Weit mehr als 100 Teilnehmer sind Mitte Februar zum Fenster- und Fassadenkongress des Fachverbands GFF Baden-Württemberg gekommen. Von Branchengrößen wie Ulrich Tschorn und Ulrich Sieberath bis hin zu BAKA-Chef Ulrich Zink hatte Akademieleiter Prof. Dr. h.c. Klaus Layer illustre Referenten zum Schwerpunkt Fenstertechnik für den Bestand gewonnen.
Karl Kress, Landesinnungsmeister des Fachverbands GFF Baden-Württemberg und erfahrener Sachverständiger, brachte es in seiner Begrüßung zum vierten Karlsruher Fenster- und Fassaden-Kongress auf den Punkt: Auch im Fensterbau ist gewerkeübergreifendes Denken gefragt, genügt es nicht mehr, nur das eigene Bauteil im Auge zu haben. Dass es daran nicht selten gebricht, zeige die Zahl nicht sauber ausgeführter Baukörperanschlüsse. In der Folge schilderte Ulrich Zink, Chef des Bundesarbeitskreises Altbauerneuerung (BAKA), was es angefangen von der Ist-Soll-Analyse mithilfe aller zur Verfgung stehender Hilfsmittel wie der Thermografie über die Ertüchtigung bspw. sanierter Kastenfenster bis hin zur Befestigung und Montage zu bedenken gilt.
Knick ist ausgefallen
Fakt ist: Die Anforderungen steigen. Da trifft es sich gut, dass auch die Märkte wachsen, wie VFF-Geschäftsführer Ulrich Tschorn in einem hochinteressanten Vortrag darlegte. Tatsächlich sei der von vielen Fachleuten erwartete Knick nach dem Auslaufen des für die Branche in Höhe von zwölf bis 14 Prozent ihres gesamten Umfangs zu Buche schlagenden Konjunkturpakets komplett ausgeblieben. Weniger positiv: Die KfW-Mittel wurden von den ursprünglich avisierten anderthalb Milliarden auf nun 900 Millionen Euro abgesenkt. Als vollkommen unstrittig bezeichnete Tschorn den Trend hin zur Modernisierung, der Bestandsbau belaufe sich zwischenzeitlich auf eine Größenordnung von 70 Prozent.
GFF berichtet in seiner Aprilausgabe mehrseitig über die Veranstaltung – inklusive einer Umfrage über die Bedeutung des Karlsruher Berufsbildungsstandorts für die Branche. Im Video auf dieser Seite finden Sie ein Interview mit Akademiechef Prof. Dr. h.c. Klaus Layer.
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