marktteilnehmer sind jetzt im Zugzwang, auch ihre Produkte für die Verklebung beschichteter Oberflächen prüfen zu lassen.

GFF berichtet in Ausgabe 3/19 über das Seminar.


SmartWin – als Newbie in die Königsklasse des Fensterbaus

Jörg Vollmer und Peter May (v.re., mit Pro Passivhaus-Geschäftsführer Franz Freundorfer; unser Bild – Foto: Kober) sind zu Beginn des Jahrzehnts junge Unternehmer im Holz- und Passivhausbau, als sie auf die im Entstehen begriffene Kooperation SmartWin von Fenster-Daniel Düsentrieb Franz Freundorfer treffen. Für ihre Häuser kaufen sie Elemente zu, „im Finish top“, wie Vollmer im Rückblick sagt, „aber halt Standardfenster“. Als sie im Dunstkreis der Passivhausszene auf Freundorfers Vorträge stoßen, sind sie vom SmartWin infiziert – und wollen es zunächst einkaufen.

Warum sie damit gescheitert sind und was die damaligen Lieferanten sagten, als die Franken ihnen eröffneten, dass sie als Newbies nun mal eben in die Passivhausfensterfertigung einsteigen wollten, lesen Sie garantiert nur in GFF 3/19 – und auf www.gff-magazin.de gibt’s den Film dazu, ebenso wie in der aktuellen Ausgabe des Emailnewsletters GFF Report.


„Wir müssen über Reparaturverglasungen reden“

Die Glaser-Innung Niedersachsen hat einen Vorstoß unternommen, eine Maßgabe für den Umgang mit dem Normentwurf zur DIN 18008-1 zu erstellen. Dazu traf sich der Technische Informationsausschuss am Vormittag in Hannover. Mit von der Partie waren auch Dipl-Ing. (FH) Eberhard Achenbach, Fachberater der Glaser-Innung Niedersachsen, sowie Andreas Willing, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht aus Lüneburg.

Im Dezember 2018 hatte der zuständige Normen-Arbeitskreis die umstrittene 0,8-Meter-Regelung gekippt und folgenden Änderungsvorschlag vorgelegt: „Wenn die Verkehrssicherheit es erfordert, sind bei frei zugänglichen Verglasungen Schutzmaßnahmen zu treffen. Das kann z.B. durch Beschränkungen der Zugänglichkeit (Abschrankung) oder Verwendung von Gläsern mit sicherem Bruchverhalten erfolgen.“

Achenbach wertete den Vorschlag als Riesenerfolg: „Damit ist die Kopplung an ESG und VSG vom Tisch“, sagte der Sachverständige. Um dem Glaserhandwerk eine verbindliche Vorgabe an die Hand zu geben, die keinen Interpretationsspielraum zulässt, müsse die Formulierung konkretisiert werden. Die Prüfung der Verkehrssicherheit sei gemäß VOB-Vertrag Planungsaufgabe und obliege dem Bauherren bzw. Architekten „Wir müssen über Reparaturverglasungen reden“, waren sich die Sitzungsteilnehmer einig. Am Ende verständigten sie sich auf einen Passus, der als rechtssichere Grundlage für Verglasungsarbeiten im Bestand wie Bleiverglasungen, Fusing-Glas, Innentüren oder Drahtglas dienen soll.

Mehr über den genauen Wortlaut der Formulierung sowie die weiteren Aktivitäten der Glaser-Innung Niedersachsen im Hinblick auf die DIN 18008 lesen Sie in der Märzausgabe von GFF.

Foto: Friedrichs


Bau 2019: mit Warema ästhetisch übers Eck verschatten

Warema präsentiert auf der Bau mit Raffstores ohne Führungselemente an der Ecke eine ästhetische Verschattungslösung für Ganzglasecken. Die technische Ausführung über verbindende Clips ist raffiniert wie einfach zugleich. Auch sein Fenstermarkisen- Programm hat Warema modifiziert. Die Besonderheit: Ab April 2019 gibt es die neue einteilige Führungsschiene, die für die Führungsarten easyZIP, Schiene und Markisolette verwendet wird. Die identisch aufgebauten Führungsschienen sind für verschiedene Montagesituationen und unterschiedliche Baugrößen einsetzbar. Daraus ergibt sich für Architekten maximale Planungsfreiheit.


