Forscher haben neue Spitzenwirkungsgrade von 19,6 Prozent für einfach herzustellende großflächige Siliciumsolarzellen erreicht. Dadurch sollen die Kosten für PV-Strom sinken.
Mit im Vergleich zum heutigen Industriestandard weiterentwickelten Zellstrukturen sind laut Forschern des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) Wirkungsgrade von 20 Prozent in naher Zukunft realisierbar. Mehr als 80 Prozent der zurzeit hergestellten Solarzellenleistung basiert auf kristallinem Silicium. Während die Zellen im Mittel 14 bis 19 Prozent des Sonnenlichts in elektrische Energie umwandeln, haben die Forscher die 20-Prozent-Marke bereits im Blick. Die Übertragung ihrer Ergebnisse auf die Produktion soll – parallel zur Marktentwicklung in Deutschland – die Kosten für photovoltaisch erzeugten Strom weiter senken.
„Wir konnten jetzt mehrere Entwicklungsarbeiten für kristalline Siliciumsolarzellen sehr erfolgreich abschließen und dabei Ergebnisse erzielen, die weltweit zu den besten zählen“, sagt Christian Schmiga, Projektleiter für hocheffiziente Siliciumsolarzellen am Fraunhofer ISE. Die untersuchten Zellstrukturen unterscheiden sich zum einen durch die Art des verwendeten Siliciummaterials, das als Basis bezeichnet wird, und zum anderen durch die Art des so genannten Emitters, einer dünnen Schicht, die die elektrischen Ladungsträger sammelt. Alle Solarzellen wurden auf 125 mal 125 Quadratmillimeter großen einkristallinen Siliciumscheiben gefertigt. Der Vorteil sei, dass bei der Herstellung keine aufwändigen Justage- oder Strukturierungsschritte benötigt würden. Das vereinfache und beschleunige den Prozess.
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