FFI – drei Buchstaben für Kompetenz an der Fassade - Fassade - GFF Magazin

Alleskönner Fassade

FFI – drei Buchstaben für Kompetenz an der Fassade

Fassaden sind extremen Belastungen ausgesetzt. Damit Qualität von Dauer ist, sollten Bauteile zuverlässig miteinander verbunden sein. Die Fassadenversiegelung sollte jedem Wetter standhalten.

Sika bietet unter dem Kürzel FFI nach eigenen Angaben aufeinander abgestimmte Lösungen für Fassaden, Fenestration (Fenster - rahmenverklebung) und Isolation (Isolierglasherstellung). In der maschinellen Fertigung zählt Schnelligkeit. Daher werden laut Sika meist Zwei-Komponenten-Klebstoffe eingesetzt, deren Bestandteile erst kurz vor dem Klebeprozess gemischt werden und dann schnell zu einem Elastomer ausreagieren. Für Wasserdampfdiffussions- sowie Gasdichtheit sorgt der Primärdichtstoff Sika Glaze IG-5 PIB. Mit Sikasil IG-25 hat das Unternehmen einen Silikondichtstoff entwickelt, der sich nicht nur durch besondere Verarbeitungsund Klebeeigenschaften, sondern auch durch UV-Stabilität auszeichnen soll. Der modulige Silikondichtstoff Sikasil IG-25 HM Plus ermöglicht laut Anbieter darüber hinaus die Produktion argongefüllter Isolierglaseinheiten, die die europäische Norm EN 1279, Teil 3, erfüllen. Für große Glasfassaden bedeuten diese gasgefüllten Isolierglaseineinheiten ein hohes Einsparpotenzial und damit auch eine enorme Reduzierung von Kohlendioxid. Die Vorteile der Klebetechnik beschreibt der Hersteller wie folgt: – um bis zu 20 Prozent verbesserte thermische Isolation – um bis zu 30 Prozent mehr Lichteinfall – um bis zu zehn Prozent höhere dynamische Belastbarkeit – Servicefreundlichkeit – höhere Steifigkeit

Außer den wirtschaftlichen Aspekten bei der Flügelverklebung in der Fensterindustrie sprechen Argumente wie Energieeinsparung oder Einbruchhemmrung ebenso für die Verklebung in Kleinserien. Mit den Produkten der Serien Sikasil-WT auf Silikonbasis, Sika- Fast mit ADP-Technologie (Acrylic Double Performance) und Sika Tack auf PU-Basis will Sika für fast alle Anforderungen bei der Verklebung von Isolierglaseinheiten und diversen Rahmenmaterialien wie Holz, PVC sowie Aluminium die perfekte Lösung bieten.

Structural Glazing – für kreative Fassadenarchitektur
Die Herausforderung beim Gestalten besteht nach Auffassung von Sika in Zukunft in der Entwicklung nachhaltiger Systeme und Komponenten, die einerseits den Anforderungen an modernes Design genügen und anderer seits sichere und wirtschaftliche Lösungen für Vorhangfassaden und hinterlüftete Fassadenkonstruktionen gewährleisten. Bei der Vorhangfassade handelt es sich um eine leichte, multifunktionale Gebäudehülle aus Glas (Einfach- oder Mehrscheibenverglasung), Metall, Naturstein oder Verbundpanels. Die Einheiten werden entweder mit Druckplatten (überlappenden Systemen) auf einer Metallkonstruktion montiert oder mithilfe von Silikonklebstoffen (Structural Glazing) aufgeklebt. Das System wird anschließend mechanisch am Hauptgebäude befestigt. Bei der Vorhangfassade unterscheidet man zwischen dem vierseitigen und dem zweiseitigen Stuctural Glazing sowie der punktgehaltenen Verglasung. Diese Variante besticht in erster Linie durch die perfekt ebenmäßige Optik. Alle vier Seiten der großformatigen Scheibenelemente können mit den Sikasil-SG-Scheibenklebstoffen optisch rahmenlos auf einen Adapterrahmen geklebt werden. Die vorgefertigten Glasmodule werden anschließend an der tragenden Konstruktion befestigt, so dass die Fassade wie eine ebene Glasfläche wirkt. Dynamische Lasten werden über die Silikonklebstoffe aufgenommen. Um das Eigengewicht des Glases abzutragen, empfiehlt sich eine mechanische, von außen nicht sichtbare Unterstützung der Moduleigenlast. Die Vorteile: – schöne Optik ohne sichtbaren Rahmen – gleichmäßige Lastabtragung durch den Silikondichtstoff über alle vier Seiten – optimale Temperaturverteilung im Glas, da keine Beschattung durch Deckleisten (minimiert die Gefahr von Glasbruch durch thermische Spannungen) – energetische Effizienz durch abgedichtete Fugen ohne außen liegende Metallteile – hoher Selbstreinigungseffekt durch eine durchgehende Glasfläche Im zweiseitigen Stuctural-Glazing-System werden lediglich zwei sich gegenüberliegende Glas- oder Panelkanten (horizontal oder vertikal) mit Sikasil-SG-Silikonklebstoffen auf einen Adapterrahmen geklebt.