Bau 2019: Glaser des Jahres kümmert sich um Digitalisierung

Jürgen Simon (re., mit Chefredakteur Reinhold Kober – unser Bild; Foto: Metzger) hat im großen Messefilm zur Bau über seine Beweggründe für den Besuch in der bayerischen Landeshauptstadt gesprochen: „Ich habe einen Tag für die Messe eingeplant und suche gezielt nach Lösungen, zeitintensive Abläufe in unserem Betrieb zu digitalisieren“, verriet der Glasermeister aus Mannheim; der auch in anderer Hinsicht Herausforderungen proaktiv angeht: „Wir haben die Betriebsnachfolge frühzeitig als Aufgabe erkannt, dazu habe ich seit diesem Jahr einen R+S-Handwerker im Unternehmen, der in Kürze seine Fortbildung zum Glasermeister in Angriff nimmt und Schritt für Schritt mehr Verantwortung übernehmen soll.“ Auch dessen junges Alter von 22 Jahren trage dazu bei, dass die Digitalisierung in der ältesten Glaserei Mannheims immer wichtiger wird.

Unseren großen Messefilm, für den wir neben dem Glaser des Jahres Jürgen Simon Schüco-CEO Andreas Engelhardt und Alumat-Chefin Claudia Rager-Frey vor die Kamera geholt haben, erleben Sie ab dem 16.1. exklusiv auf www.gff-magazin.de sowie in der kommenden Ausgabe des Emailnewsletters GFF Report.


Bau 2019: Wicona goes green

Die Wicona-Geschäftsführung setzt sich seit dem 1. Januar 2019 aus einem Triumvirat zusammen: Ralf Seufert, Vorsitzender der Geschäftsführung, Dr. Werner Jager, Geschäftsführer Technisches Marketing, Geno Shulew, Geschäftsführer Finanzen.

Inhaltlich hat sich das Systemhaus vorgenommen, bis Ende 2019 40 Prozent der Produktion auf Infinite Aluminium basieren zu lassen. Also einem Material, das zu mindestens 75 Prozent aus recyceltem Aluminium besteht. Vor allem bei Architekten sei dies aus Nachhaltigkeitsgründen sehr gefragt. Wicona werde mit der Maßnahme 20.000 Tonnen an CO2 einsparen. Bei den Produkten legt der Hersteller einen Fokus auf großflächige Elemente wie Wicslide oder Wictec EL Evo mit schmalen Ansichtsbreiten.


Bau 2019: Barrierefreiheit in Bewegung

Das Thema Barrierefreiheit (unser Bild; Foto: Kober) ist an vielen Ständen auf der Münchner Leitmesse präsent. Dabei mutet es kurios an, dass just in dem Augenblick, da die viel diskutierte Nullschwelle – wenngleich mit abweichender thermischer Performance – das Sortiment so gut wie aller Lösungsanbieter bei Profilen erreicht hat, das ift auf Ergebnisse eines öffentlich finanzierten Forschungsprojekts verweist, nach denen stattdessen nun die sog. Überrollbarkeit als conditio sine qua non an deren Stelle trete; mit anderen Worten: Wurde jahrelang die in der DIN 18040 genannte Voraussetzung technischer Machbarkeit als Feigenblatt für Pseudobarrierefreiheit mit zwei Millimeter hohen Schwellen genutzt, werden Lösungen wie die Magnetdoppeldichtung von Alumat nun ausgebremst, indem die Schwellenhöhe als Kriterium gleich ganz in den Hintergrund zu rücken scheint.

Claudia Rager-Frey von Alumat hat dazu im offiziellen Messefilm von GFF zur Bau 2019 Stellung genommen, sie finden diesen ab dem 16. Jänner auf www.gff-magazin.de sowie in der nächsten Ausgabe unseres Emailnewsletters GFF Report.