Alumat sagt, was wirklich barrierefrei ist

Die DIN 18040 formuliert eindeutig: „Schwellen und untere Türanschläge sind nicht erlaubt. Sind sie technisch unabdingbar, dürfen sie nicht höher als zwei Zentimeter sein.“ Was Alumat-Gründer Harry Frey (87) und seine Tochter, Juniorchefin Claudia Rager-Frey (30), ärgert: Die Ausnahme wird mehr und mehr zur Regel. Tatsächlich werde der patentierte Doppelmagnet-Feuchteschutz zunächst häufig ausgeschrieben, um dann durchs Hintertürchen aus vielen Bauvorhaben wieder zu verschwinden. Ursächlich ist bisweilen die Skepsis unzureichend informierter Fensterbauer, häufig aber auch die mangelnde Bereitschaft von Investoren zu einem höheren Invest; ungeachtet der Tatsache, dass bspw. die Zwei-Zentimeter-Ausnahme der Norm zusätzlich ein Terrassendach erforderte. Wie dem auch sei: Wie GFF in einem exklusiven Redaktionsgespräch erfuhr, meldeten zuletzt einige Systemgeber Interesse an exklusiven Umsetzungen an. Die Bau 2015 dürfte hierzu bereits Neuigkeiten bringen. Übrigens: Barrierefrei ist laut Normenausschuss „nur eine niveaugleiche, schwellenlose Ausbildung bei Außentüren, das heißt mit einer Schwellenhöhe von null Zentimeter“. Das Bild zeigt Harry Frey und Claudia Rager-Frey im Gespräch mit GFF-Mitarbeiter Matthias Metzger (Mitte).

GFF berichtet im Schwerpunkt „Barrierefreies Bauen“ seiner Septemberausgabe, die am 5.9.14 erscheint, ausführlich über das exklusive Redaktionsgespräch mit Claudia Rager-Frey und Harry Frey.

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