Die beiden anderen gegenüberliegenden Seiten sind mechanisch befestigt. Die Vorteile: – hohe mechanische Sicherheit – Abtragung der dynamischen Kräfte sowohl über den Silikonklebstoff als auch über die mechanische Sicherung – Metalldeckleisten lockern als gestalterisches Element die Fassadenoptik auf Zu dem zweiseitigen Structural Glazing zählt auch die Ganzglasfassade. Ganzglasfassaden (auch Schwertverglasung genannt) beeindrucken durch ihre ebenmäßige, rahmenlose Erscheinung und die immensen Dimensionen. In der Technik gleichen sie dem zweiseitigen Structural Glazing, wobei die obere und untere Glaskante in der Decke bzw. im Boden eingelassen sind. Die Glaskante unten wird dabei mit Sika Icosit KC eingelassen, wodurch eine gleichmäßige Spannungsverteilung gewährleistet ist. Die vertikalen Glaskanten werden strukturell mit den Glasschwertern verklebt. Vorteile: – attraktive Erscheinung ohne sichtbaren Rahmen – dank hoher Elastizität können die Silikonklebstoffe die Lasten effizienter und gleichmäßiger übertragen – Temperaturverteilung im Glas, da keine Beschattung durch Deckleisten (minimiert die Glasbruchgefahr durch Spannungen) Bei punktgehaltenen Verglasungssystemen werden die Glaselemente an Kabeltrossen oder Metallstreben mit Metallhalterungen befestigt. Diese Halterungen werden in die Glasbohrungen mit Sika AnchorFix eingebettet.

Das Glas kann sowohl Einfachglas (z.B. laminiertes Glas in der Außenhaut einer Doppelhautfassade) als auch Isolierglas mit UV-beständigem Rahmenverbund, sogar mit Argonfüllung sein. Structural-Glazing-Module sind extremen Anforderungen ausgesetzt. So müssen die hochmoduligen Produkte Sikasil SG-20 und Sikasil SG-500 Windund Schneelasten sowie thermische Ausdehnung aufnehmen, deren Kräfte dauerhaft auf die Unterkonstruktion übertragen und allen Witterungseinflüssen langfristig standhalten. Außer den SG-Produkten für die Verklebung von Glasfassaden bietet Sika Produkte zur Abdichtung von Gebäuden, wie zum Beispiel die 1-K-PU-Serie Sikaflex: Sikaflex Pro-1 FC steht für Fugenabdichtungen im Hochbau nach DIN 18540-F. Seine hohe Witterungsbeständigkeit und die Verarbeitungseigenschaften zeichnen ihn laut Anbieter besonders aus. Sikaflex Pro-2 HP empfielt Sika für Anschlussfugen. Der leicht zu verarbeitende Dichtstoff überzeugt durch die sehr geringe Spannungsbelastung des Untergrunds. Sikaflex Construction dichtet laut Hersteller Anschluss- und Bewegungsfugen im Hochbau wirtschaftlich und sicher ab. Egal wie gut die Kleb- und Dichtstoffe sind, entscheidend für die Qualität der Verbindung sind nach Angaben von Sika die nur wenige Nanometer dünne Grenzfläche zwischen Klebstoffschicht und Fügepartner und zusätzliche Parameter wie die Verträglichkeit der zu verklebenden Partner, eine korrekte Berechnung der Fugendimensionierung und der Überlappungsflächen, vor allem jedoch ein sauberes Arbeiten vor Ort. Sika bietet aufeinander abgestimmte Kleb- und Dichtstoffe sowie deren passende Oberflächenvorbehandlung und das nötige Fachwissen.

 

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