glasstec: „BIM ist an vielen Stellen angreifbar“

Inwieweit ist das Building Information Modeling – kurz BIM – in der Branche verbreitet? Darüber hat GFF auf der glasstec mit zwei Experten vom Verein Unabhängige Berater für Fassadentechnik (UBF) gesprochen. „In Deutschland steckt die Methode noch in den Kinderschuhen“, sagt David Hommelsheim, Fachingenieur Fassade. „BIM ist an so vielen Stellen angreifbar.“ Grundsätzlich berge die Idee, Prozesse mit BIM zu optimieren, eine große Chance, dennoch müssten für die erfolgreiche Einführung noch viele Hürden gemeistert werden. „Zunächst sollte die Definition klar sein“, ergänzt Hommelsheim. „Viele reden von BIM und meinen nur ein 3D-Modell.“ Erst wenn BIM die Prozesse in den Bereichen Fassade, Rohbau und Haustechnik von der Planung bis zur Ausführung vereine, könnten Fehler langfristig vermieden und Kosten reduziert werden. Das bestätigt auch Dip.-Ing. Ralf Rache: „Es gibt noch viel zu tun und am Ende wird sich zeigen, ob BIM tatsächlich effektiver ist als herkömmliche Methoden.“

David Hommelsheim (l.) und Ralf Rache (Foto: Friedrichs)