1.000 Teilnehmer bei Passivhaustagung

Wie die Organisatoren des Darmstädter Passivhaus Instituts (PHI) mitteilten, sind ca. 1.000 Teilnehmer zur diesjährigen Tagung rund um den Baustandard ins Nordrhein-westfälische Aachen gereist. Viele von ihnen dürften NRW-Umweltminister Johannes Remmel beipflichten, der zum Auftakt vor Pressevertretern deutlich machte, wie sehr ihn die in ganz Deutschland entfachte Diskussion über Klimaschutz und Energiewende störe, bei der das Thema unzulässig auf die hohen Stromkosten verengt werde. Passivhaus-Gründer und PHI-Leiter Prof. Dr. Wolfgang Feist bekräftigte, dass es beim von ihm entwickelten und vorangetriebenen Baustandard um eine Absenkung des Heizwärmebedarfs von im Mittel 90 Prozent gehe; den von Skeptikern immer wieder angeführten Performance Gap – eine Kluft zwischen berechneter und faktisch vorhandener Energieeinsparung – gebe es für Passivhaus nicht. Ebenfalls kritisch äußerte Feist sich über die Medien, die bewusste Falschinformationen von einem behaupteten, aber seiner Ansicht nach nicht vorhandenen Zusammenhang zwischen zunehmenden Dämmdicken und immer mehr Bauschäden willfährig transportiert hätten.

GFF berichtet in seiner Juniausgabe auf drei Seiten sowie in mehreren Meldungen des Emailnewsletters GFF Report (jetzt registrieren auf www.gff-magazin.de) von dieser Tagung.