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Fischer-Befestigungslösungen für Indien Anker für die höchste Statue der Welt

Sie trägt den Kopf weit oben und setzt damit neue Maßstäbe: Indiens „Statue der Einheit‟ überragt mit 182 Metern Höhe alle Statuen der Welt. Am 31. Oktober wurde das monumentale Bauwerk offiziell eingeweiht, zu dessen Errichtung Stahl- und chemische Anker sowie weitere Lösungen des Befestigungsexperten Fischer verhalfen.

Die „Statue der Einheit“ ist etwa doppelt so hoch wie die Freiheitsstatue in New York City. Das in dreieinhalb Jahren fertiggestellte Bauwerk befindet sich in der Nähe der Stadt Vadodara, im westlichsten indischen Bundesstaat Gujarat. Sie ist Sardar Vallabhbhai Patel gewidmet, einem aus Gujarat stammenden Anführer im Kampf um die Unabhängigkeit Indiens. Wegen seiner Rolle als Aktivist gegen die britische Kolonialmacht und bei der nachfolgenden Staatsgründung im Jahr 1947 wurde er als „Eiserner Mann“ des Landes gefeiert.

240 Meter über dem Erdboden

Die Dimensionen des Projekts sind gewaltig. Zusammen mit ihrem Sockel erhebt sich die Statue sogar 240 Meter über dem Erdboden und steht in einer Umgebung von zwei Hektar Fläche, umrahmt von einem künstlichen, zwölf Quadratmeter großen See. Das Gelände ist mit einer modernen Verkehrsinfrastruktur wie Schnellstraßen, einem verbesserten Eisenbahnsystem und Hubschrauberlandeplätzen versehen. Außerdem sind der Bau von Sieben-Sterne-Hotels und weitere Infrastrukturmaßnahmen in Planung. Die Konstruktion besteht aus zwei Stahlbeton-Zylindern im Inneren, umgeben von einem Stahlskelett. Außen ist die Statue mit acht Millimeter starken Bronzeplatten verkleidet. Das Ingenieurbüro Larsen & Toubro sowie das Bauunternehmen Turner setzten als Auftragnehmer auf zahlreiche Fischer-Befestigungsprodukte. „Durch Produktdemonstrationen, Technikseminare, Zugversuche und Schulungen vor Ort haben wir das Vertrauen der Projektverantwortlichen gewonnen“, resümiert Prakash Tripathi, Geschäftsführer von Fischer Indien.

Sichere Verankerungslösung unter seismischen Belastungen

Eingesetzt wurde der Fischer-Bolzenanker FAZ II, der hohe Zug- und Quertragfähigkeiten in Beton aufweist und eine sichere Verankerungslösung unter seismischen Belastungen ist. Seine variable Verankerungstiefe in den Größen M8 bis M16 ließ sich millimetergenau auf die jeweilige Lastanforderung bei der Befestigung von Rohrleitungen, Fassadenelementen und vielen weiteren Anwendungen anpassen. Zudem vertrauten die Statuenbauer auf den Injektionsmörtel Fischer FIS V mit zugehörigen Systemkomponenten.

Internationale Zulassungen

Neben dem FIS V leistete auch der Injektionsmörtel FIS EM Plus zusammen mit Systemkomponenten seine Dienste: Der Epoxidharzmörtel weist eine hohe Tragfähigkeit in Beton sowie Anwendbarkeit in erdbebengefährdeten Gebieten auf. Wichtig war den Entscheidern auch die ICC-Zulassung des Bolzenankers FAZ II sowie der Injektionsmörtel FIS V und FIS EM Plus, die zum Beispiel in den USA und in fernöstlichen Ländern nötig ist.
Darüber hinaus trugen weitere Befestigungslösungen zum Bau der Superstatue bei. Das Brandschutzsystem FireStop gehörte ebenso dazu wie die Fischer-Installationssysteme. Auch die Langschaftdübel SXR und FUS sowie die Schlagdübel DIPK kamen zum Einsatz.

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